Becker: Auch in der Autoindustrie werden sich wenige Betriebssysteme durchsetzen

Apex.Al-CEO: Autokonzerne hinken bei Softwareentwicklung weit hinterher

(lifePR) ( Palo Alto, )
Ähnlich wie bei Smartphones und Computern werden sich nach Meinung des Software-Experten Jan Becker aus dem kalifornischen Palo Alto auch in der Autoindustrie nur wenige Betriebssysteme durchsetzen. Dass viele Autokonzerne wie VW an eigenen Betriebssystemen arbeiten, hält der frühere Bosch-Manager Becker, CEO des Software-Unternehmens Apex.Al, für aussichtslos. Die Hersteller hätten „nicht realisiert, wie weit ihre Software-Entwicklung hinterherhinkt. In der Regel basiert sie auf einer Programmiersprache, die moderne Software-Entwicklung eher erschwert“, sagt Becker im Gespräch mit der Zeitschrift auto motor und sport. „Mich würde es wundern, wenn sich am Ende mehr als zwei oder drei Betriebssysteme durchsetzen. Ich erwarte eine Entwicklung wie beim Smartphone“, so Becker. „Hier gab es vor zehn Jahren ungefähr zehn Systeme. Übrig geblieben sind Android als komplett offenes System und Apple iOS, weil es einfach die beste User-Experience geboten hat.“ Letztendlich sei das Betriebssystem nicht der für den Endkundenerfolg entscheidende, weil nicht differenzierende Faktor.

„Abgesehen von Apple nutzen alle Telefonhersteller Android als Quelle, passen das System an ihre Bedürfnisse an, branden die Software im Sinne der eigenen Marke und versehen sie mit einer eigenen Oberfläche.“ Diese Entwicklung erwartet Becker auch in der Autoindustrie. Es könne sogar sein, dass sich Softwarekonzerne einen Autohersteller suchen, der die passende Hülle zu ihrer Autosoftware liefert. Ein Unternehmen wie Apple suche sich dann einen „Hersteller für die Fahrzeugplattform – analog zum Telefon, das von einem Zulieferer, beispielsweise Foxconn, gefertigt wird. Aber die wesentlichen Differenzierungsmerkmale Design und Software stammen von Apple. Das Risiko einer vergleichbaren Entwicklung besteht für die Automobilindustrie durchaus – und dagegen muss sie sich behaupten.“

Redakteurin: Birgit Priemer
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