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VDA-Chef Mattes: NOx-Probleme lösen sich auf

Wachsende Zahl von Euro-6-Diesel wirkt - Hardware-Nachrüstung erneut abgelehnt - Fünf Städte im Fokus: Verkehr muss besser fließen

(lifePR) (Stuttgart, ) Der Verband der Automobilindustrie geht davon aus, dass das Problem hoher NOx-Werte in den Innenstädten schon bald gelöst sein wird. „Bald werden wir nur noch wenige Städte haben, bei denen die NOx-Jahresgrenzwerte überschritten werden“, sagte VDA-Präsident Bernhard Mattes der Zeitschrift auto motor und sport. Die Software-Updates für Dieselfahrzeuge würden bis zum Jahresende weitgehend aufgespielt sein. „Ich gehe davon aus, dass der Großteil der Fahrzeuge bis Ende des Jahres ein Software-Update erhalten haben wird, den Rest werden wir im kommenden Jahr abarbeiten.“ Außerdem zeigten die Umstiegsprämien für alte Dieselfahrzeuge Wirkung. „Allein im vergangenen Jahr ist die Zahl der modernen Euro-6-Diesel-Pkw im Bestand um 42 Prozent gestiegen – von 2,7 auf 3,8 Millionen. Jahr für Jahr kommt also rund eine Million sauberer und sparsamer Euro-6-Diesel auf die Straße“, so Mattes. „Die Zahl der älteren Diesel geht kontinuierlich zurück. Die Umstiegsprämien haben die Bestandserneuerung beschleunigt.“

Mattes sieht NOx-Probleme nicht flächendeckend, sondern begrenzt auf wenige Städte.  „Im Grunde sprechen wir derzeit vor allem über fünf echte „Hotspots“ in großen Städten, an denen wir noch intensiv arbeiten müssen. Das sind Hamburg, Kiel, Köln, München und Stuttgart. Dort wird aller Voraussicht nach auch 2018 der Jahresmittelwert über 50 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft liegen.“ Mit diesen Städten arbeite der VDA eng zusammen. „Zum Beispiel checken wir gemeinsam, wie man den Verkehrsfluss verbessern kann oder wie man Ampelschaltungen optimiert. Wenn der Verkehr fließt, wird die Luftqualität in Städten besser. Bei Staus oder Stop-and-go ist es umgekehrt.“

Die Nachrüstung von Filtersystemen lehnt Mattes weiterhin ab. Eine straßentaugliche Nachrüstung dauere zwei bis drei Jahre. „Bis dahin müssen wir aber das Stickoxidproblem bereits vollständig gelöst haben. Insofern sollten wir in die Entwicklung solcher Ansätze jetzt kein Geld investieren.“ Zudem hätten alle Hardware-Nachrüstungen den Nachteil, dass „die Autos dann mehr CO2 ausstoßen und der Verbrauch steigt. Mehr CO2-Emissionen wollen wir aber alle nicht. So gesehen macht die Hardware-Nachrüstung also keinen Sinn.“ 

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