Wasserstoffzüge auf der Heidekrautbahn starten voraussichtlich Ende 2024

Der für Ende 2023 geplante Betriebsstart für Wasserstoffzüge auf der Heidekrautbahn (RB27) verschiebt sich voraussichtlich um ein Jahr / Grund dafür sind geänderte Antragsfristen für Fördermittel

Triebwagen der Niederbarnimer Eisenbah auf der Heidekrautbahn (RB27) (lifePR) ( Berlin, )
Bereits seit zwei Jahren befindet sich die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) zusammen mit der ENERTRAG AG und den Kreiswerken Barnim in den Planungen zur Umsetzung eines umfangreichen Wasserstoffprojektes. Angestrebtes Kernziel des Vorhabens ist der Einsatz neuartiger Personentriebwagen, die mit grünem, regional erzeugtem Wasserstoff angetrieben werden. Die Wasserstoffzüge sollen auf der Heidekrautbahn (RB27) zwischen Berlin-Karow – Basdorf – Groß Schönebeck / Schmachtenhagen sowie auf der zu reaktivierenden Stammstrecke zwischen Berlin-Wilhelmsruh und Basdorf eingesetzt werden.

Nachdem im Juli 2019 auf Grund von in Aussicht gestellten verbesserten Förderbedingungen ein zweiter Fördermittelantrag bei dem Projektträger BAV gestellt wurde, haben sich im Rahmen der Bundeshaushaltsberatungen 2020 Änderungen bei den Fördermitteln ergeben. Daraus resultierende verlängerte Antragsfristen für die Förderung von Wasserstoffprojekten führen nun zu einer Verzögerung in der Umsetzung des Projektes. Dadurch ist mit dem Einsatz der neuen Wasserstoffzüge auf der RB27 nunmehr erst ab Ende 2024 zu rechnen. Geplant war, das Projekt bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 umzusetzen.

Durch den Betrieb umweltfreundlicher, wasserstoffbetriebener Fahrzeuge können Geräuschbelastung und CO₂-Ausstoß im Regionalverkehr erheblich reduziert werden. Der „grüne“ Wasserstoff wird nicht nur zu 100% aus lokal gewonnenen, erneuerbaren Energien erzeugt, sondern ermöglicht auch einen vollständig emissionsfreien Schienenpersonennahverkehr (SPNV) auf der Heidekrautbahn über die gesamte Wertschöpfungskette von der Erzeugung bis zu Verbrauch und Betrieb. Die innovative Wasserstoff- bzw. Brennstoffzellentechnologie trägt damit der Null-Emissions-Strategie des Landkreises Barnim sowie der Energiestrategie des Landes Brandenburg 2030 Rechnung. Nicht zuletzt unterstützen die Wasserstoffzüge so die Steigerung der Attraktivität des ÖPNV und den Ausbau eines umweltfreundlichen, grünen Tourismus im Landkreis Barnim. Das Vorhaben ist in ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt integriert, das das Wasserstoff- und Speicherforschungszentrum der BTU Cottbus-Senftenberg und das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt e.V. (DLR) wissenschaftlich  begleiten.

Detlef Bröcker, Vorstand der Niederbarnimer Eisenbahn-AG:

„Mit diesem umfangreichen Pilotprojekt betreten alle Beteiligten in jeder Hinsicht Neuland. Aufgrund dessen sind Änderungen im Projektablauf, die Verzögerungen mit sich bringen, nicht immer vorhersehbar. Die Niederbarnimer Eisenbahn und ihre Partner werden den geplanten Einsatz der Wasserstoffzüge auf der RB27 weiterhin nach Kräften vorantreiben, um den Klimaschutz im Landkreis Barnim voranzubringen.“
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