Samstag, 16. Dezember 2017


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Blütenmeer von kurzer Dauer

Viele Frühblüher mit heilender Wirkung

Hohenzieritz, (lifePR) - Wenn die Fröste seltener werden und die Sonne es schafft, den Boden zu erwärmen, ist die kurze Zeit der Frühblüher. Noch bevor das Laub der Bäume den Boden verdunkelt, müssen sie ihre oberirdische Entwicklung, d. h. Blätter- und Blütenbildung abgeschlossen haben.

Vielerorts und somit auch im Müritz-Nationalpark ist ihr Blütenmeer zu erleben. Doch viele Frühblüher erfreuen nicht nur durch ihre Farbenpracht, sondern besitzen ebenso heilsame Wirkungen.

Beispielsweise trägt der jetzt an Gräben und nassen Wegrändern blühende Huflattich im Volksmund auch den Namen Hustlattich. Dieser Name deutet auf seine heilkräftige Wirkung bei Husten hin. Das spiegelt sich selbst in seinem wissenschaftlichen Namen Tussilago farfara wider, denn Husten heißt in Lateinisch "Tussis". Die Pflanze weist außerdem noch eine botanische Besonderheit auf. Die Blüten treiben früher als die Blätter aus.

Ein weit verbreiteter Frühlingsbote ist auch das Scharbockskraut, das wie der Huflattich gelb blüht. Es wächst gerne an feuchten Stellen und unter Bäumen und Sträuchern. Seine Blätter und Blüten glänzen. In früherer Zeit wurden die Blätter bei Seefahrten gerne mitgenommen, denn sie sind reich an Vitamin C. Sie beugten so der Krankheit Skorbut vor, von der insbesondere Seeleute betroffen waren. Im Volksmund hieß Skorbut auch "Scharbock", daher der Name für die Pflanze. Die jungen Blätter des Scharbockskraut eignen sich als Beilage für Salate, sollten aber sparsam eingesetzt werden, da sie auch darmreizende Stoffe enthalten.

In den Wäldern und an den Waldrändern des Nationalparks strahlen in den nächsten Wochen weitere Frühblüher in der Sonne um die Wette. Teilweise deuten ihre Namen ebenfalls auf pharmazeutische Wirkungen hin, wie z. B. das Lungenkraut, das Leberblümchen und das Milzkraut. Neben den sehr frühen Winterlingen und Schneeglöckchen gesellen sich etwas später beispielsweise Krokusse, Sauerklee, Buschwindröschen, Veilchen, Goldsterne, Rote Taubnessel und Maiglöckchen hinzu. Eher unscheinbar blühen auf nährstoffarmen Böden Hungerblümchen und Bauernsenf.

Im Müritz-Teil des Nationalparks locken Erlen-Bruch-Wälder zu einer Frühjahrswanderung. Hier sticht das leuchtende Gelb der Sumpfdotterblume wie das helle Grün von jungen Seggen ins Auge. Die Wälder entlang der Havel zwischen Babke und Blankenförde sind hier beispielsweise zu empfehlen.
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