Neue Studie über Zusammenhänge zwischen Corona und 5G

Richard Neubersch: "Studie basiert auf fehlerhafte Statistikauswertungen"

(lifePR) ( Grellingen, )
Bartomeu Payeras i Cifre ist Biologe mit dem Spezialgebiet Mikrobiologie. Anfang Mai berichtete die Presse über eine Studie des Wissenschaftlers, die nachweist, dass Corona-Fälle besonders zahlreich in Gebieten vorliegen, in denen bereits 5G-Netze existieren. Das Original der Studie finden Sie hier.

In seiner Studie, die von Claire Edwards ins Englische übersetzt wurde und hier zu finden ist, beruft er sich hauptsächlich auf Covid-19 Fälle in Spanien, Italien und San Marino. Er vergleicht die Häufigkeit der Fälle mit denen der Nachbarländer Portugal und Griechenland, stellt fest, dass dort weniger Infektionen vorliegen und 5G-Netze fehlen.

Stark vereinfacht ist dies die Aussage der Studie.

Wir haben Richard Neubersch von der Schweizer Firma Swiss Harmony International gefragt, für wie zuverlässig und aussagekräftig er diese Studie hält. Seine Antwort:

"Diese Studie basiert auf fehlerhafte Statistikauswertungen. Und dies gleich in doppelter Hinsicht. Erstens weist der Wissenschaftler zwar daraufhin, dass die gemeldeten Fallzahlen nicht real und vergleichbar sind, weil die Verteilung der Testausrüstung regional sehr unterschiedlich ist, benutzt sie allerdings trotzdem für seine Studie. Laut seiner Meinung sei das zulässig, weil er nicht die tatsächlich gemessenen Infektionen zugrunde legt, sondern den prozentualen Wert in Relation zur Gesamtbevölkerung. Ich bin zwar kein Statistiker, doch dieser grundsätzliche Fehler ist selbst für mich offensichtlich.

In anderer Hinsicht begeht er insofern einen drastischen Fehler, weil er ausser Acht lässt, dass Länder wie zum Beispiel Brasilien und Indien kein aktives 5G-Netz haben, jedoch unverhältnismäßig hohe Infektionszahlen zeigen. In meinen Augen ist diese Studie mit der Absicht entstanden, Zusammenhänge nachweisen zu wollen, statt objektiv hinzuschauen."

 
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