Sonntag, 19. Februar 2017


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Steinbeis Temming kündigt neue Großinvestition in Glückstadt an

(lifePR) (Glückstadt, ) Der europaweit führende Hersteller von Recyclingpapieren Steinbeis Temming Papier stellt den Ausbau seines Standorts in Glückstadt mit dem Bau einer neuen Energieerzeugungsanlage mit Kraft-Wärme-Kopplung in Aussicht.

Nach Inbetriebnahme einer neuen Altpapieranlage im Jahr 2005 (lnvestitionsvolumen 45 Mio. €) soll jetzt auf dem Betriebsgelände ein hochmodernes Kraftwerk zur Produktion von Dampf und Strom (Investitionsvolumen ca. 100 Mio. €) entstehen. Für den RecyclingpapierhersteIler ist das ein wichtiger Schritt in Richtung energiewirtschaftlicher Unabhängigkeit und ein wesentlicher Baustein für die Errichtung und Inbetriebnahme einer neuen Papiermaschine. Gleichzeitig unterstreicht das Unternehmen mit dem Projekt sein Engagement im Bereich Klimaschutz.

"Wir haben das Ziel einer neuen Papiermaschine nach wie vor fest vor Augen", sagt Michael Söffge, Sprecher der Geschäftsführung von Steinbeis Temming Papier. Die notwendigen Genehmigungen für den Bau der Papiermaschine liegen seit 2002 vor. "Mit entsprechend großem unternehmerischen Ehrgeiz und in konsequenten Etappen arbeiten wir seither an der Projektumsetzung. Die neue Altpapieranlage, der Kauf des zusätzlichen Geländes und die Entscheidung für den Kraftwerksbau sind die qualitative Basis für weiteres Wachstum am Standort Glückstadt", so Michael Söffge.

Insgesamt rechnet das Unternehmen mit mehr als 100 zusätzlichen Arbeitsplätzen, die durch die geplante Papiermaschine entstehen werden. Unabhängig davon werden bereits während der über zweijährigen Bauphase des Kraftwerkes täglich 50 bis 80 und in Spitzenzeiten bis zu 250 Handwerker beschäftigt sein. Baubeginn für das Kraftwerk soll Ende 2007 sein. Die lnbetriebnahme ist für Anfang 2010 vorgesehen.

Für den Kraftwerksbau liegt die Genehmigung bereits seit 2003 vor. Mit einer jüngst erteilten Änderungsgenehmigung wurden die damaligen Pläne aktualisiert und den heutigen Verhältnissen angepasst. Die Planung sieht ein so genanntes zirkulierendes Wirbelschichtverfahren vor, die derzeit fortschrittlichste Kraftwerkstechnik. Die Emissionen bei diesem Verfahren liegen deutlich unterhalb der strengen gesetzlichen Vorschriften (17. BIMSCHG).

In einer Erklärung der Geschäftsführung nennt Steinbeis Temming Papier die zentralen Argumente für die neuerliche Großinvestition:

- Mit der Kraftwerkserweiterung steigt die Eigenstromerzeugung um 40 % auf einen Deckungsgrad von 50 %. Das Unternehmen macht sich damit deutlich unabhängiger von weiter steigenden Energiepreisen.

- Der hohe biogene Anteil im Ersatzbrennstoff ermöglicht eine Klima schonende Energieerzeugung. Die C02-Emissionen können dadurch um bis zu 50 % gegenüber herkömmlichen Kraftwerken verringert werden. Zugleich werden durch die thermische Verwertung von Reststoffen des Unternehmens und die Verwertung von Ersatzbrennstoffen aus Standortnähe (nunmehr durch das gesetzgeberische Bemühen um Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz gefordert) Deponieraum geschont und Kosten gesenkt.

- Das Kraftwerk, das zu den modernsten seiner Art gehören wird, versetzt Steinbeis Temming in die Lage, die C0 Emissionen zu verringern und damit die gesetzlichen Anforderungen der TA Luft frühzeitig zu erfüllen.

- Zur Wahrung der langfristigen Ziele von Steinbeis Temming Papier erfolgt die Finanzierung des Projekts aus der Steinbeis Unternehmensgruppe heraus. Die "Heizkraftwerk Glückstadt GmbH" wird das Projekt als Bauherr und Projektbetreiber umsetzen und übernimmt die gesellschaftsrechtliche Führung. Dadurch wird die Finanzierungskraft von Steinbeis Temming Papier geschont. Die finanziellen Ressourcen bleiben für Investitionen in das Stammgeschäft erhalten.

"Insgesamt bietet dieses Projekt", so Michael Söffge, "die einzigartige Chance, die Wettbewerbsfähigkeit von Steinbeis Temming am Standort Glückstadt nachhaltig zu verbessern.
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