Die eigenen vier Wände: In drei Phasen ins Eigentum

(lifePR) ( Hamburg, )
Die Preise für Wohnimmobilien steigen und steigen. Laut der diesjährigen LBS-Analyse „Markt für Wohnimmobilien “ sind beispielsweise in der Landeshauptstadt Kiel zwischen 2.150 und 4.500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für eine gebrauchte Eigentumswohnung zu zahlen.

Ein Durchschnittshaushalt in Schleswig-Holstein muss demnach für eine bestehende Wohnung mit 80 m²-Wohnfläche in Kiel bis zu elf Jahresnettoeinkommen aufbringen. (Quelle: Statista, Durchschnittsnettoeinkommen SH 2020, rd 32.167 Euro)

Entscheidend bleibt die Lage: Je nach Stadtteil in der Landeshauptstadt fällt der Preis pro m²-Wohnfläche niedriger oder höher aus. Der Preistrend setzt sich in den Umlandgemeinden fort. Auch hier werden seit Jahren Preisanstiege verzeichnet.

Wer kann sich da überhaupt noch Eigentum leisten?

„Die hohen Immobilienpreise lassen mittlerweile viele Haushalte an einem erfolgreichen Erwerb zweifeln,“ so Holger Schramm, Pressesprecher der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG. „Aber mit guter Planung lassen sich Wohnträume weiterhin erfüllen.“

Die niedrigen Zinsen ermöglichten in den letzten Jahren eine Finanzierung der steigenden Kaufpreise zu kaum veränderten Monatsraten. Die LBS bietet beispielsweise aktuell Annuitätendarlehen mit einem Zinssatz ab 0,99 Prozent mit einer Sollzinsbindung von 15 Jahren an. Vor zehn Jahren betrug der durchschnittliche Zinssatz noch 3,88 Prozent.

Schramm rät Kaufinteressierten, den Weg in die eigenen vier Wände in drei Phasen zu gehen.

Phase 1: Informationen sammeln

Grundlage einer soliden Finanzierung sollten mindestens 20 Prozent Eigenkapital sein. Neben dem Kaufpreis gilt es auch den Kapitalbedarf für Kaufnebenkosten, Umbauten, Modernisierungs- und Einrichtungswünsche zu bedenken. Immobilieninteressierte sollten ihre Möglichkeiten mit einer Finanzierungsberatung zunächst prüfen, so Schramm.

Einen ersten Überblick können Online-Baufinanzierungsrechner (zum Beispiel www.lbs.de/shh/baufi) verschaffen. Schramm empfiehlt, nach der groben Orientierung den Kontakt zu Finanzierungsexperten zu suchen. In einer individuellen Beratung können alle Möglichkeiten bedacht und gegebenenfalls Fördermittel eingeplant werden.

Phase 2: Wünsche formulieren

Neben der Frage der Finanzierbarkeit sind persönliche Vorlieben zu bedenken. Ländlich oder städtisch, Haus oder Wohnung, Garten oder Balkon – welche Bedürfnisse müssen erfüllt werden und wo sind Kompromisse möglich?

Das gilt für die Lage und die gewünschte Infrastruktur ebenso wie für die wichtigsten Merkmale des Objekts. Intelligente Zuschnitte der Wohnungsgrundrisse, attraktive Quartiere und Nachbarschaften, die eine hohe Lebensqualität bieten, sind gefragt. Die Erfahrungen aus der Pandemie fließen ebenso ein wie die eigene Lebensplanung.

Phase 3: Im Markt die Möglichkeiten sondieren

Steht das maximale Budget sowie die Ansprüche an das zukünftige Wohnen fest, wird der Suchradius festgelegt. Je konkreter und gleichzeitig flexibler die Vorstellungen sind, desto mehr Spielraum haben die Suchenden, um im begrenzten Markt ihre Immobilie zu finden. Angesichts einer großen Nachfrage werden Objekte immer schneller verkauft. Da ist es gut, wenn die Finanzierungsmöglichkeiten bereits geklärt sind. Kaufinteressierte sichern sich damit einen zeitlichen Vorteil gegenüber anderen Interessenten. 

Fazit:

 „Auf den Weg in die eigenen vier Wände gilt es einiges zu bedenken“, erklärt Holger Schramm. „Und einfacher wird es in den nächsten Jahren nicht.“ Er geht davon aus, dass sich jetzt noch günstigere Lagen mit guter Infrastruktur weiter dynamisch verteuern. Zusätzlich ungewiss ist, wie lange der Zinseffekt die Belastung aus immer höheren Kreditsummen noch abfedert.

Dadurch verkleinert sich der Markt an bezahlbaren Angeboten weiter. Ausdauer bei der Suche wird zu einem immer wichtigeren Faktor. In den Immobilienfinanzierungszentren der LBS hilft ein Team von Finanzierungs-, Immobilien- und Bausparexperten an mehr als 30 Standorten im Geschäftsgebiet bei der Suche nach der Traumimmobile und der dazu passenden Finanzierung und möglicher Förderungen.
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