1945 damals und heute: 75 Jahre nach der NS-Diktatur und dem Ende des Zweiten Weltkriegs

Rückblick auf das Zäsurjahr 1945: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) bündelt Veranstaltungen an Gedenkstätten im Land

(lifePR) ( Stuttgart, )
Das Jahr 1945 markiert einen dramatischen Einschnitt in der Geschichte, auch im deutschen Südwesten. Mit der Veranstaltungsreihe „1945 damals und heute“ knüpfen die Gedenkstätten in Baden-Württemberg an dieses Zäsurjahr an. Gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen (LAGG) hat die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) das breit gefächerte Angebot in einem Flyer gebündelt. Informationen zum Programm lassen sich zudem über das LpB-Gedenkstättenportal www.gedenkstaetten-bw.de abrufen.

Das Jahr 1945 steht für vieles zugleich, für das Ende des Zweiten Weltkriegs, für die Befreiung vom Nationalsozialismus und für den Ausbruch des Kalten Kriegs. Es steht für Brüche und Kontinuitäten und nicht zuletzt für den Beginn einer nunmehr 75 Jahre währenden Ära des Friedens in weiten Teilen Europas. In knapp 40 Veranstaltungen untersuchen die Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen die unterschiedlichen Facetten des Zäsurjahrs. Im Zentrum steht die Erinnerung an die Opfer, etwa bei der zentralen Gedenkveranstaltung in Vaihingen/Enz am 4./5. April 2020 zum Ende der Außenlager des KZ Natzweiler. In zahlreichen Vorträgen, Lesungen und Podiumsgesprächen wird darüber hinaus die Ereignisgeschichte vor Ort thematisiert, aber auch der schwierige Weg der Demokratisierung der deutschen Gesellschaft skizziert und das Spannungsfeld zwischen Verdrängung und Aufarbeitung vermessen.

Bestandteil des Veranstaltungsangebots ist auch die Wanderausstellung „Nebenan. Die Nachbarschaften der Lager Auschwitz I–III“. Unter diesem Titel haben die Stuttgarter Fotografen Kai Loges und Andreas Langen (die arge lola) Orte und Menschen in Oświeçim (Auschwitz) und Brzezinka (Birkenau) im Bild festgehalten. Ihre eindrucksvolle Fotoarbeit, die 75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers an zahlreichen Gedenkstätten zu sehen sein wird, lotet individuelles und kollektives Gedächtnis in einer Umgebung aus, die von extremer Gewalterfahrung gezeichnet ist.

Das vernetzte Veranstaltungsprogramm umfasst Angebote an folgenden Orten (alphabetische Reihenfolge):

Bad Urach, Baienfurt, Bisingen, Breisach am Rhein, Creglingen, Gailingen, Göppingen, Hechingen, Heidelberg, Horb, Karlsruhe, Kippenheim, Mannheim, Mössingen, Mosbach-Neckarelz, Offenburg, Pforzheim, Rot am See-Brettheim, Schwäbisch Hall, Stuttgart, Sulzburg, Überlingen, Ulm, Vaihingen/Enz, Weingarten.

Weitere Veranstaltungen sind in Planung und werden über das Gedenkstättenportal www.gedenkstaetten-bw.de abrufbar sein. Der Flyer, der sich zugleich zu einem Plakat entfalten lässt, kann bestellt werden bei: andreas.schulz@lpb.bwl.de.
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