Mittwoch, 20. September 2017


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Am Montag wird entschieden - vielleicht...

Bielefeld, (lifePR) - Die Europäische Arbeitszeit-Richtlinie: Wird sie am Montag neu gefasst? Die Arbeits- und Sozialminister der EU haben sie - mal wieder - auf der Tagesordnung. Schon mehrfach ist eine Änderung vor allem am Widerstand von Deutschland und England gescheitert. Nun haben sich jedoch die Standpunkte angenähert, wird aus gut unterrichteten Kreisen berichtet.

Es geht vor allem um die Bereitschaftsdienste und die wöchentliche Höchstarbeitszeit. Zur Diskussion steht die Festlegung auf 60 oder 65 Stunden pro Woche; letzteres verlangen die Briten. Die Bereitschaft soll in aktive und inaktive Bereitschaft aufgeteilt werden, wobei die inaktive Zeit nicht als Arbeitszeit angerechnet werden soll.

Vor allem die Ärzte sind davon betroffen. Der Marburger Bund fordert die Bundesregierung auf, sich weiterhin gegen eine Änderung der aktuellen Rechtslage auszusprechen - hatte sich jedoch selbst in den vergangenen Tarifverhandlungen relativ wenig zur Verkürzung der Ärzte-Arbeitszeit engagiert. Außerdem: Aktuelle Umfragen und Einblicke in die Praxis belegen immer wieder, dass sich die deutschen Kliniken nur selten an rechtliche Vorgaben halten...

Es wäre jedenfalls wünschenswert, dass die EU endlich eine Entscheidung trifft, damit rechtlich endlich wieder auf sicherem Boden agiert werden kann. Ob sich dann jemand an die Gesetze hält, ist eine ganz andere Frage... Wir werden in der ZeitSchrift weiter über das Thema berichten.
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