One-Night-Stand im Unterholz

One-Night-Stand im Unterholz (lifePR) ( Feldkirchen, )
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  • Die Paarungszeit beim Rehwild erreicht Ihren Höhepunkt
  • Rehböcke treiben die Geißen durchs Getreidefeld
  • Keimruhe beim Reh, eine wildbiologische Besonderheit
  • BJV appelliert an Vorsicht der Autofahrer
In den nächsten Wochen geht es wieder besonders wild zu in Feld und Wald. Das Rehwild hat Paarungszeit, die Brunft, und die läuft alles andere als still und heimlich ab, erklärt Dr. Claudia Gangl, Referentin für Wildbiologie beim Bayerischen Jagdverband. „Das heißt, in den nächsten Wochen sind die Rehe besonders aktiv unterwegs und oft auch tagsüber zu sehen und zu beobachten“.

Liebesreigen und Hexenringe

In der Paarungszeit  treibt der Bock die brunftige Geiß durch den Hochwald oder durch die Felder und liefert sich mit Rivalen Kämpfe und spektakuläre Verfolgungsjagden. Zurück bleiben so genannte Hexenringe,  dort, wo das Getreide beim wilden Liebesreigen niedergefegt wurde.

„Nein“ heißt „Nein“ – auch Rehgeißen können MeToo

Das weibliche Reh sondert Duftstoffe ab und signalisiert so seine Paarungsbereitschaft. Ist es noch nicht ganz so weit und der Bock bedrängt die Geis allzu aufdringlich, reagiert sie mit einem schrillen Fiebton und rennt davon.

Jetzt Hochzeit, erst nächstes Jahr Nachwuchs – wie kann das gehen?

Beim Reh gibt es die so genannte Keimruhe, eine wildbiologische Besonderheit. Biologin Dr. Gangl: „Dabei nistet sich die befruchtete Eizelle über einige Monate in der Gebärmutterschleimhaut ein, ohne sich weiter zu entwickeln. Erst mit zunehmender Tageslichtlänge im Spätwinter setzt die Zellteilung ein und der entstehende Embryo wächst.“ Durch eine solche „verlängerte“ Tragzeit beim Reh wird sichergestellt, dass die Jungtiere in der für sie optimalen Jahreszeit im Frühjahr geboren werden.

Vorsicht – Autofahrer müssen jetzt besonders aufpassen

Da „Liebe bekanntlich blind macht“ – oder besser gesagt, weil die Tiere völlig hormongesteuert sind – jagen brunftige Rehe oft  auch unvermittelt über die Straße. Da kann es schnell zu Wildunfällen kommen. Nathalie Ritter, Fachreferentin für Revier- und Wildschutz beim Bayerischen Jagdverband appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer: „Fahren Sie auch in Ihrem eigenen Interesse jetzt besonders vorsichtig. Speziell bei Fahrten entlang unübersichtlicher Straßenränder, durch Waldstücke, entlang von Hecken oder zwischen Mais- oder Getreidefelder, können unvermittelt Rehe auf der Straße auftauchen. Behalten Sie daher auch immer den Fahrbahnrand im Auge und seien Sie stets bremsbereit.“ Ein Reh kommt zur Paarungszeit selten allein. Meist folgt der Geiß ein Bock.Ritter: „Taucht auf der Fahrbahn ein Reh auf, blenden sie ab und versuchen Sie kontrolliert zu bremsen. Ist ein Zusammenstoß nicht mehr zu verhindern, muss das Lenkrad unbedingt gerade gehalten werden – versuchen Sie keinesfalls unkontrollierte Ausweichmanöver.
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