Safety First: Noch mehr Sicherheit für Patienten bei orthopädischen Operationen

Deutschlandweites Modellprojekt SOG

„Früher oder später werden wir das alle benötigen“, sagte Fürstin Gloria von Thurn und Taxis bei ihrem Besuch in der Orthopädischen Klinik der Universität Regensburg in Bad Abbach. Foto: Asklepios Klinikum Bad Abbach/Rainer Fleischmann (lifePR) ( Bad Abbach, )
Von einem neuen im Orthopädischen Universitätsklinikum Regensburg Bad Abbach entwickelten Konzept der „Speziellen Orthopädischen Geriatrie“ profitieren Senioren mit Vorerkrankungen, aber auch viele jüngere Orthopädie-Patienten.

Durch die minimalinvasive Chirurgie sind Operationen an Rücken oder Gelenken auch bei älteren Menschen in den letzten Jahren deutlich sicherer geworden. Risikofaktoren aber bleiben: Erkrankungen, wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Herzprobleme und die regelmäßige Einnahme unterschiedlichster Medikamente können den Heilungsprozess ganz erheblich beeinflussen. Das jetzt im Universitätsklinikum Bad Abbach entwickelte Behandlungskonzept der „Speziellen Orthopädischen Geriatrie“ (SOG) reduziert das Risiko von Komplikationen deutlich. Es setzt auf dem Gebiet der Patientensicherheit Maßstäbe. Am 8. Mai wurde dieses vernetzte Therapiekonzept mit bundesweitem Modellcharakter im Asklepios-Klinikum Bad Abbach offiziell vorgestellt.

SOG überbrückt interdisziplinär die Grenzen klassischer medizinischer Fachbereiche. Es ermöglicht den Ärzten, künftig besser als bisher bei der Behandlung älterer Orthopädie-Patienten auf eventuell vorhandene internistische Vorerkrankungen optimal zu reagieren: von Herzschwäche über Bluthochdruck, und Diabetes mellitus bis zu Gebrechlichkeit, Mangelernährung und Sturzneigung. Diese oft komplexen Vorerkrankungen, auch als geriatrische Multimorbidität bezeichnet, können bei Operationen den Körper kritisch aus dem Gleichgewicht bringen. Vor allem, weil 75 Prozent aller Patienten über 65 auch noch vier und mehr verschiedene Medikamente einnehmen.

Bausteine für einen reibungslosen Heilungsprozess

Das Konzept für SOG wurde am Asklepios Klinikum Bad Abbach unter Leitung von Dr. Annette Kurrle, Fachärztin für innere Medizin und Geriatrie, und Prof. Joachim Grifka, Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik, konzipiert. Im Kern funktioniert es nach dem Bausteinprinzip. Von der Aufnahme bis zur Entlassung des Patienten werden die einzelnen Komponenten der orthopädischen Behandlung eng mit geriatrischen Therapie-Elementen verzahnt und dabei internistisch-geriatrische Behandlungsbausteine nahtlos in die orthopädische Therapie eingefügt.

Voraussetzung für die Umsetzung von SOG war die Aufnahme des Asklepios-Klinikums Bad Abbach als akutgeriatrische Behandlungseinrichtung im Krankenhausplan des Freistaates Bayern, die ganz aktuell im April dieses Jahres erfolgte. Die vom bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege  genehmigte akutgeriatrische Behandlungseinheit in der Orthopädie umfasst 20 Betten.

Ein weiteres Novum

„Für uns gilt: Safety First. Das hier in Bad Abbach entwickelte SOG-Verfahren schafft für Patienten mit oft verschiedensten Begleiterkrankungen ein deutliches Plus an Sicherheit für einen reibungslosen Behandlungsverlauf“, sagt Klinikdirektor Professor Grifka. „Wichtig ist hierbei auch die Kooperation mit dem Hausarzt zur optimalen Vorbereitung des Patienten auf die Operation“, so Dr. Kurrle, die Leiterin der Sektion „SOG Spezielle Orthopädische Geriatrie“ in Bad Abbach.

Da es nach neueren berufsrechtlichen Änderungen jetzt erlaubt ist, auch eine telefonische Beratung von Patienten durchzuführen, hat Frau Kurrle für die zahlreichen Fragen der Patienten rund um die operative Behandlung eine Telefonsprechstunde eingerichtet. So können sich Betroffene unkompliziert auf schnellem Weg Rat holen. Bei internistischen Vorerkrankungen der Patienten können bereits im Vorfeld wichtige Fragen geklärt werden. „Auch mit diesem besonderen Service betreten wir in der Orthopädie Neuland, so wie wir das auf Wunsch der niedergelassenen Ärzte mit der Einführung der Zweitmeinungs-Sprechstunde getan haben“, so Grifka.

Ein Modell auch für jüngere Patienten

„Die demografische Entwicklung mit zunehmender Überalterung der Gesellschaft stellt auch die Orthopädie vor besondere Herausforderungen. Wir brauchen neue Strategien, um den immer älter werdenden Patienten einen bestmöglichen komplikationsfreien Heilungsprozess und anschließend wieder ein beschwerdefreies Leben zu ermöglichen“, sagte Professor Grifka bei der Präsentation des SOG-Konzepts. „Von der interdisziplinären SOG-Therapie profitieren aber auch Patienten, die mit 50 noch mitten im Berufsleben stehen und oft zum Beispiel unter nicht erkannten Vorerkrankungen leiden“, so Dr. Kurrle.

Schirmherrin: Fürstin Gloria von Thurn und Taxis

„Das Thema bestmögliche Gesundheitsversorgung im Alter betrifft uns alle irgendwann“, sagte Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, die die Schirmherrschaft für das SOG-Projekt in Bad Abbach übernommen hat. „Es  kann in Zukunft nicht nur darum gehen, nur dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Menschen in den gewonnenen Jahren durch optimierte medizinische Versorgung auch mehr Lebensqualität zu verschaffen. Das Bad Abbacher Modell der speziellen orthopädisch-internistischen Versorgung setzt hier Maßstäbe“, so die Fürstin.

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