Stiftung Ettersberg nimmt Arbeit auf - Stiftungsrat konstituiert sich

Matschie: "17. Juni ist Mahnung, Diktaturaufarbeitung fortzusetzen"

(lifePR) ( Erfurt, )
Mit der morgigen Sitzung des Stiftungsrats nimmt die Stiftung "Ettersberg. Europäische Diktaturforschung - Aufarbeitung der SED-Diktatur - Gedenkstätte Andreasstraße" ihre Arbeit auf. Damit ist zugleich die Zusammenführung der Stiftungen "Gedenken - Erinnern - Lernen" mit der international renommierten "Stiftung Ettersberg" abgeschlossen. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Wahl des Vorsitzenden und der Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats. Anschließend ist ein Besuch der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße geplant.

Nach den Worten von Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, verbindet die neue Stiftung die Stärken beider Partner bei der Aufarbeitung der SED-Diktatur und der vergleichenden Forschung europäischer Diktaturen. "Von nun an gehen Erinnerung und wissenschaftliche Aufarbeitung stärker als je zuvor Hand in Hand. Die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße wird als lebendiger Ort der Demokratieerziehung auf hohem fachlichen Niveau dauerhaft abgesichert", so Matschie.

Dass die neue Stiftung am Vortag des Jahrestags des 17. Juni 1953 ihre Arbeit aufnehme, wertet Matschie als Signal, die Aufarbeitung des DDR-Unrechts intensiv fortzusetzen. "Beim Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 haben viele Menschen ihren Wunsch nach Veränderung mit ihrem Leben bezahlt. Wir gedenken der Opfer und ehren ihr Andenken", so Matschie.
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