"Feuerrauch. Die Vernichtung des griechischen Dorfes Lyngiádes am 3. Oktober 1943": Vortragsveranstaltung im Regionshaus

Veranstaltung der Gedenkstätte Ahlem

Christoph Schminck Gustavus Athen 2013 (Foto: privat)
(lifePR) ( Hannover, )
Wie aus heiterem Himmel brannten deutsche Wehrmachtssoldaten am 3. Oktober 1943 ein griechisches Bergdorf nieder, töteten Frauen, Alte, Babys. Der Rechtshistoriker Prof. Dr. Christoph Ulrich Schminck-Gustavus reiste an den Ort, der noch heute vom Schrecken gezeichnet ist. Er hat die letzten Überlebenden des Massakers gefunden, ihre Berichte aufgezeichnet und Archive gesichtet: die Rekonstruktion eines erschütternden Verbrechens und seiner juristischen Verleugnung. Auf Einladung der Gedenkstätte Ahlem berichtet Prof. Dr. Schminck-Gustavus am Donnerstag, 16. Oktober 2014, über die Vernichtung des Dorfes Lyngiádes. Sein Vortrag im Haus der Region, Hildesheimer Straße 18, 20169 Hannover, beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Wegen der angeblichen Unterstützung von Partisanen fielen während des Zweiten Weltkriegs Hunderte von Dörfern auf dem Balkan so genannten Sühnemaßnahmen zum Opfer. Weil deutsche Gerichte sich später die Rechtfertigung der Täter zu eigen machten und das Massaker von Lyngiádes als "Kampf gegen Partisanen" einstuften, wurde das Kriegsverbrechen nicht verfolgt. Deutschland und Griechenland haben die Opfer für ihr Leiden nie entschädigt.

Christoph Ulrich Schminck-Gustavus, geboren 1942, Professor für Rechts- und Sozialgeschichte an der Universität Bremen (1974-2007), verfasste zahlreiche Bücher zu Kriegsschicksalen im Zweiten Weltkrieg, die auch in Italien, Polen und Griechenland erschienen sind.
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