Kunst und Verantwortung

(lifePR) ( Leipzig, )
 
  • Die Oper Leipzig setzt die Proben für den Neustart fort
  • Vorverkauf für Dezember verschoben
  • Das Leipziger Ballett ist trotz eines Coronafalls gesund
Auch die Oper Leipzig sagt sämtliche Vorstellungen im November bis zum 29.11.20 einschließlich ab. Die vorgezogene Premiere des »Lohengrin« mit bereits reduzierter Zuschauerzahl wirkt als gemeinsames Signal für Mut und Spielfreude im Haus und im Publikum nach, was an den vielen bestätigenden und teilweise enthusiastischen Reaktionen aus aller Welt abzulesen ist.

Im Opernhaus finden weiterhin intensive Proben für die neuen Inszenierungen wie »Il Trovatore« oder »Die Kinokönigin« statt; ebenfalls werden Weihnachtsprogramm und Silvesterkonzerte vorbereitet. Der Spielplan mit konkreten Dezemberterminen und deren Vorverkauf wird aber verschoben, bis es durch eine erneute Entscheidung der Bundesregierung und der Länder Planungssicherheit gibt. Intendant und Generalmusikdirektor Prof. Ulf Schirmer unterstreicht die Verantwortung der Kunst gegenüber der Gesellschaft: »Die Oper Leipzig trägt ihren Teil bei, um die Stadt Leipzig in ihren Bemühungen zur Eindämmung des Covid-19-Virus zu unterstützen. Die Schließung von Oper, Leipziger Ballett, Musikalischer Komödie und der Jungen Oper Leipzig ist besonders schmerzhaft für unsere Künstlerinnen und Künstler. Aber wir setzen die Proben fort, tauschen uns aus und bleiben optimistisch.«

Wegen eines Covid-19-Falls im Ensemble des Leipziger Balletts wurden alle Tänzerinnen und Tänzer getestet. Niemand hat sich angesteckt. Ein Tänzer des Leipziger Balletts bemerkte am letzten Freitag leichte Krankheitssymptome, blieb nach Absprache in häuslicher Quarantäne und wurde mit Corona diagnostiziert. Seine Kollegen haben für ihn einen Lieferdienst mit Lebensmitteln organisiert. Produktionsleiter Remy Fichet: »Wir sind dankbar für den Schutz, den unser strenges Hygienekonzept backstage bietet und das weitere Ansteckung verhindert hat.« Das Leipziger Ballett trainiert grundsätzlich in zwei getrennten Teams, setzt bei Training und in den aktuellen Choreografien immer auf Abstand und lässt außerdem derzeit keine Außenkontakte in den Ballettsaal.
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