Hundebesitzer müssen Anleinpflicht im Nationalpark beachten

So ist es richtig: Mit dem Hund an der Leine und auf dem zugelassenen Weg die Natur erleben, ohne zu stören. (Foto: Nationalparkverwaltung)
(lifePR) ( Wilhelmshaven, )
Frühlingszeit - Osterzeit: Endlich haben Frauchen, Herrchen und ihre vierbeinigen Freunde wieder Gelegenheit für ausgedehnte Spaziergänge. Gleichzeitig beginnt für Vögel und andere wild lebende Tiere die wichtigste Zeit des Jahres: Jetzt gilt es, für Nachwuchs zu sorgen und diesen erfolgreich großzuziehen. Das klappt nur, wenn Balz, Paarung, Brut und die Fütterung der Jungtiere störungsfrei vonstatten gehen. Erfahrungsgemäß sind freilaufende Hunde dabei ein erheblicher Störfaktor. Deshalb gilt jetzt in der freien Natur überall Anleinpflicht für Hunde. Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, der zahlreiche empfindliche Vogelarten beherbergt, dürfen Hunde ganzjährig nur angeleint mitgeführt werden.

"Wildlebende Vögel betrachten Hunde instinktiv als Feinde", erklärt Arndt Meyer-Vosgerau, Dezernatsleiter für Naturschutz bei der Nationalparkverwaltung. "Wiederholte Fluchtreaktionen können den Erfolg des Brutgeschäftes und damit den Erhalt seltener Vogelarten erheblich beeinträchtigen." Dabei merken die meisten Spaziergänger nicht, welchem Stress Vogeleltern ausgesetzt sind. Gerade kleine bodenbrütende Vögel sind durch ihr Gefieder gut getarnt, entfernen sich bei Gefahr heimlich vom Nest, ducken sich weg - so lange sind Eier oder Küken ungeschützt vor Kälte bzw. Hitze und Fressfeinden und der Nachwuchs kann nicht gefüttert werden.

Zum Schutz der wildlebenden Tiere und brütenden Vögel gilt neben der Anleinpflicht im Nationalpark auch das Wegegebot: In der am strengsten geschützten Ruhezone ganzjährig, während der Brutzeit vom 1. April bis 31. Juli auch in den gekennzeichneten Gebieten der Zwischenzone. Roll-Leinen sollten entsprechend kurz gehalten werden.

In der Erholungszone und dem Siedlungsbereich außerhalb des Nationalparks bestimmen die Gemeinden, wo der Hund mitkommen darf und ob und wann er angeleint werden muss. Dazu gehören natürlich auch Angebote wie Hundestrände oder -wiesen, auf denen die Vierbeiner frei herumtollen dürfen. Verstöße gegen die Anleinpflicht werden von den Ordnungskräften vor Ort nicht toleriert und entsprechend geahndet. "In der Regel lieben Hundebesitzer auch andere Tiere und verhalten sich verantwortungsvoll", so die Erfahrung von Meyer-Vosgerau. Doch bereits wenige "schwarze Schafe" können gravierende Störungen anrichten. Deshalb appelliert die Nationalparkverwaltung an alle Hunde- und Naturfreunde, sich auch gegenseitig zu informieren und auf die geltenden Regelungen aufmerksam zu machen.

Weitere Informationen über den Nationalpark, seine Tier- und Pflanzenwelt und die Schutzbestimmungen gibt es in den Nationalpark-Häusern und -Zentren an der Küste.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.