Premiere: Tristan XS

Daniel Johansson / Foto: Eric Rossier
(lifePR) ( Essen, )
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Konzertante Szenen aus Richard Wagners „Tristan und Isolde“
Konzeption: Hans-Georg Wimmer. Fassung für Kammerorchester: Armin Terzer
Premiere am Freitag, 2. Oktober 2020, 19:30 Uhr, Aalto-Theater

Als „Gipfel meiner bisherigen Kunst“ bezeichnete Richard Wagner im Dezember 1858 sein damals neues Werk „Tristan und Isolde“. Auf der Aalto-Bühne kommt die Oper nun als „Tristan XS“ zur konzertanten Aufführung. Die Premiere findet am Freitag, 2. Oktober 2020, um 19:30 Uhr statt. Eine alle Grenzen sprengende Liebe wird hier durch eine alle Grenzen sprengende Musik dargestellt und die Handlung von äußeren Vorgängen in das Innenleben der Figuren verlegt. Der legendäre und mysteriöse „Tristan“-Akkord schließlich stößt eine neue Tür in der Klangästhetik auf, und Wagners Musikdrama spaltet die Operngeschichte kategorisch in ein „Davor“ und ein „Danach“. „Du mir einzig bewusst, höchste Liebeslust!“ – diese Erkenntnis aus dem ersten Liebesduett zwischen Tristan und Isolde nimmt das Projekt „Tristan XS“ beim Wort: Alle äußeren Umstände und alle Nebenfiguren sind gestrichen, um einzig das verliebte Paar in den Mittelpunkt zu rücken. Kammermusikalisch reduziert, fokussiert die anderthalbstündige Bearbeitung von Armin Terzer die Handlung auf die großen Monologe und Duette von Tristan und Isolde und schlägt einen pausenlosen Bogen vom sehnsuchtsvollen Orchestervorspiel zu Isoldes verzücktem Liebestod.

In den beiden Titelpartien sind mit Daniela Köhler und Daniel Johansson zwei ausgewiesene Wagner-Experten zu erleben, was sie bereits auf der Aalto-Bühne unter Beweis stellen konnten: Daniela Köhler sang in der Produktion „Der Ring an einem Abend“ die Brünnhilde – eine Partie, mit der sie auch in Wagners „Siegfried“ an der Oper Leipzig glänzen konnte. Daniel Johansson ist vielen noch in bester Erinnerung als Lohengrin in der gefeierten Inszenierung von Tatjana Gürbaca. Als Tristan und Isolde geben sie in Essen nun ihre Rollendebüts. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Tomáš Netopil.

Musikalische Leitung Tomáš Netopil
Tristan Daniel Johansson | Isolde Daniela Köhler
Essener Philharmoniker

Premiere Freitag, 2. Oktober 2020, 19:30 Uhr, Aalto-Theater
Weitere Vorstellungen 11., 21. Oktober; 26. November; 11. Dezember 2020

Karten (Premiere: € 51,00; weitere Termine: So-Do € 34,00 / Fr-Sa € 40,00) sind erhältlich im
TicketCenter (II. Hagen 2, 45127 Essen), unter Tel. 0201 / 81 22-200 sowie per E-Mail unter
tickets@theater-essen.de. Der Vorverkauf über den Webshop sowie über www.eventim.de und externe Vorverkaufsstellen ist aktuell nicht möglich.

Biografien:

Tomáš Netopil (Musikalische Leitung)

ist seit Herbst 2013 Generalmusikdirektor des Aalto-Theaters und der Essener Philharmoniker. Zuvor arbeitete er als Musikdirektor des Prager Nationaltheaters und Ständetheaters. Er studierte Violine und Dirigieren in seiner Heimat Tschechien sowie am Royal College of Music in Stockholm. Im Laufe seiner Karriere dirigierte er Premieren u. a. an der Deutschen Oper Berlin, Semperoper Staatsoper Dresden, Bayerischen Staatsoper München, der Opéra national de Paris und an der Wiener Staatsoper. Am Aalto-Theater war er u. a. für die musikalische Leitung von „The Greek Passion“, „Elektra“, „Rusalka“, „Lohengrin“, „Die verkaufte Braut“, „Salome“, „Der Freischütz“, „Così fan tutte“ und „Pique Dame“ verantwortlich. Tomáš Netopil ist ständiger Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie.

Daniel Johansson (Tristan)

studierte an der Königlichen Musikhochschule Stockholm. 2007 gewann er den 1. Preis beim Gösta-Winbergh-Wettbewerb und 2012 ebenfalls den 1. Preis der Wilhelm Stenhammar International Music Competition. Der schwedische Tenor sang Partien wie Tamino („Die Zauberflöte“) und Rodolfo („La Bohème“) an der Königlichen Oper Stockholm sowie Tamino, Rodolfo und Macduff („Macbeth“), Ein Steuermann („Tristan und Isolde“), Telemaco („Il ritorno d'Ulisse in patria“), Alfred („Die Fledermaus“) und Narraboth („Salome“) an Den Norske Opera in Oslo, Alfredo Germont („La Traviata“) am Grand Théâtre de Genève, Tamino am Palau de les Arts Reina Sofia in Valencia, Pinkerton („Madama Butterfly“) an der Opera Hedeland in Dänemark und Nemorino („Der Liebestrank“) an der Oper in Göteborg. Außerdem war er als Rodolfo an der Finnischen Nationaloper in Helsinki, als Pinkerton, Alfredo Germont und Ein Sänger („Der Rosenkavalier“) an der Königlichen Oper in Stockholm, Don José („Carmen“) in Oslo sowie als Hoffmann („Les Contes d’Hoffmann“) bei den Bregenzer Festspielen zu erleben. In der Saison 2015/2016 war Daniel Johansson als Don José erstmalig an der Semperoper Dresden zu erleben und gab 2016/2017 in der gleichen Partie an der Deutschen Oper Berlin sein Hausdebüt.

Die aktuellsten Engagements umfassen Auftritte als Fritz („Der ferne Klang“) und Don José („Carmen“) an der Königlichen Oper Stockholm, Apollon/Dionysos („Orest“) an der Wiener Staatsoper, Matteo („Arabella“) an der San Francisco Opera sowie Hoffmann („Les Contes d’Hoffmann“) und Lohengrin an der Deutschen Oper Berlin. Außerdem sang er Cavaradossi („Tosca“) am Opernhaus in Oslo, am Musiktheater Malmö und an der Oper Stockholm. Er sang Siegmund („Die Walküre“) am Theater an der Wien und Graf Loris Ipanoff („Fedora“) in Stockholm. Außerdem war er als Narraboth („Salome“) und Froh („Das Rheingold“) an der Semperoper Dresden zu erleben. Daniel Johansson ist auch auf dem Konzertpodium sehr gefragt und hat in vielen konzertanten Aufführungen gesungen, darunter u. a. in „Fidelio“ mit dem Schwedischen Kammerorchester, in „Tristan und Isolde“ mit dem Schwedischen Radio-Sinfonieorchester und dem Orchestre de Paris sowie in „Oedipus Rex“ in Stockholm und Brüssel ebenfalls mit dem Schwedischen Radio-Sinfonieorchester. Bei der Eröffnung des neuen Konzerthauses in Kopenhagen sang er Mozarts „Krönungsmesse“ unter Adam Fischer. Am Aalto-Theater war er bereits in der Titelpartie von „Lohengrin“ zu erleben.

Daniela Köhler (Isolde)

studierte Gesang in Stuttgart bei Prof. Julia Hamari und Prof. Bernhardt Jäger-Böhm, sowie an der Musikhochschule Karlsruhe bei Prof. Ingrid Haubold. Sie war Stipendiatin der Zonta Karlsruhe, des Lions Club Karlsruhe-Durlach und des Richard-Wagner-Verbands Baden-Baden. 2010 gewann sie den 1. Preis bei der International Vocal Competition in 's-Hertogenbosch, außerdem nahm sie an diversen Meisterkursen, zum Beispiel bei KS Brigitte Fassbaender und bei Stephen Gould im Sommer 2017 in Bayreuth teil. Von 2007 bis 2009 war die junge Sopranistin zunächst Mitglied am Opernstudio des Badischen Staatstheaters Karlsruhe und ist dem Haus seitdem sehr eng verbunden. Ihr Debüt als Helmwige in „Die Walküre“ gab sie 2014 am Gran Teatre del Liceu Barcelona unter der Leitung von Josep Pons. Gastengagements in dieser Rolle an der Oper Leipzig und der Bayerischen Staatsoper unter der Leitung von Kirill Petrenko folgten. Anfang 2017 war sie in München als Vierte Magd („Elektra“) zu erleben. In der Saison 2017/2018 sang sie erneut Helmwige in München und Leipzig und wurde in Leipzig als Sieglinde gefeiert. Ihr Repertoire umfasst außerdem Partien wie Marianne Leitmetzerin, Gerhilde, Leonore („Fidelio“), Gertrud („Hänsel und Gretel“), Erste Dame („Die Zauberflöte“), Julia („La Vestale“) und Norma.

Bei den Bayreuther Festspielen 2018 war sie als Sieglinden-Cover engagiert und übernahm alle Brünnhilde-Partien in der Bayreuther Kinderoper „Der Ring des Nibelungen“. In der Saison 2018/2019 singt sie die Brünnhilde in Loriots „Ring an einem Abend“ am Staatstheater Mainz und übernimmt an der Oper Leipzig die Partie der Leitmetzerin in der Wiederaufnahme „Der Rosenkavalier“. Im Frühjahr 2019 war sie mit den Bayreuther Festspielen auf Tour in Abu Dhabi, wo sie Sieglinde in „Die Walküre“ verkörperte unter der Regie von Katharina Wagner und der musikalischen Leitung von Markus Poschner. Außerdem wird sie wieder die Sieglinde in „Die Walküre“ singen und in Leipzig als Brünnhilde („Siegfried“) debütieren.
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