Maßnahmen für Geflüchtete im Berliner Bildunszentrum

Dachdecker-Bildungszentrum arbeitet seit Jahren erfolgreich mit Bildungsinitiative ARRIVO zusammen

Ausbildungsmeister Conrad Barnekow (2. v. re.) ist mit der Motivation und Leistungsbereitschaft der Geflüchteten im zweiwöchigen Schnupperlehrgang zufrieden.
(lifePR) ( Berlin, )
Der Fachkräftemangel ist für die Berliner Dachdeckerbetriebe seit Jahren eines der größten Probleme. Der Arbeitsmarkt für Dachdecker ist so gut wie leergefegt. Die Landesinnung sieht eine ihrer wichtigsten Aufgaben daher in der Nachwuchswerbung. Dort werden auch große Erfolge erzielt. So übersteigt die Anzahl der Lehrlinge in diesem Jahr zum ersten Mal seit 25 Jahren die Zahl von 300.

Aber auch die guten Ausbildungszahlen werden nicht ausreichen, um den Personalbedarf der Betriebe in Zukunft zu decken. Denn in den nächsten Jahren wird nahezu ein Drittel aller Beschäftigten altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Aus diesem Grund arbeitet das Bildungszentrum der Berliner Dachdecker schon seit Jahren mit der Berliner Ausbildungsinitiative ARRIVO zusammen.

ARRIVO engagiert sich mit Förderung durch den Berliner Senat für die Integration geflüchteter Menschen in Ausbildung und Arbeit. Diese Initiative unterstützt Geflüchtete vor und während ihrer Ausbildung und bietet zudem Berufsorientierung, Qualifizierung und berufsbezogenen Deutschunterricht an. Im Rahmen der Berufsorientierung nahmen schon zahlreiche Geflüchtete an entsprechenden Schnupperlehrgängen für Dachdecker im Berliner Bildungszentrum teil.

Nach einer längeren, pandemiebedingten Pause befinden sich nunmehr wieder einige Geflüchtete für einen zweiwöchigen Schnupperlehrgang im Bildungszentrum. Aufgrund der Vorauswahl von ARRIVO hatten sie bereits in ihrem Heimatland Berufserfahrung am Bau gesammelt. Die Deutschkenntnisse der Teilnehmer aus Guinea und dem Senegal sind gut genug, um den Anweisungen des Ausbilders zu verstehen und umzusetzen. Ausbildungsmeister Conrad Barnekow ist mit der Motivation und Leistungsbereitschaft der Geflüchteten zufrieden. In den Heimatländern der Geflüchteten gibt es den Dachdeckerberuf übrigens nicht. Ziel der Maßnahme ist es aus Sicht des Bildungszentrums, die Teilnehmer für den Dachdeckerberuf zu begeistern und zu motivieren, im Anschluss eine Dachdeckerlehre in einem Betrieb anzutreten.
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