TÜV SÜD übergibt Zertifikat an ESTEYCO

Innovative Tragstruktur für Offshore-WEA

Bei der Zertifikatsübergabe auf der WindEurope in Bilbao (v.l.n.r.): Martin Webhofer, TÜV SÜD, Head of Wind Energy, Stepan Mayer, TÜV SÜD, Head of Tower, Foundation and Internals, José Serna, ESTEYCO, Chief Technology Officer (CTO), Javier Nieto, ESTEYCO, Offshore Division Manager, und David Sarrasin, ESTEYCO, Product Development Director (lifePR) ( München / Bilbao, )
Durch den Einsatz von Schwimmfundamenten lassen sich Offshore-Windenergieanlagen (WEA) auch in tiefen Gewässern realisieren. TÜV SÜD hat die innovative Tragstruktur eines Industriekonsortiums unter Leitung von ESTEYCO zertifiziert. Das Zertifikat wurde auf der WindEurope 2019 in Bilbao übergeben.

Das Pilotprojekt ELISA/ELICAN des Industrie­konsortiums unter Leitung der spanischen ESTEYCO kombiniert ein beim Transport schwimmendes Fundament mit einem Teleskop­turm. Während des Ausschwimmens dient das Fundament als Schwimmkörper. Der Teleskopturm ist eingefahren, um die Schwimmstabilität der Plattform zu verbessern. Bei der Installation wird das Fundament der Tragstruktur auf den Meeresgrund abgesenkt und der Teleskopturm ausgefahren. Im Rahmen dieses Projekts hat TÜV SÜD eine neue Zertifizierung entwickelt, um den sicheren und zuverlässigen Einsatz der innovativen Tragstruktur zu ermöglichen. „Wir sind sehr glücklich über diese Zusammenarbeit“, sagt Javier Nieto, Offshore Divison Manager bei ESTEYCO. „TÜV SÜD verfügt über ein profundes technisches Verständnis und gleichzeitig über die nötige Flexibilität, um solche anspruchsvollen Projekte erfolgreich umsetzen zu können.“

Das Pilotprojekt ist eine Vorstufe der Entwicklung eines Schwimmfundaments, das auch im Betrieb als schwimmende, am Meeresboden verankerte Tragstruktur der WEA dient. „Mit dem von ESTEYCO entwickelten Konzept lassen sich Offshore-WEA wesentlich kostengünstiger realisieren“, sagt Florian Singer, Projektleiter auf Seite der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. „Zum einen kann die gesamte Struktur im Trockendock aus vorgefertigten Elementen zusammengesetzt werden, zum anderen ist für den Transport und die Installation kein kostenintensiver Einsatz von Errichterschiffen und Kränen notwendig.“ Die Zertifizierung des Schwimmfundaments steht nach Aussage von Florian Singer kurz vor dem Abschluss.

TÜV SÜD ist vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) für die Zertifizierung von Offshore-Windparks anerkannt und als Zertifizierungsstelle für Windenergieanlagen und Komponenten im Offshore- und Onshore-Bereich akkreditiert. Die Experten verfügen über umfangreiche Erfahrungen bei allen Prüfungen, Gutachten und Zertifizierungen, die im Rahmen von internationalen Offshore-Projekten notwendig sind.

Weitere Informationen zu den Windenergie-Leistungen von TÜV SÜD gibt es im Internet unter www.tuev-sued.de/windenergie.
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