Weltsteinkohlenförderung nahm 2019 um 2,0 % zu

Stromerzeugung aus Steinkohle in Deutschland innerhalb von drei Jahren halbiert

(lifePR) ( Berlin, )
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Deutsche Kraftwerkskohleneinfuhren 2019 um 17 % zurückgegangen – Stromerzeugung aus Steinkohle hat sich in nur 3 Jahren halbiert.

Ungleichbehandlung von Kohlekraftwerken im Kohleausstiegsgesetz wäre weder rechtssicher noch nachhaltig

Trotz Kohleausstieg: Die bestehenden Steinkohlenkraftwerke werden zum Ausgleich der schwankenden Stromeinspeisung der erneuerbaren Energien noch lange gebraucht werden und haben den Ausbau der erneuerbaren Energieträger überhaupt erst möglich gemacht.

Neue Deloitte-Studie belegt: Steinkohlenkraftwerke sind flexibel und können Erneuerbare passgenau unterstützen.

Das darf aber kein Grund sein, um Steinkohlenkraftwerke im Süden Deutschlands bei den geplanten Stilllegungsausschreibungen nicht zuzulassen und zu diskriminieren.

Welthandel mit Steinkohle 2019 um 0,7 % gestiegen, globale Steinkohleförderung sogar um 2,0 %.

Nach vorläufigen Berechnungen des Vereins der Kohlenimporteure e. V. ist 2019 der Welthandel mit Steinkohle um 0,7 % auf 1.218 Mio. t. gestiegen, die globale Steinkohleförderung um 2,0 % auf 7,2 Mrd. t. Allein die Produktion von China erhöhte sich um 171 Mio. t oder 5 % auf 3,7 Mrd. t., die Produktion Indonesiens, ein wichtiger Lieferant von China, stieg um 52 Mio. t oder 11 %. Die seewärtigen Ausfuhren von Indonesien, Australien, Russland und Kanada nahmen zu, die der USA dagegen deutlich ab.

Die deutschen Steinkohleneinfuhren sind 2019 um rund 15 % oder 7 Mio. t deutlich gesunken. Die Einfuhren von Kokskohlen gingen um 7 % zurück, die Einfuhren von Kesselkohlen um 17 %. Die Stromerzeugung aus Steinkohle ging sogar um 31 % zurück. Innerhalb von nur 3 Jahren hat sie sich auf noch ca. 57 Terawattstunden (TWh) in etwa halbiert. Ursächlich hierfür ist die wachsende Stromerzeugung aus Erneuerbaren, der verschärfte Wettbewerb mit momentan sehr preisgünstigem Erdgas und der deutlich angestiegene CO2-Preis im Europäischen Emissionszertifikatehandel.

Steinkohlenkraftwerke können das Stromnetz stabilisieren. Dies zeigte die im Auftrag des VDKi erstellte Deloitte-Studie „Untersuchung der Flexibilität von Steinkohlenkraftwerken zur Integration erneuerbarer Energien in Deutschland“ (Deloitte Finance, November 2019). Der bestehende Kohlekraftwerkspark in Deutschland (2018) könnte aus rein technischer Sicht einen wachsenden Anteil fluktuierender erneuerbarer Energien von 50%, 60% oder 70% aufnehmen und sicher in das System integrieren. Insbesondere zeigt die Studie:
  • In „Dunkelflauten“ erzeugen Kohlekraftwerke doppelt so viel Strom wie an einem durchschnittlichen Tag, wenn der Anteil der erneuerbaren Energien 50% beträgt, und dreieinhalbmal mehr Strom, wenn der Anteil der erneuerbaren Energien 70% beträgt.
  • Deutschland wird während der "Dunkelflauten" zum Nettoimporteur.
In Bezug auf die unmittelbar bevorstehende Verabschiedung des Kohleausstiegsgesetzes zeigt sich immer stärker, dass Stilllegungsausschreibungen zu einer nicht hinnehmbaren Ungleichbehandlung von Steinkohlenkraftwerken untereinander führen würden. Diese Ungleichbehandlung würde absehbar zu langwierigen juristischen Auseinandersetzungen führen und wäre damit weder rechtssicher noch nachhaltig. Stattdessen sollte deshalb eine einvernehmliche Verhandlungslösung mit allen Kraftwerksbetreibern auch im Bereich der Steinkohle angestrebt werden. Der Flexibilität von Steinkohlenkraftwerken muss im Gesetz Rechnung getragen werden. Neue und emissionsärmere Anlagen dürfen deshalb aber ebenso wenig diskriminiert werden wie Steinkohlenkraftwerke im Süden, die bei Ausschreibungen letzten Gesetzesentwürfen zu Folge mindestens zu Beginn nicht zugelassen werden sollen. Darüber hinaus sollte eine Gleichbehandlung bei der Sicherheitsbereitschaft vorgesehen werden und Steinkohlenkraftwerke einen fairen Zugang zur bisher Braunkohlekraftwerken vorbehaltenen Sicherheitsbereitschaft erhalten.
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