Dienstag, 21. Februar 2017


Signale einer verletzten Seele – Wege aus der Sucht

„Stationen einer Wiedergeburt ¬– Sucht als Chance“ von Uwe Dolata erscheint als Taschenbuch

(lifePR) (Murnau a. Staffelsee, ) Passend zum internationalen Anti-Drogen-Tag am 26. Juni 2008 erscheint im Mankau Verlag die sechste Auflage der beeindruckenden Autobiografie des Wirtschaftskriminalisten Uwe Dolata. Der gelernte Kriminalkommissar und Diplom-Verwaltungswirt aus Würzburg beschäftigt sich seit den neunziger Jahren mit dem Phänomen der Korruption. Er gilt als Fachmann für Wirtschaftskriminalität und Risikomanagement und kandidierte als Politiker der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) bereits für das Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sowie kürzlich bei der Wahl zum Oberbürgermeister seiner Heimatstadt. Sein politisches Ziel einer transparenten und suchtfreien Gesellschaft ist eng mit seinem persönlichen Lebensweg verbunden, der ihn tief in die eigenen psychischen Abgründe geführt hat.

Die Konfrontation mit seinen Gefühlen und Ängsten und das Eingeständnis seiner früheren Alkoholabhängigkeit erlebt der Autor aber auch als befreiend, weil ihm in der Therapie Mittel und Wege zur Verfügung gestellt werden, das eigene Empfinden zu artikulieren. Aus den Gedichten und der Malerei, mit Aphorismensammlungen und Ausstellungen, schöpft Dolata nun auch die Kraft, sich seinen Schwächen zu stellen und andere an seinen Erfahrungen teilhaben zu lassen. Die "heitere Melancholie", die aus seinen Texten und Bildern spricht, wird nicht mehr unterdrückt oder betäubt, sondern ist Ausdruck einer verletzten Seele.

Wie der Diplom-Pädagoge und Ratgeber-Autor Andreas Winter in seinem Nachwort schreibt, hat der Alkoholismus daher mit dem Alkohol selbst recht wenig zu tun, "sondern mehr mit den Anforderungen und Erwartungen der Gesellschaft". Das Ziel einer echten Therapie sollte daher nicht bloße Abstinenz, sondern "Selbstermächtigung zur Freiheit" sein. Diesen Weg der Selbstbefreiung schlägt auch Dolata ein, indem er sich den Ursachen seiner Abhängigkeit stellt und wieder lernt, in sich hineinzuhorchen. Die sachliche Schilderung des Genesungsprozesses wird so durch poetische Zwischenspiele und persönliche Aufzeichnungen ergänzt, um auch die innere Heilung zu verdeutlichen.

Die "Stationen einer Wiedergeburt" sind jedoch keine esoterische Spiegelfechterei, sondern ein authentisches Zeugnis für den Weg eines Mannes, der mitten im Leben stand und wieder dorthin zurück will - nun aber als neuer Mensch mit erweiterten Perspektiven.

Nach seiner Therapie beginnt Dolata, seine Erfahrungen mitzuteilen: Er immatrikuliert sich im Fach Soziologie mit dem Schwerpunkt "Sucht, Konsum und Gesellschaft" und hält Vorträge für Betroffene und deren Angehörige, die so genannten "Co-Abhängigen". Darüber hinaus arbeitet er im Bereich der Suchtprävention und engagiert sich erfolgreich in der Kommunalpolitik.

Als Lehrbeauftragter und Buchautor mit zahlreichen Publikationen und Vortragsreisen im In- und Ausland sowie Fernseh- und Rundfunksendungen wirkt er somit aktiv daran mit, auch anderen Abhängigen Wege aus der Sucht aufzuzeigen bzw. diese als Chance für einen Neuanfang zu begreifen.

Uwe Dolata
Stationen einer Wiedergeburt
Sucht als Chance
Mankau Verlag
6. neu bearbeitete Auflage 2008
9,95 Euro (D) / 10,30 Euro (A), 140 S.
ISBN 978-3-938396-15-5
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