Motivations- und Wissenssoftware für Schlaganfallpatienten Neuer Weg zu einer erfolgreichen Rehabilitation

Welt-Schlaganfalltag am 29. Oktober 2020

Individuelle digitale Unterstützung stärkt und motiviert Betroffene nach einem Schlaganfall / Bild: adobe Stock
(lifePR) ( Ludwigsburg, )
Ein Schlaganfall stellt die Betroffenen von einem Moment auf den anderen vor große Herausforderungen. Sie müssen viele Fähigkeiten wieder neu erlernen. Der entscheidende Faktor ist hierbei ein wichtiges Vermögen des Gehirns: Gehirnzellen sind ein Leben lang dazu in der Lage, neue Verknüpfungen aufzubauen. Jede Form körperlicher Aktivität unterstützt diesen Prozess und steigert dabei den Lernerfolg. Mehr noch: Bewegung hilft den Nervenzellen, sich umzuformen und somit verloren gegangene Fähigkeiten wieder zu erlernen. Auf diesem Weg der Rehabilitation sind praktische Information, begleitende Unterstützung und Motivation gefragt. Diese Beiträge zu einer erfolgreichen Widerherstellung von Fähigkeiten bietet eine neue Software, speziell entwickelt als individuelle Rehabilitationshilfe für Schlaganfallpatientinnen und -patienten. Sie hilft dabei, dass Betroffene am Ball bleiben, wichtige Schritte nach ihrem Schlaganfall einleiten können und eine Struktur für ihre langfristige Reha und ihren Alltag aufbauen.

Studien zeigen: 40 Prozent von dem in der Reha Erlernten gehen schnell wieder verloren, sobald die Betroffenen wieder zu Hause angekommen sind. Meist fällt der Weg der Genesung körperlich und auch emotional schwer. Die Kombination aus körperlicher und emotionaler Begleitung von Patienten führt darum nachweislich zu einem verbesserten Therapieergebnis. Hier setzt „Rehappy“ an. Als zertifiziertes Medizinprodukt zur Eigenanwendung der der Patientinnen und Patienten im Alltag ist es ihr Ziel, Beeinträchtigungen nach einem Schlaganfall zu lindern. Der medizinische Zweck besteht darin, die Selbstwirksamkeit und Therapiebereitschaft der Patienten zu stärken, ihre Motivation und ihr Gesundheitsverhalten zu fördern und ihre Kompetenz im Umgang mit dem Schlaganfall und allen Akteuren des Gesundheitssystems zu festigen. Das Programm will die Bereitschaft fördern, positive Bewältigungsstrategien anzuwenden. So können Betroffene dem Verlust von wiedererlernten Fähigkeiten vorbeugen, depressive Neigungen verringern oder abwenden und durch einen angepassten Lebensstil einem Reinfarkt entgegenwirken.

Daniela Wolf, Verantwortliche im Bereich Versorgung der mhplus Krankenkasse, leitet das Pilotprojekt der Schlaganfall-App „Rehappy“. Sie ist überzeugt, dass das Angebot ihren Patientinnen und Patienten eine große Stütze sein kann: „Darum haben wir uns entschieden, unseren betroffenen Versicherten das Programm anzubieten und die Kosten zu übernehmen. Zum Start der Anwendung werden sie individuell von den Versorgungsmanagerinnen der mhplus beraten. Dann übernehmen die medizinischen und psychologischen Expertinnen und Experten von „Rehappy“. Sie helfen den Betroffenen, am Ball zu bleiben“, so Wolf.

Darauf kommt es an: informieren, aktivieren, begleiten und motivieren

Der Weg der Genesung fordert Kraft und Geduld. Aber wo soll man eigentlich beginnen und was genau kann getan werden? Warum ist die ein oder andere Therapie vielleicht unangenehm, aber warum tut sie den Betroffenen nach dem Schlaganfall trotzdem gut? Patienten, die sich kompetent fühlen, können aktiv ihren Weg der Genesung gehen, denn Wissen schafft Sicherheit. Deswegen liefert die Software „Rehappy“ für die Betroffenen individuell zugeschnittene Tipps für den Alltag und Hintergrund-Informationen zu verschiedenen Therapien. Zusätzlich können zahlreiche Checklisten, etwa zur Organisation von Pflegegraden, Therapieleistungen und Hilfsmitteln eingesehen werden. Und alles rund um das Thema Schlaganfall können die App-Nutzer in einem Lexikon nachlesen.

Da sich für die Betroffenen vieles ändert müssen sie nach einem Schlaganfall einen neuen Weg beschreiten. Aber wie? Die Antwort heißt: Zielgerichtet, Schritt für Schritt. Dabei st es besonders hilfreich, realistische Ziele mit Meilensteinen zu formulieren, um wieder Struktur in den veränderten Alltag zu bringen. Deswegen hilft das Angebot dabei, realistische individuelle Ziele zu setzen und in Form von Meilensteinen zu planen, wie diese Ziele erreicht werden können. Zusätzlich kann ein Reha-Tagebuch geführt werden. Damit dokumentieren Betroffene nicht nur den Therapieerfolg, sondern auch das Befinden. Viele motiviert es, ihre Fortschritte zu dokumentieren und sich vor Augen zu führen, was sie schon alles erreicht haben. mhplus-Expertin Daniela Wolf: „Die Software gibt ihren Anwendern täglich Feedback und erklärt, was die erbrachte Leistung für die Genesung bedeutet. Dabei wird die körperliche Aktivität visuell dargestellt und ihre Wirkung in Form von Vergleichsgeschichten erläutert. Inspirierende Berichte von anderen Betroffenen zeigen auf, wohin der Weg noch führen kann.“

„Rehappy“ beinhaltet eine App, ein Energieband (Bewegungstracker) und ein Web-Portal, um die Betroffenen nach einem Schlaganfall optimal zu aktivieren, zu informieren und zurück in ein glücklicheres Leben zu begleiten. Die Patienten benötigen zur Nutzung der Software ein Smartphone oder ein Tablet.

Die Rehappy GmbH im Profil:

Die Rehappy GmbH (www.rehappy.de) wurde 2017 in Aachen gegründet und verfolgt seitdem das Ziel, die Schlaganfallnachsorge ins digitale Zeitalter zu führen. Mit hoher Praxiserfahrung, Schlaganfallkompetenz und einer kompletten Inhouse-Programmierung sorgt das interdisziplinär breit aufgestellte Rehappy-Team für den hohen Qualitätsanspruch. Betroffene werden mit einer als Medizinprodukt zertifizierten App, einem Aktivitätstracker und einem Web-Portal aktiviert, informiert und auf dem Weg der Genesung individuell begleitet.

 
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