McKinsey: Autohersteller werden sich auf Metropolen konzentrieren

Europa-Chef hält mehr Kooperationen deutscher Hersteller für sinnvoll

(lifePR) ( Stuttgart, )
Die Autohersteller werden sich in Zukunft vor allem auf den Kunden in den Ballungsräumen konzentrieren und auf dem Land nur noch Servicestationen unterhalten. Diese Entwicklung prophezeit Andreas Tschiesner, Chef der McKinsey-Automobilberatung in Europa, im Gespräch mit auto motor und sport. Weil bis 2050 rund 80 Prozent des globalen Bruttonationalprodukts aus Großstädten kommt, würden sich bereits die Sportartikelhersteller Adidas und Nike auf die wichtigsten Metropolen der Welt fokussieren, um von da aus in die Fläche auszustrahlen. „Ich glaube, dass sich auch bei den klassischen Autobauern das Geschäftsmodell künftig auf die urbanen Räume konzentriert und auf dem Land nur die Servicepunkte ausgebaut werden.“

Dabei sieht Tschiesner allerdings nicht die europäischen Metropolen im Fokus. „Die Schwerpunkte des Wachstums für individuelle Mobilität verschieben sich nach Asien und Lateinamerika. Laut unseren Umfragen gibt es rund 3,1 Millionen Haushalte mit einem Jahreskonsum von 400.000 Dollar, verteilt auf etwa 30 Städte. Solche Wachstumspotenziale finden sich in Houston oder in Manila in Asien, aber eben eher nicht in den klassischen Städten“, erklärt der McKinsey-Experte. „In vielen europäischen Metropolen werden sich dagegen neue Mobilitätskonzepte im Zusammenspiel zwischen öffentlicher und individueller Mobilität weiterentwickeln.“

Die deutschen Hersteller sieht Tschiesner trotz der Konkurrenz wie Tesla und die chinesischen Autobauer gut aufgestellt, rechnet aber in Zukunft mit mehr Kooperationen. „In der Premium-Welt würde es Sinn machen, technologisch enger zusammenzuarbeiten. Die Autos sind sich ja teils schon sehr ähnlich. Beim Kartenanbieter Here hat so eine Premium-Kooperation bereits sehr gut geklappt, und im Bereich der E-Auto-Batterien wäre sie ebenfalls denkbar, genauso wie für Themen wie Software-Architektur und das Betriebssystem im Auto – wenn man nur die Wertschöpfungskette betrachtet.“ Probleme sieht Tschiesner allerdings im Wettbewerb der Premiummarken, der „tief in der DNA der Unternehmen verwurzelt“ sei.
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