Tag der Lesbischen Sichtbarkeit - Distanzierung vom LFT2021: "Trans* Lesben gehören zu unserer Community: Trans*feindlichkeit hat darin keinen Platz!"

AHA-Berlin e.V., PINK.LIFE, das Berlin Lesbian Non-Binary Filmfest sowie das Orga-Team des Streams zum Tag der Lesbischen Sichtbarkeit distanzieren sich ausdrücklich von allen trans*ausschließenden Punkten des LesbenFrühlingsTreffen (LFT2021).

(lifePR) ( Berlin, )
Wir danken allen, die zu einer bunten und vielfältigen Sendung zum Tag der Lesbischen Sichtbarkeit (TdLS) am Montag, dem 26. April 2021, beigetragen haben.

Während unserer Stream-Sendung am 26.04. anlässlich des Tags der Lesbischen Sichtbarkeit wurde vielen verschiedenen Vereinen, Personen und Gruppierungen die Möglichkeit gegeben sich in die Gestaltung einzubringen und zu beteiligen. Leider mussten wir im Nachgang unseres sehr vielfältigen und die verschiedenen lesbischen* Vielfalten inkludierenden Streams erfahren, dass das in unserem Stream mit einem aufgezeichneten Zoom-Interview vertreten Organisationsteam des diesjährigen LesbenFrühlingsTreffen (LFT2021) in mehreren inhaltlichen Programmpunkten eine ausschließende und diskriminierende Haltung vertritt.

Wir, als AHA-Berlin e.V. sowie das kooperierende Berlin Lesbian Non-Binary Filmfest, das mitwirkende Projekt PINK.LIFE und das gesamte Orga-Team des Streams zum Tag der Lesbischen Sichtbarkeit und das gesamte Orga-Team des Streams zum Tag der Lesbischen Sichtbarkeit distanzieren uns ausdrücklich von trans*ausschließenden, trans*feindlichen sowie allen diskriminierenden politischen Positionierungen. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist keine Meinung, sondern Gewalt.

Der am Tag der Lesbischen Sichtbarkeit ausgestrahlte Stream war aus organisatorischen Gründen
vorproduziert. So lag uns zum Zeitpunkt des Interviews mit dem LFT2021 leider das Veranstaltungsprogramm noch nicht vor. Aufgrund der Erfahrungen rund um das LFT in Göttingen 2019 und den dort sehr irritierenden und trans*feindlichen Diskussionen einerseits, aber auch der vor Ort starken Fürsprache für ein in Zukunft inklusiveres LFT von anderen Mitwirkenden gingen wir von einer positiven und inklusiven Gestaltung des LFT2021 aus. Die Teilnahme und das Wissen um den Workshop des LesbenRing e.V. beim diesjährigen LFT, der explizit trans*inklusive Themen einbringen wollte und aufgrund des explizit trans*inklusiven Grußwortes des LesbenRings, dass uns seitens des Lesbenrings vorlag, bestärkte unsere Erwartungshaltung.

Wir sahen zum Zeitpunkt der Gesprächsaufzeichnung also nicht die nun aus dem Programm des LFT massiv hervorgehenden trans*feindlichen und exkludierenden Positionierungen, die auch für uns nicht tragbar sind.

Wir hoffen, dass beim Blick in das gesamte Programm unseres mit viel Engagement und Einsatz
produzierten Streams zum „Tag der Lesbischen Sichtbarkeit“ hoffentlich deutlich wird, dass sowohl die AHA-Berlin als auch das Berlin Lesbian Non-Binary Filmfest und alle an der Organisation Mitwirkenden eine trans*, inter und non-binär inkludierende Haltung verfolgen und dies auch im Programm sichtbar wurde. Mehrere non-binäre Gäste waren im Stream oder live vor Ort dabei. Der ausgewählte Filmbeitrag („Krise ist immer“/ Dan Dansen) enthielt eine empowernde trans*, non-binäre, lesbische Geschichte. Auch weitere Programmpunkte enthielten trans* und L*vielfältige Perspektiven.

Erst mit der Veröffentlichung des Gesamtprogrammes des LFT Bremens, also nach der durchgeführten Aufzeichnung, erhielten wir vollumfängliche Kenntnis von den für uns untragbaren und haltlosen trans*feindlichen Inhalten sowie den dort in zentralen Positionen vertretenen trans*feindlichen Organisationen. Wir bedauern dies sehr und sind enttäuscht worden. Wir betonen, dass Trans*Feindlichkeit keine Plattform in unseren Strukturen hat. In Zukunft werden wir noch genauer hinsehen und noch mehr Fragen stellen müssen.

Wir hoffen, dass beim Blick in das gesamte Programm unseres mit viel Engagement und Einsatz
produzierten Streams zum „Tag der Lesbischen Sichtbarkeit“ dennoch deutlich wird, dass sowohl die AHA-Berlin, als auch das Berlin Lesbian Non-Binary Filmfest und alle an der Organisation Mitwirkenden eine trans*, inter und non-binär inkludierende Haltung verfolgen und dies auch im Programm sichtbar gemacht werden konnte. Mehrere non-binäre Gäste waren im Stream oder live vor Ort dabei. Der ausgewählte Filmbeitrag („Krise ist immer“/ Dan Dansen) enthielt eine empowernde trans*, non-binäre, lesbische Geschichte. Weitere Programmpunkte enthielten trans* und L*vielfältige Perspektiven sowie trans*solidarische Statements.

Weiterhin gilt, dass die AHA gemeinsam mit dem kooperierenden Berlin Lesbian Non-Binary Filmfest
den Tag der Lesbischen Sichtbarkeit unter dem Motto L*Vielfalten explizit non-binär, trans*inklusiv
und trans*solidarisch organisiert hat. Wir entschuldigen uns und bedauern zutiefst, wenn Menschen durch den Auftritt des diesjährigen LFT2021-Orga-Teams einen anderen Eindruck oder Zweifel daran bekommen haben sollten. Ziel dieser mit viel ehrenamtlichen Engagement und Herzblut durchgeführten Veranstaltung war es immer - und das ist hoffentlich auch zu sehen – ein inklusives und solidarisches Event für lesbische* Sichtbarkeiten zu veranstalten. Lesben* sind vielfältig, trans* Lesben gehören zu unserer Community – Trans*feindlichkeit hat darin keinen Platz! Bleibt solidarisch und herzlich!

Unterzeichnet von:
Sebastian Vetter, Roland Becker, Carsten Fabian (für AHA-Berlin e.V.)
Carmen, Sandra, Cathérine, Annet, Astrid, Sebastian (Orga-Team des TdLS in der AHA)
Sandra Polly Polchow (für das Berlin Lesbian Non-Binary Filmfest)
Ina Rosenthal (für PINK.LIFE)
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