Matschie: "Landesrechnungshof kann nicht rechnen"

(lifePR) ( Erfurt, )
"Die vom Thüringer Landesrechnungshof geübte Kritik bezüglich der Abordnungen von Lehrern baut auf simplen Rechenfehlern auf. Offensichtlich ist man hier überfordert." Mit diesen Worten reagiert Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, auf die Aussage des Rechnungshofes, insgesamt hätten wegen Abordnungen "1.118 Lehrer ganz oder teilweise nicht für den Unterricht zur Verfügung" gestanden.

Wahr ist, dass im Schuljahr 2007/08 294 Lehrer abgeordnet waren sowie in den Jahren darauf 400 bzw. 424. Matschie: "Diese Zahlen lassen sich keinesfalls Jahr für Jahr addieren. Wenn 20 Schüler eines Jahrgangs vier Jahre lang die Grundschule besuchen, werden daraus auch keine 80 Schüler. Bei den abgeordneten Lehrern gilt das gleiche." Der Minister fügt hinzu: "Aber schon beim Blick auf die Verwaltungsstruktur hätten die Prüfer des Rechnungshofes stutzen müssen." Im Ministerium seien beispielsweise rund 360 Mitarbeiter beschäftigt. "Wo da der Platz für 1.118 angeblich in die Verwaltung abgeordnete Lehrerinnen und Lehrer sein soll, ist völlig schleierhaft."

Der Minister teilt das Ziel, die Abordnungspraxis in Thüringen auf einen vertretbaren Umfang zu senken: "Grundsätzlich brauchen wir auch den Sachverstand aus der Schulpraxis im Ministerium und in der Verwaltung. Deshalb habe ich nichts gegen Abordnungen als solche, aber wir müssen dafür das richtige Maß finden. Deshalb haben wir seit 2009 gegengesteuert." Die Zahl der abgeordneten Lehrer im Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien sei von 62 auf 31 halbiert worden, im Ministerium sei sie von 52 auf 32 reduziert worden. Die restlichen Abordnungen gehören zu den Schulämtern, dazu zählen unter anderem Koordinatoren für die Referendarausbildung, die Weiterbildung von Lehrern, für die Horte oder den Sport. Insgesamt wurden die Abordnungen von Lehrern im aktuellen Schuljahr auf 260 reduziert.
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