Samstag, 18. November 2017


Dieselskandal: Probleme mit VW-Updates wachsen

Hohe Wertverluste: Leasing-Nehmer drohen hohe Zahlungen

Wolfsburg, (lifePR) - Immer mehr VW-Dieselfahrer haben offenbar nach dem Software-Update zur Reduzierung der NOx-Emissionen massive Probleme mit dem Abgassystem. Nach einem entsprechenden Bericht der Zeitschrift auto motor und sport vor mehreren Wochen melden sich immer mehr VW-Fahrer in der Redaktion, die davon berichten, dass die Partikelfilter schon nach wenigen Hundert Kilometern verstopft sind oder gar das Abgasrückführventil (AGR) ausfällt. Das Ärgernis: VW bestreitet offenbar gegenüber Kunden den Zusammenhang mit dem Update und übernimmt teilweise gar nicht oder nur zum Teil die Reparaturkosten. In anderen Fällen regelt VW die Probleme auf Kulanz, bis zu 24 Monate nach Aufspielen des Updates. Allerdings können sich VW-Kunden nicht auf die Kulanz verlassen. „Es bleibt immer eine Einzelfallentscheidung, ob das Fahrzeug für die Maßnahme infrage kommt“, bestätigt VW-Sprecher Nicolai Laude gegenüber auto motor und sport. Nach Recherchen der Zeitschrift ist VW offenbar sehr pingelig bei der Kulanzprüfung und lässt diese oft schon an einem falschen oder fehlenden Stempel im Serviceheft scheitern.

Doch auf die VW-Kunden kommt zunehmend auch das Problem zu, dass ihre Autos immer weniger wert sind. Kurzfristig zu spüren bekommen das die VW-Fahrer, die einen Leasingvertrag haben. Die tatsächlichen Restwerte rutschen inzwischen so stark ab, dass auf die Leasingnehmer hohe Rückzahlungen zukommen. Deshalb will der Frankfurter Verbraucheranwalt Klaus Nieding bis zum Jahresende gegen VW klagen. „Leasingnehmer, die einen Restwertvertrag abgeschlossen haben und einen Diesel fahren, sitzen auf einer finanziellen Zeitbombe“, warnt Nieding. „Ihr Fahrzeug dürfte aufgrund des Dieselskandals mit den drohenden Fahrverboten und schlechteren Wiederverkaufsmöglichkeiten deutlich weniger wert sein als ursprünglich veranschlagt.“ 

auto motor und sport liegt der Fall eines im September 2015 zugelassenen Audi A6 3.0 TDI vor, dessen Restwert im Vertrag mit rund 26.000 Euro veranschlagt wurde, der aber jetzt nur noch 18.000 Euro wert ist. Der Kunde muss die Differenz von 8.000 Euro nun aus eigener Tasche ausgleichen. Rechtsanwalt Nieding: „Es muss eine Feststellungsklage her, noch in diesem Jahr.“ Gemeinsam mit dem Prozessfinanzierer Foris will der Anwalt gegen VW vorgehen. „Mit einer sogenannten Feststellungsklage lassen sich viele Ansprüche vor Verjährung schützen“, erläutert Foris-Vorstand Volker Knoop gegenüber auto motor und sport und empfiehlt Betroffenen, sich rechtzeitig beraten zu lassen. 

www.auto-motor-und-sport.de
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