Europa-Stahlbaupreis für Bosch-Parkhaus

„Neues Wahrzeichen für das Messegelände“ / Preisübergabe in Luxemburg

(lifePR) ( Stuttgart, )
Die Neue Messe Stuttgart setzt mit ihrer wegweisenden Architektur und Technologie weiterhin Maßstäbe. Wenige Wochen nach dem Innovationspreis der USamerikanischen Fachzeitschrift "Trade Show Executive" für das einzigartige Schichtlüftungssystem in den Messehallen wurde jetzt das Bosch-Parkhaus mit dem Europäischen Stahlbaupreis ausgezeichnet.

Auf ihrer Hauptversammlung in Luxemburg hat die Europäische Konvention für Stahlbau EKS den alle zwei Jahre ausgelobten Europäischen Stahlbaupreis vergeben. Die Donges Stahlbau GmbH, Darmstadt, wurde mit dem Bauherrn Projektgesellschaft Neue Messe und Architekt Kai Bierich (Wulf & Partner) vom amtierenden EKS-Präsidenten Ernest Hendrickxs für das Parkhaus der Neuen Messe Stuttgart in Anwesenheit des Luxemburgischen Ministers für Wirtschaft und Außenhandel, Jeannot Krecké, ausgezeichnet. Nach 1978 und 1999 ist dem Darmstädter Stahlbauer der Europäische Stahlbaupreis bereits zum dritten Mal zuerkannt worden.

In der Laudatio der Jury heißt es: "Um zusätzlichen Parkraum zu schaffen, plante die Messe Stuttgart eine gewaltige, sechsgeschossige Konstruktion (13.700 Tonnen schwer) über die am stärksten befahrene Autobahn Deutschlands. Das spektakuläre und perfekt durchdachte Bauwerk wurde auf einer Seite errichtet und dann als Brücke über die Autobahn verschoben. Es bietet Raum für etwa 4000 Fahrzeuge. Weit mehr als ein Parkhaus, ist das Bauwerk ein neues Wahrzeichen für das Messegelände".

Das neue 440 Meter lange, 100 Meter breite und bis zu 22 Meter hohe Bosch-Parkhaus erstreckt sich quer über die Autobahn Stuttgart-München. Das Bauwerk besteht aus zwei Riegeln, den so genannten "Fingern", und überspannt in zehn Metern Höhe stützenfrei 100 Meter lang die Autobahn. Jeder der zwei 34 Meter breiten nebeneinander liegenden "Finger" der Parkhaus-Konstruktion besteht aus mehreren hintereinander angeordneten Teilbaukörpern aus Fachwerkbindern und Stahlverbunddecken; die in insgesamt sechs Verschubvorgängen im Taktschiebeverfahrens mit Hilfe von Pressen und Stahllitzenhebern bei laufendem Verkehr in ihre Endposition über die Autobahn verschoben wurden. Die Gesamt-Verschubtonnage von 10.893 Tonnen wurde über eine Gesamtstrecke von 341,2 Metern mit durchschnittlich sechs Metern pro Stunde bewegt. Im letzten von sechs Verschubvorgängen erreichten die 5.369 Tonnen des 186 Meter langen Nordfingers nach einer Verschubstrecke von 36,4 Metern zentimetergenau das Verschubziel auf der Messeseite. Die Gesamt-Litzenheberkraft betrug dabei 276,2 Tonnen. Insgesamt 73 Personen einschließlich Führungs- und Vermessungspersonal waren notwendig, um den erfolgreichen Verschubvorgang zu bewerkstelligen.

Parkhaus der Neuen Messe Stuttgart, Deutschland
Bauherr: Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG, Stuttgart
Architekt: Wulf & Partner Freie Architekten BDA, Stuttgart
Ing.-Bau: Leonhardt, Andrä und Partner GmbH, Stuttgart
Stahlbau: Donges Stahlbau GmbH, Darmstadt
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