Nordsee-Aquarium begeistert Gäste mit Informationen und Aufzucht

150.000 Besucher seit Wiedereröffnung

Nordsee-Aquarium Borkum (lifePR) ( Borkum, )
Die Nordsee gilt als eines der produktivsten Meere der Welt und beherbergt in jedem Liter Wasser Millionen kleine Lebewesen. Obgleich sie zu den am dichtesten befahrenen Schifffahrtswegen der Welt zählt, ist die Nordsee eine besondere Naturregion. Inmitten dieses besonderen schutzwürdigen Naturraumes, dem Nationalpark und Weltnaturerbe Wattenmeer, liegt unsere Insel. Perfekte Lebensbedingungen für winzige Bakterien, Hunderte Algen- und Fischarten bis hin zu den größeren Meeressäugern. Für einen Großteil der Borkumer Gäste spielt der Schutz des Wattenmeeres als Nationalpark eine wichtige Rolle bei der Reiseentscheidung. Dies zeigt das Ergebnis einer Gästebefragung des Nationalparks Wattenmeer aus dem Jahr 2017. Vor diesem Hintergrund ist die Nordseeheilbad Borkum GmbH seit vier Jahren Partner des Nationalparks. Im Nordsee-Aquarium wird seine vielfältige Unterwasserwelt erlebbar.

Bereits seit den 1970er-Jahren kann man im Aquarium die bunte Unterwasserwelt rund um Borkum erkunden und dabei die Tierwelt der Nordsee besser kennenlernen. 2015 wurde das Aquarium mit Unterstützung der EU und des Landes Niedersachsen rundum erneuert sowie in den Geschäftsbereich der Nordseeheilbad Borkum GmbH eingegliedert. Seitdem konnte das Aquarium mit seinen Mitarbeitern Maria und Ihno Oetjen vielfach von sich reden machen. Neben der Beheimatung und Ausstellung von Pflanzen, Fischen und Tieren aus der Nordsee machte man sich zuletzt auch einen Namen als Zucht- und Aufzuchtstation verschiedener Arten. Katzenhaie, Seedahlien, Wellhornschnecken und Ohrenquallen scheinen sich im Aquarium besonders wohl zu fühlen und werden schon seit einigen Jahren gezüchtet. Die Aufzucht der Wellhornschnecken läuft sogar so gut, dass man bereits einige Exemplare an das OZEANEUM in Stralsund abgeben konnte. Alleine 250 Stück schlüpften aus einem am Borkumer Hafen gefundenen Gelege. Um die Insel herum gilt diese Art eigentlich als nahezu ausgestorben. Zuletzt konnte das Nordsee-Aquarium den 150.000 Besucher seit Wiedereröffnungen besuchen.

Obwohl das Nordsee-Aquarium dafür bekannt ist, lediglich Tiere aus der Nordsee zu präsentieren, wurde im vergangenen August eine Ausnahme gemacht. Zwei Störe des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei sind seitdem als Leihgabe vor Ort. Die Krux bestand darin, die Süßwasserfische an das Salzwasser der Nordsee zu gewöhnen, die Becken im Nordsee-Aquarium sind mit Meerwasser gefüllt. Ein aufwändiges Unterfangen, das nur mit viel Arbeit und Herzblut zu bewältigen war. Göran Sell, Geschäftsführer der NBG: „Man kann schon von einer großen Ehre sprechen, dass uns das Leibniz-Institut zwei dieser nahezu ausgestorbenen Tiere anvertraut. Bei Familie Oetjen sind sie aber in den besten Händen und werden über das ausreichende Maß hinaus gepflegt.“

Diese Hingabe für die Meereswelt und diese besonders im Hinblick auf die Aufzucht, schlagen sich auch in den Gästezahlen nieder. Seit der Neueröffnung 2015 kamen bereits rund 125.000 Besucher ins Nordsee-Aquarium und bestaunten die Unterwasserwelt mit Seedahlien, Petermännchen und Wolfsbarschen. Neben dem Aquarium in Wilhelmshaven ist Borkum das einzige im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Auch der einstige schwimmende Leuchtturm, das Feuerschiff „Borkumriff“, ist als nun schwimmendes Nationalparkhaus das einzige seiner Art. Und so wie große Informationstafeln im Borkumer Aquarium die enge Zusammenarbeit mit dem Nationalpark für dessen Unterwasserwelt zeigen, erfährt der Gast in einer großen Ausstellung auf dem Feuerschiff vor allem alles Wissenswerte über den Vogelzug im Weltnaturerbe Wattenmeer.

Gerade im Hinblick auf die Ziele der Strategie „Borkum 2030“ ist die Erhaltung unseres im besonderen Maße schutzwürdigen Naturraumes ein wichtiges Anliegen. Das Nordsee-Aquarium mit Familie Oetjen sowie die „Borkumriff“ tragen mit ihrer Aufklärung einen wichtigen Teil dazu bei.  
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