Der lange Weg nach Peking - Interview mit Shorttrackerin Anna Seidel

Der lange Weg nach Peking - Interview mit Shorttrackerin Anna Seidel / Bild: Richard Walch
(lifePR) ( Wetzlar, )
Anna Seidel gilt als Deutschlands beste Shorttrackerin. Seit ihrer überraschenden Qualifikation für die Olympischen Spiele 2014 mit nur 15 Jahren hat sie vielfach bewiesen, dass im internationalen Wettkampf mit ihr zu rechnen ist. Umso größer war die Enttäuschung, als sie sich Anfang des Jahres bei einem Trainingsunfall schwer verletzte und auf den Start bei der wenige Tage später beginnenden Weltmeisterschaft verzichten musste. Noch kämpft die 23-Jährige mit den Folgen der Verletzung, die sich länger hinzieht als erhofft. Mit Hilfe von bester medizinischer Betreuung und modernsten Therapien in Dresden und im Red Bull Athlete Performance Center kann sie jedoch langsam wieder ins Training einsteigen. Nächstes Ziel: die Olympischen Spiele in Peking im Februar 2022.

Anna, danke, dass du dir die Zeit für uns nimmst. Du wirst als Deutschlands beste Shorttrackerin beschrieben. Kurz und Knapp, da nicht alle Shorttrack kennen – was ist das eigentlich?
Ich vergleiche es immer gerne mit Eisschnelllauf, weil das die meisten kennen. Shorttrack ist also ähnlich wie Eisschnelllauf, nur dass wir auf einem Eishockeyfeld Schlittschuh laufen. Dabei geht es nicht um die Zeit, sondern darum, wer den Lauf gewinnt und so in die nächste Runde kommt. Es gibt also viele Überholmanöver, die es super spannend machen.

Was begeistert dich an deiner Sportart?
Vor allem die Geschwindigkeit. Mich hat es schon als Kind begeistert, dass man auf dem Eis so viel schneller ist als auf dem Land. Und auch der Überraschungseffekt.

Mit deinen 23 Jahren hast du schon einige Erfolge feiern dürfen. Von einem deiner Hauptsponsoren Red Bull wirst du als die „Eis-Heilige“ betitelt … Eine extreme Belastung für den Körper – du musst irre fit sein. Wie viele Stunden trainierst du pro Tag dafür?
Wir haben jeden Tag 2–3 Trainingseinheiten und eine Einheit dauert zwischen 2–4 Stunden. Es gibt also einige Tage in der Woche, an denen wir 8 Stunden mit Training beschäftigt sind. Durchschnittlich sind es ungefähr 6.

Leider hast du dich bei einem Trainingsunfall im WM-Ort Dordrecht im Februar schwer verletzt. Kannst du uns kurz deine Verletzung beschreiben?
Ich habe mir leider durch das Einspicken meiner Kufe auf dem Eis Schien- und Wadenbein gebrochen. Ich wurde dann direkt nach Hause gebracht und am nächsten Tag operiert. Jetzt habe ich eine Verschraubung und Verplattung im Bein, die auch diese Saison noch drinbleiben wird.

Wie ist die postoperative Heilung verlaufen?
Zunächst sehr gut, dann stagnierte die Heilung leider etwas und es ging nur noch sehr langsam vorwärts. 9 Wochen nach der Verletzung hatte ich immer noch Schmerzen beim Gehen und war auch im Alltag viel auf Hilfe angewiesen. Meinen Beruf konnte ich als Profisportlerin gar nicht ausüben. Deshalb habe ich die MBST-Therapie in Dresden gemacht und bin dann vor 6 Wochen in die Nähe von Salzburg in das Red Bull Athlete Performance Center (ein Reha- und Trainingscenter für Redbull-Athleten) gefahren. Hier konnte meine Heilung deutlich verbessert werden.

Dein Orthopäde, Dr. Lars Stephan von der Sportorthopädie Dresden, hat dir MBST empfohlen. Warum hast du dich dafür entschieden und was war deine Hoffnung?
Als die Heilung ein wenig stagnierte, habe ich versucht alles zu tun, was irgendwie die Heilung anregt und unterstützt. Durch meinen Bruder kannte ich die Therapie, bei ihm hatte sie den Heilungsprozess bei einem Bänderriss erheblich verbessert. Und auch mein Arzt Dr. Stephan hatte sie mir empfohlen – da brauchte ich nicht lange nachdenken.

Wie hat die Therapie gewirkt? Welche Veränderungen konntest du bemerken, die du auf die Therapie zurückführst, und ab wann?
Es war super angenehm, ich habe während der Sitzung nichts gespürt. Da meine Schmerzen noch recht akut und stark waren, hatte ich sie leider auch nach der Therapie noch. Trotzdem habe ich direkt nach den Sitzungen ein weniger hohes Schmerzlevel gehabt und etwas weniger Schwellung und denke auch, dass es die Heilung der Knochen auf jeden Fall angeregt hat.

Kannst du dir vorstellen auch bei deinem Rücken, den du dir nach der Olympia Teilnahme 2014 in Sotschi verletzt hast, MBST auszuprobieren?
Auf jeden Fall! Wie ist der Stand heute? Was ist dein nächstes sportliches Ziel, jetzt nachdem die Verletzung endlich am Heilen ist und die Rückkehr ins Training nahe ist? Mein Ziel sind nach wie vor meine dritten Olympischen Spiele in Peking im Februar 2022. Das ist das Ziel, das ich jeden Tag vor Augen habe.

Vielen Dank für das Gespräch. Wir drücken natürlich die Daumen für Peking und fiebern mit.
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