Pflanzenschutz in Wintergärten – auf Nützlinge setzen!

Biologischer Pflanzenschutz

Wolllaeuse (lifePR) ( Ruhwinkel, )
Langsam und unaufhaltsam nähert sich der Herbst und bringt deutlich niedrigere Temperaturen mit – es ist Zeit, die Kübelpflanzen wie Oleander, Engelstrompete, Bougainvillea, Kartoffelstrauch und Co ins Trockene zur Überwinterung zu holen, damit sie auch im kommenden Jahr wieder ihre prachtvollen Blüten präsentieren.

Honigtau – süßer Nährboden für Pilze

Spätestens dann, wenn erste klebrige Beläge, sog. Honigtau, auf den Blättern sichtbar wird, ist klar: huckepack auf den Pflanzen wurden Schädlinge gleich mit eingewintert. Doch gibt es auch Nützlinge, um sie biologisch zu bekämpfen?

Für die meisten der von re-natur angebotenen Nützlings-Arten liegt der Wohlfühlbereich bei mehr als 15 °C; bei tieferen Temperaturen können sie sich nicht ausreichend vermehren und ihrer Beute effektiv nachstellen. Weil die Überwinterung der Kübelpflanzen aber in der Regel bei Temperaturen zwischen 5 °C und 15 °C stattfindet, können nur wenige Nützlings-Arten zur Schädlingsbekämpfung einsetzt werden.

Blattlauslöwen gegen Wollläuse, Schildläuse und Co

Typische Schädlinge an überwinternden Pflanzen und Verursacher des Honigtaus sind Wollläuse, Napfschildläuse und manchmal auch Blattläuse. Gegen diese Schädlinge werden Marienkäfer, Schlupfwespen und Florfliegenlarven zur Bekämpfung eingesetzt, wobei die beiden erstgenannten Temperaturen oberhalb 15 °C benötigen. Die hungrigen Florfliegenlarven, die auch „Blattlauslöwen“ genannt werden, jagen bereits ab 8 °C nach Beute und vertilgen alles, was sie überwältigen können – manchmal sogar ihre Artgenossen.

Trauermücken fühlen sich wohl, wenn Pflanzen zu feucht gehalten werden. Während die erwachsenen Trauermücken eher lästig sind, fressen deren Larven in der Erde an Wurzeln und können massiven Schaden anrichten. Sie lassen sich gut und einfach mit Fadenwürmern biologisch bekämpfen: die ausschließlich Insektenlarven befallenden Nematoden werden mit dem Gießwasser ausgebracht. Sie jagen dann im Boden nach den Trauermücken-Larven und töten sie ab.

Klettern die Temperaturen im Wintergarten im Laufe des Frühjahrs wieder auf mehr als 15 °C, können auch weitere Nützlinge gegen Spinnmilben, Thripse und Co eingesetzt werden. Dabei spielen Raubmilben eine wichtige Rolle, die ihre volle Leistung aber erst oberhalb von 20 °C erreichen.

Pflanzen überwachen!

Der Einsatz von Nützlingen ist immer ein Wettlauf zwischen Räubern und Beute: je früher die Nützlinge eingesetzt werden, um so effektiver räumen sie auf. Die Überwachung mit Gelbtafeln, durch welche fliegende Pflanzenschädlinge angelockt werden und dann auf dem Leim kleben bleiben hilft, einen Schädlingsbefall frühzeitig zu erkennen.
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