Mittwoch, 20. September 2017


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Equity Daily

Aktienmärkte weiter mit extrem dünnen Umsätzen / Griechenland einigt sich auf weiteres Sparprogramm ich Höhe von 11,5 Mrd. €

Frankfurt am Main, (lifePR) - Heute stehen in den USA einige interessante Einträge im Kalender, unter anderem die erste Revision des Bruttoinlandsprodukts des zweiten Quartals. Zunächst wurde ein annualisiertes Quartalswachstum von 1,5 % gemeldet. Der besser als geschätzt ausgefallene Außenhandel dürfte aber für eine Aufwärtsrevision der Zahl auf 1,8 % sorgen, sodass gegenüber der Konsensschätzung leichtes Überraschungspotenzial besteht. Erfreulich ist zudem die robuste Entwicklung des privaten Konsums. Daher sollten Erwartungen an eine weitere Lockerung der US-Geldpolitik nicht befeuert werden. Auch die schwebenden Hausverkäufe dürften derartige Spekulationen nicht schüren, denn es wird mit einem ordentlichen Vormonatsplus gerechnet.
Im Vorfeld des Notenbanktreffens in Jackson Hole am kommenden Freitag dürfte es bezüglich QE3-Spekulationen nur wenig Bewegung geben. Das zuletzt veröffentlichte FOMC-Protokoll hatte Erwartungen geschürt, Fed-Chef Bernanke könnte Jackson Hole als Forum zur Vorbereitung einer weiteren geldpolitischen Lockerung nutzen.
Im Vorfeld des Wirtschaftssymposiums wird das heute anstehende Beige Book der Notenbank wohl nur am Rande interessieren. In den vergangenen Wochen hat sich aber das Konjunkturumfeld in den USA leicht verbessert. Daher zeigen wir uns skeptisch, ob die Fed tatsächlich schon am Freitag weitere Maßnahmen in Aussicht stellen wird.

Aktienmärkte: Man wird den Eindruck nicht los, dass die fehlende Bewegungsdynamik des Marktes und die erschreckend geringen Handelsvolumen, die Marktteilnehmer davon abhalten, Engagements einzugehen. Vielmehr wird das Feld den Algo-Tradern überlassen, welche für z.T. nicht nachvollziehbare Kursausschläge sorgen.
Per Saldo zeichnen sich zuletzt fallende Hoch- und Tiefkurse beim Dax ab, womit ein erneuter Test der Marke von 6.880 Zählern in Kürze anstehen sollte. Das gestern ausgebildete, sogenannte "bearish harami cross" unterstreicht diese These ebenso wie verschiedene Oszillatoren. Die sehr schwachen Umsätze verdeutlichen zudem, dass der deutsche Leitindex auf sehr wackligen Beinen steht. Speziell im Hinblick auf Jackson Hole dürfte die vorherrschende, positive Erwartungshaltung vom Markt weitestgehend eingepreist sein. Folglich scheint das positive Überraschungspotenzial eher begrenzt zu sein. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart deuten auf eine leicht verbesserte Eröffnung hin. Insgesamt ist zu befürchten, dass sich das Bild der vergangenen Tage - gekennzeichnet von geringen Umsätzen und einer abwartenden Haltung, fortsetzen wird.

Charttechnik: Nachdem gestern bekannt wurde, dass mit Katalonien eine weitere spanische Region staatliche Liquiditätshilfen benötigt, wollen wir heute einen Blick auf den IBEX werfen. Kurzfristig ist der Index in einer Handelsrange gefangen, welche bei 7.650 Zählern auf der Oberund 7.177 Zählern auf der Unterseite begrenzt wird. Auf Basis der schwachen Bewegungsdynamik, dem gestern ausgebildeten "bearish harami" und den leicht kippenden Indikatoren spricht einiges dafür, dass ein Test auf der Unterseite ansteht. Dann wird sich zeigen, ob die bullischen Marktkräfte wieder die Oberhand erhalten oder aber die Korrekturbewegung ausgedehnt wird. Sollte es dazu kommen, wäre die Marke von 6.815 Zählern (dort verläuft die 100-Tage-Linie) das nächste Kursziel.
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