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Pressemitteilung BoxID: 388128 (Kunsthalle Mainz)
  • Kunsthalle Mainz
  • Am Zollhafen 3-5
  • 55118 Mainz
  • http://www.kunsthalle-mainz.de
  • Ansprechpartner
  • Fabienne Rosenbach
  • +49 (6131) 1269-36

FADE INTO YOU Series of Video Art

episode IV / am Mittwoch, 20. Februar 2013 um 19 Uhr

(lifePR) (Mainz, ) .
Joan Jonas Upsidedown and Backwards

In Upsidedown and Backwards werden zwei Märchen der Gebrüder Grimm zu einem neuen Text verflochten. Während der "Froschkönig" rückwärts erzählt wird, unterbricht ihn immer wieder das Märchen "Von Einem, der auszog das Fürchten zu lernen" in konventioneller Reihenfolge. Diese beiden Märchen verflechten sich somit zu einem neuen Text, indem ihre Fragmente alternierend miteinander amalgamiert werden. Der widersprüchliche Inhalt wird visuell noch weiter durch Joan Jonas ironische Symbole, so ihre rituellen Performances aufgebrochen. Es entsteht eine prozesshafte Komposition der Transformation und Sexualität, welche das wirre Unterbewusstsein von männlichem und weiblichem Verlangen evozieren. Jonas performt mit einer Puppenmaske, manipuliert kindliche Objekte oder erscheint als Geselle des Skelettes in einem Danse Macabre. Die Zeitlosigkeit und Befreiung von den Gesetzen der Physik referiert dabei auf die literarische Quelle. Durch die Fusion von Unschuld und Horror, Traum und Alptraum spiegelt das Video die Urängste und Phantasien der Kindheit wider.

Joan Jonas gilt als Pionierin der Performance-Kunst und gehört mittlerweile zu den Ikonen der New Yorker Avantgarde-Kunst. Ende der sechziger Jahre gehörte sie zu den Künstlern, die aus Tanz, Installation und Video eine neue Art der Kunst, das Happening entwickelten. Aus dieser Aktionskunst, meist unter Beteiligung des Publikums, entstand die Performance. Das Ritual war ihr Thema, Feminismus ein Anliegen. Vier Mal wurde Jonas zur Documenta nach Kassel eingeladen. 1982 anlässlich der Dokumenta 7 war sie mit Upsidedown and Backwards vertreten.

Pascal Magnin Reines d'un jour

Der eindrucksvollste und ungewöhnlichste Teil einer vom Genfer Regisseur Pascal Magnin geschaffenen Trilogie, die sich mit der Recherche nach einer Filmsprache für Tanz auseinandersetzt, bildet "Reines d'un jour". Diese visuell und sinnlich beeindruckende Tanzperformance, huldigt kraftvoll und witzig der Schönheit der Schweizer Alpen und wurde eigens für die Kamera entwickelt. Heiter und humorvoll inszeniert die Choreographie das Aufsteigen dreier Tänzerpaare in die morgendliche alpenländische Berglandschaft. Dort erkunden die Tänzer in übermütigem Spiel die Hänge, die Kühe und schließlich das Leben der Menschen. Magnin macht auch die Einwohner des Tales zu Akteuren seines Films, lässt Beziehungen zu den vom Berg "heruntergepurzelten" Tänzerinnen und Tänzern entstehen und findet einen poetischen, märchenhaften Schluss.

"Video-Tanz interessiert mich wegen der formalen Freiheiten, die dieses Genre anbietet. Ich sehe seine Sprache als etwas, das dem Experimentalkino sehr nahe steht: Ich mag daran, dass es der Imagination viel Platz einräumt." Pascal Magnin

Diskussionsrunde nach dem Motto: VIEW, DRINK AND TALK

Kostenbeitrag 1,- Euro. Ein Glas Wein gratis. Der Eintritt für die Ausstellung entfällt beim Besuch der Veranstaltung.

Im Rahmen der Ausstellung:
Attila Csörgö
Roman Signer
9.11.2012 - 3.3.2013

Vorschau
Sonntag, 24.2.2013, 15 Uhr
Raum und Zeit
Öffentlicher Rundgang (Samuel Fath)

Öffentliche Rundgänge
mittwochs 18 Uhr und sonntags 15 Uhr

Öffnungszeiten: Di, Do, Fr 10 - 17 Uhr / Mi 10 - 21 Uhr / Sa, So 11 - 17 Uhr

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