Montag, 29. Mai 2017


»Lange Nacht der Wissenschaften« am 14. Juni 2008 an der Technischen Fachhochschule Wildau mit 23 Themengebieten

Forschungshighlights und Trends aus zukunftsweisenden Ingenieur- und Managementdisziplinen

(lifePR) (Wildau, ) Zur klügsten Nacht des Jahres in der Hauptstadtregion am 14. Juni 2008 bietet die Technische Fachhochschule Wildau erneut ein stark erweitertes und vielschichtiges Spektrum an naturwissenschaftlichen, ingenieurtechnischen und wirtschaftswissenschaftlichen Vorträgen, Demonstrationen und Experimenten. Interessenten jeden Alters können sich über das attraktive Studienangebot in Ingenieur- und Managementdisziplinen informieren und einen Blick hinter die Kulissen der faszinierenden Welt der angewandten Forschung und Entwicklung werfen: ob Schüler, die noch auf der Suche nach ihrem späteren Berufsziel sind, Berufstätige, die wissen wollen, was sich in ihrem Arbeitsumfeld durch Forschung und Entwicklung demnächst an Veränderungen vollzieht, oder Pensionäre, die sich auch im Alter geistig fit halten wollen.

Vorgestellt werden Trends aus Physik und Chemie, Biochemie und Biologie, Biomedizin und Biotechnologie, Informatik und Telematik, Maschinenbau und Konstruktionslehre, Luftfahrttechnik und Weltraumforschung, Materialforschung, Medizin und Medizintechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Energie- und Umwelttechnologien, Geophysik und Archäologie. Zudem zeigt das Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum verborgene Schätze der digitalen Bibliothek. Darüber hinaus haben die Besucher die Möglichkeit, eine Malereiausstellung der Berliner Künstlerin Gisela Przywecki an der TFH Wildau zu besichtigen, die dem 30. Jahrestag des ersten Weltraumflugs eines Deutschen, des Kosmonauten Sigmund Jähn, gewidmet ist.

Offizieller Beginn für die »Lange Nacht der Wissenschaften« auf dem Campus Bahnhofstraße ist 17.00 Uhr. Bis nach Mitternacht können sich die Besucher zum Beispiel über neue Technologien für die Wohnumwelt informieren, die den eigenen Geldbeutel und das Klima schonen. Das Zauberwort heißt »Wohntelematik« und ist sowohl für junge Familien als auch für Senioren interessant. Ein TFH-Team der um die Telematik-Professorin Dr. Birgit Wilkes hat gemeinsam mit der Deutschen Telematikgesellschaft ein Konzept für energiesparende Maßnahmen unter Einsatz moderner Sensortechnik entwickelt, das unter anderem eine nutzungsabhängige elektronische Heizungs-, Strom- und Lichtsteuerung ermöglicht.

Telematik wird aber nicht nur am Boden praktiziert, sie geht auch in die Luft. An der TFH Wildau entwickelte und mit Datenerfassungstechnik sowie Informations- und Kommunikationssystemen ausgestattete Drohnen bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel in der luftgestützten Überwachung von Anlagen oder Geländen, zur kartographischen Erfassung von Bodenarealen, als Such-Drohne für Noteinsätze oder »Fliegendes Auge« für Sicherheitskräfte. Ein mit vier Rotoren ausgestatteter, ferngesteuerter Quadrokopter macht Video-Aufnahmen aus der Luft, die drahtlos an eine Bodenstation übertragen werden. Von dort können auch die Flugbahn und verschiedene technische Parameter des Flugobjektes verfolgt werden.

Einen besonderen Schwerpunkt bilden auch in diesem Jahr wieder die Forschungen auf dem Gebiet der Biotechnologie. So befasst sich ein Vortrag mit den achtbeinigen »Bärtierchen«. Ihren deutschen Namen verdanken die meist weniger als einen Millimeter kleinen Lebewesen, die weltweit in Gewässern und Feuchtgebieten vorkommen, ihrer tapsig wirkenden Fortbewegungsweise. Wegen einer besonderen Eigenschaft, der Kryptobiose, stehen sie im Mittelpunkt eines Forschungsprojektes von Prof. Dr. Marcus Frohme und seiner Mitarbeiter: Bei Trockenheit trocknen auch sie vollständig aus und können in diesem Zustand lange Zeit verharren, ohne zu sterben. Sobald die Tiere mit Wasser in Berührung kommen, erwachen Sie wieder zum Leben.

In dem Vortrag »Der DNA auf der Spur: Unterschiedliche Detektionsstrategien zum Nachweis von Nucleinsäuren« gehen Forscher um Prof. Dr. Fred Lisdat Veränderungen oder Defekten im Aufbau der menschlichen Erbsubstanz auf den Grund. Sie stellen neue Verfahren der Analytik vor, die gegenüber den herkömmlichen weniger kostenintensiv, schneller und mit geringerem instrumentellem Aufwand ablaufen. Später sollen daraus Methoden für die Diagnostik und Therapie von bisher nicht heilbaren Krankheiten abgeleitete werden. Besucher haben die Möglichkeit, verschiedene Techniken kennenzulernen und Messzellen persönlich in Augenschein zu nehmen.

Ein besonderes Highlight bietet auch die Materialforschung: Ein internationales Netzwerk um den TFH-Hochschullehrer Prof. Dr. Behrendt hat ein großtechnisches Verfahren entwickelt, um aus Reststoffen der Kunststoffproduktion hochwertige Isolationsmaterialien für unterschiedliche Anwendungszwecke herzustellen. Diese kommen in der Wärmedämmung an Gebäuden, in Kühlhäusern sowie bei der Ummantelung von Heiztrassen oder Ölpipelines zum Einsatz. Bisher waren solche Reststoffe der Wiederverwertung nicht zugänglich und mussten kostenpflichtig entsorgt werden.

Insgesamt stehen zur »Langen Nacht der Wissenschaften« an der TFH Wildau Vorträge und Experimente in 23 Themengebieten auf dem Programm. Die Details können im Internet unter www.tfh-wildau.de abgerufen werden. Besucher gelangen bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Wildauer Wissenschaftsschau. Der Campus befindet sich direkt am S-Bahnhof Wildau. Außerdem verfügt das Gelände über ausreichend Parkplätze.
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