Rubner Holzbau für Stromversorger Enel: Die erste der beiden größten Holzkuppeln Europas erhebt sich nun über die Stadt Brindisi

Ansicht der Kuppeln, die den aktuellen Stand des Montagefortschritts zeigt (Bild: Rubner Holzbau)
(lifePR) ( Kiens, )
Die zwei Brettschichtholzkuppeln, die das Unternehmen Rubner Holzbau derzeit für die Kohlelager des Kraftwerks "Federico II" des größten italienischen Stromversorgers ENEL in Brindisi errichtet, sind europaweit einzigartig in ihrer Dimension. Die erste Kuppel wurde Mitte September fertiggestellt. Sie hat einen Durchmesser von 143 Metern und eine Fläche von 22.000 m². Nun treibt Rubner Holzbau die Montage der zweiten Kuppel zügig voran und plant ihre Fertigstellung noch in diesem Jahr.

Eine Herausforderung für das Südtiroler Unternehmen der Rubner-Gruppe, der europäischen Nummer 1 auf dem Gebiet der Konstruktion öffentlicher, gewerblicher und privater Gebäude aus Brettschichtholz: Die schiere Größe der in präziser Maßarbeit zu errichtenden Kuppeln und die zeitlich und logistisch anspruchsvolle Montageleistung - für beide Tragwerke zusammen werden immerhin knapp 3.100 m³ Brettschichtholz sowie 44.000 m² Brettsperrholz 384 t Stahl verbaut. Dabei zeichnet Rubner nicht nur für die statische Tragwerksplanung, die Herstellung, die Transportlogistik und die Montage unter Einhaltung sämtlicher aktuell geltender Normen und Bestimmungen verantwortlich. Das Komplettpaket umfasst auch die Planung der gesamten Eindeckung, der Fluchttreppen und Fluchtstege, des natürlichen Belüftungssystems und der elektrischen Anlage.

9 Monate nach Erhalt des Auftrags im Dezember vergangenen Jahres hat Rubner Holzbau nun die erste der beiden Kuppeln fertiggestellt. Diese dienen - im Rahmen eines Plans zur Milderung der Umwelteinflüsse und Verbesserung der Anlageneffizienz bei ENEL - zur Überdachung der Kohlelager des Kraftwerks. Die Ausführung auf höchstem Niveau ist sowohl der außerordentlichen Flexibilität des Rohstoffs Holz zu verdanken als auch der großen Erfahrung des Südtiroler Unternehmens mit Großprojekten in Holzbauweise.

Auch die zweite Kuppel ist bereits im Bau mit 143 Metern Durchmesser und eine Höhe von 46 m bzw. 49 Meter am höchsten Punkt. Was sie am stärksten vom Bau der ersten Kuppel unterscheidet, ist die Koordination mit den anderen Unternehmen, die auf der Baustelle tätig sind, sowie eine weitere Optimierung der Ausführungszeiten: Der von Rubner Holzbau derzeit festgelegte Zeitplan sieht vor, dass der zweite Kuppelbau schon bis Mitte Dezember abgeschlossen und übergeben werden kann.

Dank einer sorgfältigen Zeit- und Projektplanung, der Optimierung der Produktionsabläufe und der präzisen Abwicklung aller Montage-Phasen, die von erfahrenen Ingenieuren koordiniert wurden, konnte die komplette Realisierung des Gewerks bis ins kleinste Detail vorherbestimmt werden. Dadurch ließen sich Verzögerungen während der Arbeiten auf ein Minimum reduzieren. Das veranschaulicht einer der beteiligten Monteure: "Um Balken in über 50 m Höhe sicher zu handhaben", so Montagevorarbeiter Ulrich Ladstätter "oder einen Stahlrahmen passgenau einzufügen, ist höchste Präzision und vor allem perfekte Teamarbeit notwendig. Da muss sich jeder auf jeden verlassen können, alle Handgriffe müssen routiniert, aber eben auch absolut kontrolliert erfolgen. Detaillierte Maßarbeit verlangte beispielsweise der Einbau der letzten 5 Balken am Giebel der Kuppel. Das ist ein sensibler Vorgang, denn selbst bei einer geringsten Ungenauigkeit würde sich die Kuppel nicht hundertprozentig schließen lassen. Aus diesem Grund mussten vor der Montage nochmals vor Ort alle Maße geprüft werden - sie erwiesen sich als auf den Millimeter genau, und wir konnten diesen wichtigen Arbeitsschritt ohne Probleme rasch abschließen. Dass es gelungen ist, ein so ehrgeiziges Ziel zu erreichen, ist vor allem auch der Fachkompetenz der Techniker von Rubner Holzbau im Werk Brixen zu verdanken."

Brettschichtholz ist eines der innovativsten Materialien für die Realisierung von großen Bauprojekten. Seine Eigenschaften und die enorme Flexibilität der fortschrittlichen Technologien, die in dieser Branche zur Anwendung kommen und auch die Verwirklichung gewagt erscheinender architektonischer Ideen gestatten, überzeugten die Entscheider bei ENEL - insbesondere auch im Hinblick auf die pünktliche Fertigstellung des Projekts durch Rubner Holzbau. Und die nachhaltige Verwendung von Holz fügt sich ideal in die Intention von ENEL, den Standort zu einem Musterprojekt der zeitgemäßen Stromerzeugung zu machen: "Wir bemühen uns ständig darum, dass sich unser ENEL-Kraftwerk "Federico II" in Brindisi auf internationaler Ebene als "Best Practice" erweist, und der Bau überdachter Kohlelager geht genau in diese Richtung", sagt Produktionsleiter Francesco Bertoli. "In den letzten Jahren haben wir in dem Kraftwerk beachtliche Investitionen getätigt, um es zu einem Zentrum technologischen Fortschritts zu machen und auch - dank der spürbaren Verminderung der Umweltbelastung - zur Entwicklung des Gebiets beizutragen. Wir sind stolz darauf, in unserem Kraftwerk Techniker und Wissenschaftler von internationalem Ruf zu Gast zu haben: Sie kommen aus aller Welt nach Brindisi, um sich mit den modernsten Technologien vertraut zu machen, die auf dem Gebiet der nachhaltigen Energieproduktion aus Kohle zur Verfügung stehen."

Projektpartner:

Auftraggeber: Enel Produzione SpA
Hauptprojekt: Enel Ingegneria e Ricerca SpA
Planung
Holzbauten: Rubner Holzbau SpA, Brixen (I)
H. E. Lüning Adviesbureau voor technische houtconstructies B.V.
Doetinchem (NL)

Test im Windkanal: Peutz bv Zoetermeer (NL)

Tests an den Knotenpunkten: Universität Trient
Fakultät für Ingenieurswesen
Testlabor für Materialien und Strukturen

KIT
Versuchsanstalt für Stahl, Holz und Steine
Holzbau und Baukonstruktionen

Bauausführung: Rubner Holzbau SpA, Brixen (I)

www.holzbau.rubner.com
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