Sonntag, 24. September 2017


Stiftung Schloss Dyck erhält internationale Auszeichnung in Portugal

Jüchen, (lifePR) - Am 1. Juli wurde die Stiftung Schloss Dyck im Rahmen des Festival Terras sem sombra in Sines im portugiesischen Alentejo unter anderem für ihr Engagement zur Gartenkultur in Europa ausgezeichnet.

Alljährlich wird im Rahmen des Musikfestivals Terras sem sombra der „Prémio international terras sem sombra“ in jeder der drei Kategorien „Förderung der Musik“, „Aufwertung des kulturellen Erbes“ und „Erhaltung der biologischen Vielfalt“ verliehen. Empfänger dieser internationalen Auszeichnung kann sowohl eine Person als auch eine Institution sein. In diesem Jahr ging die Auszeichnung in der Kategorie „Erhaltung der biologischen Vielfalt“ an die Stiftung Schloss Dyck.

Die Entscheidung fiel in einer hochkarätig besetzten internationalen Jury, zu der unter anderem Graf Amalio-Joaquín de Marichalar zählte, der bereits verschiedene UN-Umweltgipfel mit vorbereitet hat und im Kuratorium der European Environment Foundation (EEF) ist.  Ebenso Prof. António Lamas, der ehemalige Präsident des Verwaltungsrats der Weltkulturerbe-Stätte Parques de Sintra (Monte da Lua, Portugal), der die Laudatio für die Stiftung Schloss Dyck gehalten hat.

Die diesjährige Auszeichnung basierte auf dem Grundgedanken, dass, im Rahmen des Strukturwandels, Gartenkunst und Landschaftskultur als ein Schlüsselinstrument zur struktur- und tourismuspolitischen Stärkung von Städten und Regionen gesehen werden können und Parks und Gärten meist Orte mit hoher Biodiversität sind.

Die Stiftung Schloss Dyck hat diesem Grundgedanken auf dreifache Weise Rechnung getragen:

Zunächst durch die Entwicklung einer als Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur gegründeten Stiftung, die historische Gärten und Kulturlandschaften mit aktuellen Themen der Landschaftskultur und des Städtebaus, also Kultur und Umwelt, erlebbar miteinander verbindet und sich dank geeigneter Konzepte nach einer Anschubfinanzierung seit einigen Jahren im Betrieb weitestgehend finanziell selbst trägt.

Darüber hinaus ist es der Stiftung Schloss Dyck als Träger des Europäischen Gartennetzwerkes oder European Garden Heritage Network (www.eghn.eu) gelungen, ein europäisches Netzwerk für Parks und Gärten aufzubauen, welches hilft, den Erhalt und die Entwicklung von Parks und Gärten langfristig zu sichern und aufzeigt, welche Bedeutung sie für die europäischen Regionen haben. Inzwischen ist die Stiftung Schloss Dyck mit dem wachsenden Netzwerk in rund 190 Gärten in 14 europäischen Ländern, auch in Portugal, aktiv.

Und last but not least honoriert die Auszeichnung die wissenschaftliche Zusammenarbeit der Stiftung mit der RWTH Aachen im Rahmen des berufsbegleitenden Masterstudiengangs „Redevelopment/Design und Management“, bei dem es um die Flächen- und Bestandsentwicklung vormals industriell genutzter Areale geht.

Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Festaktes mit attraktivem Rahmenprogramm am 1. Juli im südlich von Lissabon gelegenen Sines statt. Die Auszeichnung für die Stiftung Schloss Dyck wurde vom Vorstand der Stiftung, Jens Spanjer, persönlich in Empfang genommen.
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Stiftung Schloss Dyck

Die Stiftung Schloss Dyck ist als Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur eine in Nordrhein-Westfalen einmalige Institution, die die historischen Gärten und Kulturlandschaften mit aktuellen Themen der Landschaftskultur und des Städtebaus erlebbar miteinander verbindet. Zurückblickend auf eine fast 1000-jährige Geschichte der Fürsten und Altgrafen zu Salm-Reifferscheidt-Dyck suchte die Erbin des Hauses, Gräfin Marie Christine Wolff Metternich, in den 90er Jahren nach einer Nutzung, die den Fortbestand der für das Rheinland bedeutenden Schlossanlage sichern sollte. Nach einer Konzeption des Landschaftsverbandes Rheinland wurde 1999 die Stiftung Schloss Dyck als Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur gegründet.

Das erforderliche Stiftungskapital wurde vom Landschaftsverband Rheinland, dem Rhein-Kreis Neuss, der Gemeinde Jüchen und der Sparkasse Neuss eingebracht. Das Land NRW beteiligte sich über eine Förderung an den Rhein-Kreis Neuss an der Stiftungsgründung. Gräfin Metternich brachte die Schlossanlage sowie den englischen Landschaftsgarten in die Stiftung ein. Die Kosten der aufwendigen Sanierung der großen Wasserschlossanlage und der Erweiterung des bedeutenden Landschaftsparks mit neuen Gärten wurden in erster Linie vom Land NRW und vom Rhein-Kreis Neuss getragen. Darüber hinaus erfolgen Finanzierungen von Ausstellungen, einzelnen Sanierungsmaßnahmen und Projekten wie das von Schloss Dyck geleitete Europäische Gartennetzwerk über die Europäische Union, den Bund, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Kunststiftung NRW, die Stiftung Kulturpflege und Kulturförderung der Sparkasse Neuss sowie die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Hinzu kommt ein Engagement aus der Wirtschaft für die Anlage und Pflege einzelner Gärten, für die Finanzierung des Kulturprogramms und für den Aufbau eines wissenschaftlichen Instituts.

In den vergangenen Jahren hat sich mit Hilfe der getätigten Anschubfinanzierungen eine sich selber tragende Stiftung entwickelt. Die Entwicklung neuer Gärten seit der Landesgartenschau 2002, die Fertigstellung der Ausstellungsbereiche 2003, die Gründung eines internationalen Instituts für Gartenkunst und Landschaftskultur 2005 und nicht zuletzt der Eröffnung eines von Schloss Dyck geleiteten europäischen Gartennetzwerkes im Jahr 2006 waren wichtige Schritte auf dem Weg dorthin.

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