Die Macht der Spekulanten

Was der gestiegene Ölpreis mit der amerikanischen Immobilien- und Hypothekenkrise zu tun hat

(lifePR) ( Murnau a. Staffelsee, )
Nachdem das Zinsniveau in den USA Mitte der neunziger Jahre auf den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten gesunken war, kauften die Amerikaner vermehrt Eigenheime. Die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen begannen zu steigen. Geschäfts- und Investmentbanken entdeckten daraufhin Hypotheken und Verbraucherkredite als lukratives neues Geschäftsfeld. Sie kauften im großen Stil solche Kreditgeber auf, die nicht notwendigerweise Bankstatus hatten, und stellten ihnen die Mittel für eine aggressive Geschäftsausweitung zur Verfügung. Die Kreditgeber, die die Kreditrisiken nicht mehr selbst tragen mussten, legten jegliche Zurückhaltung ab und gewährten auch solchen Kunden Raten- und Hypothekenkredite, die diese Kredite niemals zurückzahlen konnten. Investoren kauften die Kredite bzw. Wertpapiere, die mit diesen Krediten unterlegt waren, weil sie damit höhere Renditen erzielen konnten als mit herkömmlichen US-Staatsanleihen - über die in den Krediten enthaltenen Risiken sahen sie großzügig hinweg. Als der Immobilienmarkt kippte, brach das ganze System zusammen. Und nun musste die Notenbank mit Zinssenkungen und Liquiditätsspritzen das Weltfinanzsystem vor dem Zusammenbruch retten.

Weltweit sind Banken und andere institutionelle Investoren in das System verstrickt und erleiden Verluste in Milliardenhöhe. Das bedeutet Mindereinnahmen für die jeweilige Staatskasse. Steuerzahler müssen für die Spekulationen der Bankmanager geradestehen. Und es kommt sogar noch schlimmer: Immer häufiger tauchen in den Zeitungen Berichte darüber auf, dass sich Finanzinvestoren verstärkt der Spekulation in Rohstoffe zuwenden. Hedge Fonds, die zuvor mit Kreditderivaten ihr Glück versucht haben, setzen nach dem Platzen der Immobilienspekulationsblase in den USA, dem Ausbruch der Kreditkrise und dem einsetzenden Verfall des Dollar-Wechselkurses lieber auf Rohstoffe wie Gold, Silber und Rohöl. Ein steigender Ölpreis verteuert nicht nur das Autofahren, sondern auch die Heizkosten und die Stromrechnung. Was aber die Verbraucher für Energie und Energierohstoffe ausgeben, steht für andere Konsumausgaben nicht mehr zur Verfügung. Die Gefahren für den Aufschwung sind also offensichtlich.

Mit seiner langjährigen Erfahrung als Wirtschaftsjournalist wirft Wolfgang Köhler einen kritischen Blick auf die komplexen Verflechtungen des internationalen Banken- und Finanzsystems und verfolgt die politischen und ökonomischen Konsequenzen bis in die feinsten Verästelungen. Seiner Ansicht nach ist hier der Staat verpflichtet, die für derartige Auswüchse verantwortlichen Hasardeure durch Gesetze, Regeln und deren Durchsetzung zu anständigen Unternehmern zu bändigen.

Wolfgang Köhler
WALL STREET PANIK - Banken außer Kontrolle
Wie Kredithaie die Weltkonjunktur ins Wanken bringen
Mankau Verlag, 1. Aufl. Juli 2008
18,95 Euro, Hardcover mit Schutzumschlag
13,5 x 21,5 cm, 206 S.
ISBN 978-3-938396-21-6
Ab 15. Juli 2008 im Buchhandel!

"Eine derart fundierte Darstellung der Hintergründe der Finanzkrise habe ich noch nicht gelesen."Christoph Pauly, Redakteur des "Spiegel"

"Eine hoch aktuelle und umfassende Analyse der jüngsten Krise auf dem internationalen Kapitalmarkt, gespickt mit brisanten Details, kenntnisreich eingeordnet in die Zusammenhänge der globalen Ökonomie. Dieses Buch trägt dazu bei, die Ursachen der Finanzkrise und deren Konsequenzen einem breiten Publikum verständlich zu machen."Konrad Handschuch, Ressortleiter Politik + Weltwirtschaft der "WirtschaftsWoche"

"Ein spannendes Buch. Ein lehrreiches Buch. Wolfgang Köhler gelingt es, die Hintergründe der Immobilien- und Finanzmarktkrise so auszuleuchten, dass auch der Laie versteht, wie es zu den gewaltigen Erschütterungen der internationalen Bankenwelt kommen konnte. Komplexe Materie - aber packend und anschaulich präsentiert."Peter Ludäscher, Leiter der Wirtschaftsredaktion des "Südkurier"
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