Hohe Auslastung der Betriebe im bayerischen Garten- und Landschaftsbau

Herbst-Konjunkturumfrage 2021 des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern

Foto (VGL Bayern): Gerhard Zäh, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern, befürwortet höhere Investitionen in Grünanlagen und deren Pflege, um den Klimawandel aufzuhalten.
(lifePR) ( Gräfelfing bei München, )
Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie stehen die Zeichen im bayerischen Garten- und Landschaftsbau auf Wachstum. Die Auftragslage befindet sich gegenwärtig auf einem hohen Niveau und die Fachbetriebe blicken optimistisch in die Zukunft. Das sind die wesentlichen Ergebnisse der Herbst-Konjunkturumfrage 2021 des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern).

Die Branche Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) zeigt sich weiterhin äußerst robust – trotz der anhaltenden Pandemiesituation. So zeichnet die aktuelle Konjunkturumfrage des VGL Bayern ein insgesamt überaus positives Bild für den Freistaat: 86 Prozent der an der Umfrage beteiligten Betriebe bezeichnen ihre Geschäftslage als gut. 14 Prozent sind mit ihrer betrieblichen Situation im Großen und Ganzen zufrieden. Im Vergleich zum Herbst 2020 bewerten 30 Prozent der Befragten ihre Auftragslage als besser. Immerhin 64 Prozent stufen sie im Verhältnis zum Vorjahreszeitraum als gleich ein. Für lediglich sechs Prozent ist die derzeitige Auftragslage schlechter. Zum Vergleich: Im Herbst 2020 waren dies noch zehn Prozent.

Im Bereich „Neubau“ sind die Fachbetriebe durchschnittlich 25 Wochen lang ausgelastet, sechs Wochen länger als im Vorjahresherbst. Die Pflegeaufträge reichen für die nächsten elf Wochen und damit 14 Tage länger als 2020. Die Beschäftigtenzahl konnte gegenüber Herbst 2020 um rund 20 Prozent gesteigert werden und liegt gegenwärtig bei durchschnittlich 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern pro Betrieb. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 17,4 Beschäftigte.

Ebenfalls erfreulich entwickelt sich die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im GaLaBau. Bayernweit starteten im vergangenen Jahr 578 junge Frauen und Männer ihre Ausbildung im Beruf „Gärtner/in – Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau“, kurz Landschaftsgärtner/in. Für 2021 geht die Tendenz in Richtung eines neuen Höchststandes. Die endgültigen Zahlen liegen Ende des Jahres vor. Damit stemmt sich die Branche erfolgreich gegen den Trend allgemein sinkender Ausbildungszahlen und unterstreicht weiterhin ihre Attraktivität.

Optimistisch blicken die bayerischen Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner zudem in die Zukunft: Auf die Frage nach den Branchenaussichten für die nächsten fünf Jahre sagen 74 Prozent „sehr gut“ oder „gut“. Im vergangenen Jahr waren dies noch knapp 62 Prozent. Zuversichtlich für die nächsten fünf Jahre sind die Mitgliedsunternehmen des VGL Bayern außerdem in Bezug auf ihren eigenen Betrieb. Über 81 Prozent halten die Aussichten für „sehr gut“ oder „gut“ (Herbst 2020: 69 Prozent).

„Auch unsere Branche leidet akut unter Materialengpässen und Preissteigerungen“, so VGL Bayern-Präsident Gerhard Zäh. „Deshalb freuen wir uns umso mehr über die positiven Ergebnisse der diesjährigen Herbst-Konjunkturumfrage. Das haben sich unsere Mitglieder verdient, bedeutet aber ebenso gesellschaftliche Verpflichtung: Bei den großen Herausforderungen unserer Zeit, insbesondere dem Umwelt-, Klima- und Artenschutz, werden wir uns weiterhin engagiert einbringen. Dies verlangt aber auch deutlich mehr Investitionen in Grünanlagen und deren Pflege“, ergänzt der Verbandspräsident.

An der Herbst-Konjunkturumfrage 2021 des VGL Bayern beteiligten sich 100 Mitglieder. Dies entspricht rund 15 Prozent der im Verband organisierten Fachbetriebe.
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