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Hohes Durchfallrisiko bei Fahranfängern: Experte sieht vielfältige Ursachen

Gründe sind unter anderem mangelnde Verkehrspraxis und Sprachbarrieren

(lifePR) (Stuttgart, )
Die hohen Durchfallquoten von Fahrschülern in Deutschland liegen nicht nur an Schwächen bei der theoretischen und praktischen Ausbildung. Junge Leute nähmen auch deutlich weniger am Verkehr teil als früher, weil sie weniger mit dem Fahrrad unterwegs sind, meint Alexander Zacharias, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Gecco, die Fahrschulen berät. „Ich sehe das bei meinen eigenen Kindern, die fahren zum Beispiel kaum noch Fahrrad. Jugendliche sind mehr zu Hause und verfügen dadurch über weniger Übersicht im Straßenverkehr, wenn sie in die Führerscheinprüfung gehen“, sagte Zacharias im Gespräch mit auto motor und sport. „Gleichzeitig sinkt die Motivation vieler Fahrschüler“, so Zacharias, die „Komplexität durch neue Verkehrsteilnehmer wie E-Scooter-Fahrer“ nehme zu, zudem habe „Deutschland im internationalen Vergleich eine relativ hohe Verkehrsdichte und komplexe Verkehrsregeln“.

Aber auch mangelnde Sprachkenntnisse nennt Zacharias als Grund, warum 2024 laut TÜV-Verband 45 Prozent der Pkw-Fahrschüler durch die Theorieprüfung und 37 Prozent durch die Praxisprüfung gefallen sind. So seien „Sprachbarrieren eine riesige Herausforderung, darauf können sich Fahrlehrer nur bedingt einstellen. Wer einen Führerschein hierzulande macht, sollte grundlegende Sprachkenntnisse haben. Die digitalen Lernmedien lassen sich zwar in viele Sprachen umstellen und funktionieren sehr gut. Aber spätestens in der Prüfung wird es dann schwierig, denn die wird nun mal auf Deutsch abgehalten.“

Um trotzdem gut durch die Ausbildung zu kommen, rät Zacharias jungen Menschen, sich gründlich über die Fahrschule ihrer Wahl zu informieren und nicht allein nach Preis zu entscheiden. Wichtig sei es, dass die Ausbildung rasch voranschreite. „Es gibt einige wenige schwarze Schafe, die die Theorie anbieten und Fahrschüler dann monatelang auf die erste Praxiseinheit warten lassen. Anschließend bieten sie dann monatlich ein bis zwei Fahrstunden an. So wird man nie fertig, und daher sollte man sich vorher bestätigen lassen, wie schnell und oft man im Auto sitzt“, rät Zacharias. „Bei Google-Bewertungen unter 3,5 Sternen wäre ich skeptisch, ebenso wenn die Beratung unprofessionell wirkt. Man muss wissen, woran man ist und wie die Ausbildung abläuft. Ungepflegter Internetauftritt wie aus den 90ern, auffällig niedrige Preise – auch da sollte man stutzig werden.“

Bei der Wahl digitaler Lernmittel sollten die Fahrschüler ebenfalls aufpassen. „Reine Auswendiglern-Apps bringen wenig. Sie fördern oberflächliches «Bulimie-Lernen», da ist das Wissen nach der Prüfung schnell wieder vergessen. Durchaus sinnvoll sind dagegen echte E-Learning-Formate, die eine Verhaltensänderung beim Fahrschüler fördern und Inhalte nachhaltig vermitteln.“

Redakteur: Sandro Vitale

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