Dabei ist das Interesse an der Ausbildung nach wie vor hoch. So konkurriert der MFA-Ausbildungsberuf in den zurückliegenden Jahren immer wieder um Platz 1 der bei Frauen beliebtesten Berufe. „Das verwundert nicht, denn nach der Ausbildung eröffnen sich den MFA zahlreiche Fortbildungs- und Aufstiegschancen“, betont der Ärztekammerpräsident. Allerdings sei es bedauerlich, dass sich Männer bisher noch selten für die Ausbildung zum MFA interessierten.
„Damit sich das ändert und wir auch insgesamt noch mehr Menschen für die Ausbildung gewinnen können, müssen wir mehr als bisher auf die anspruchsvollen Inhalte und Weiterbildungsmöglichkeiten des MFA-Berufs aufmerksam machen“, erklärt Pinkowski. Die Carl-Oelemann- Schule der LÄKH biete neben der ausbildungsbegleitenden überbetrieblichen Ausbildung auch ein breites Spektrum an Fortbildungen sowie zahlreiche Qualifizierungslehrgänge an. Auf MFA, die eine Führungsposition anstrebten, sei etwa die Aufstiegsfortbildung „Fachwirt/-in für ambulante medizinische Versorgung“ zugeschnitten.
„Medizinische Fachangestellte werden gebraucht und sind für eine funktionierende medizinische Versorgung unverzichtbar“, macht Pinkowski deutlich. „In den Arztpraxen stehen MFA Ärztinnen und Ärzten bei der Patientenversorgung zur Seite. Sie assistieren im Rahmen von Untersuchungen und Behandlungen und betreuen die Patientinnen und Patienten. Darüber hinaus sind sie für das Praxis- und Terminmanagement verantwortlich. Kurz gesagt: Ohne MFA läuft in Arztpraxen und zunehmend auch in vielen Kliniken (fast) nichts!“