Kreistagssitzung am Montag, 23. April 2018

Bericht aus der Arbeit des Kreisausschusses

(lifePR) ( Lauterbach, )
 

Landrat Manfred Görig berichtet
  • Rechnungsergebnis 2017 – ein Plus von 8,4 Millionen Euro
  • KIP Teil II
  • Dachsanierung Großsporthalle Alsfeld
  • Vogelsbergschule Schotten
  • Neubau Schlitzerland Gesamtschule
  • KIP Teil I
  • I-Pad-Klassen
  • Pakt für den Nachmittag
  • Vergabe Rettungswesen
  • Tierseuchenübung
8,4 Millionen plus

Der Vogelsbergkreis hat im vergangenen Jahr bei Erträgen von 183,8 Millionen Euro und Aufwendungen von 175,3 Millionen Euro ein positives Jahresergebnis in Höhe von 8,5 Millionen Euro erzielt. Die Haushaltsplanung hatte lediglich einen hauchdünnen Überschuss von rund 60.000 Euro erwarten lassen, so dass im Laufe des Jahres eine Verbesserung von 8,4 Millionen Euro erreicht wurde. Damit wird in der Bilanz nunmehr ein Eigenkapital von 20,4 Millionen Euro ausgewiesen.

Auch die Finanzrechnung, die in der Planung noch einen Zahlungsmittelfehlbedarf von nahezu 800.000 Euro auswies, konnte positiv abgeschlossen werden, der Bestand der Kassenkredite reduzierte sich von knapp 95 Millionen Euro auf nunmehr noch 81 Millionen Euro.

Mit dem Jahresabschluss 2017 erfüllt der Vogelsbergkreis vorzeitig die mit dem Land Hessen abgeschlossene Schutzschirmvereinbarung, die ein mindestens ausgeglichenes Jahresergebnis in drei aufeinanderfolgenden Jahren verlangt. Den formellen Beschluss zur Entlassung aus der Vereinbarung kann der Kreistag aber erst mit dem Beschluss über den durch das Rechnungsprüfungsamt geprüften Jahresabschluss fassen.

Kommunalinvestitionsprogrammgesetz Teil II

Bereits mehrfach habe ich an dieser Stelle über die Fortführung des KIP durch ein weiteres Förderprogramm des Bundes berichtet, das sich ausschließlich an finanzschwache Schulträger richtet. Das Land Hessen ergänzt wie schon im ersten Programmteil auch dieses Bundesprogramm durch ein eigenes Landesprogramm und erhöht damit den Kreis der Anspruchsberechtigten – nach den allerneuesten Informationen sind jetzt sogar sämtliche öffentlichen hessischen Schulträger förderberechtigt, also auch die finanzstarken Städte Frankfurt und Wiesbaden und der Main-Taunus-Kreis. Dies führt nach meiner Auffassung den ursprünglichen Förderzweck, die Benachteiligung einzelner finanzschwacher Schulträger auszugleichen, ad absurdum, weil über die Auswahl der Kriterien schließlich doch wieder alle gefördert werden und über die starke Gewichtung vermeintlicher Bedarfskennzahlen (Schülerzahlen) sogar die an sich Finanzstarken deutlich mehr erhalten als die Finanzschwachen. Gerade KIP II macht deutlich, dass die wirksame Förderung des ländlichen Raums andere Gewichtungen und mutigere Entscheidungen verlangt (man könnte auch sagen, KIP II führt vor, wie Förderung des ländlichen Raums nicht geht).

Der Vogelsbergkreis soll über das Bundesprogramm 10,4 Mio. Euro erhalten und über das Landesprogramm rund 1,6 Mio. Euro. Nach der bestehenden mittelfristigen Investitionsplanung ist die nächste anstehende Maßnahme die Sanierung der Oberwaldschule Grebenhain, für die wir ab 2021 im Rahmen des eingeschränkten Investitionsrahmens bereits eigene Haushaltsmittel eingeplant hatten. Durch die Fördermaßnahme wären wir in der Lage, hier bereits wesentlich früher zu beginnen – allerdings tun sich gerade bei diesem Vorhaben zusätzliche Hürden auf. Die Verwaltung hat sich bemüht, die Förderfähigkeit der Maßnahme vorab mit dem Hessischen Finanzministerium zu klären. Ergebnis ist, dass die geplanten notwendigen Veränderungen am vorhandenen Baukörper des Klassenhauses nach den Fördergrundsätzen als Ersatzbau behandelt werden. Die Förderfähigkeit von Ersatzbauten muss im Dialog mit dem zuständigen Bundesministerium geklärt werden und bedingt deutlich höhere Nachweispflichten wie umfangreiche Wirtschaftlichkeitsberechnungen mit Alternativkonzepten. Obwohl das Finanzministerium in Wiesbaden daher grundsätzlich von Ersatzbaumaßnahmen abrät, wird unser Konzept dort als schlüssig bewertet und soll weiterverfolgt werden. Sobald unsere Unterlagen um die geforderten Nachweise ergänzt worden sind (und die endgültige Zuständigkeit in Berlin geklärt ist), will man sich um die Klärung der Förderfähigkeit dieser konkreten Maßnahme bemühen.

Als weitere Maßnahme ist für das Bundesprogramm die Sanierung des Werkstattbereichs Metall der Vogelsbergschule in Lauterbach angedacht. Für beide Maßnahmen hat der Kreisausschuss bereits vorbereitende Planungen in Auftrag gegeben, das für Lauterbach erstellte Konzept wird in Wiesbaden als richtlinienkonforme Sanierung eingestuft.

Die Mittel des Landesprogramms sollen in die Erneuerung der Aula der Stadtschule Alsfeld fließen. Die Sanierung des Bestandsgebäudes ist auch hier unwirtschaftlich, mit einer geringfügigen Flächenerweiterung soll hier ein energetisch optimierter Mehrzweckraum entstehen, der dann auch den weiteren Betrieb der alten Turnhalle in der Jahnstraße entbehrlich macht. Auch diese Maßnahme wird, weil im Landesprogramm auch Neubauten ohne besondere Einschränkungen gefördert werden, als förderfähig eingestuft.

Sobald die beschriebenen Problemlagen geklärt sind, wird der Kreisausschuss einen Beschlussvorschlag erstellen. Der Kreistag muss dann eine abschließende Prioritätenliste beschließen, die auch die vorliegenden Förderanträge des einzigen Ersatzschulträgers im Kreisgebiet einschließt.

Dachsanierung Großsporthalle Alsfeld

Die Baumaßnahme hat fristgerecht begonnen. Mitte März wurden zunächst die Geräte in die Nebenräume verbracht, der Bodenbelag mittels Spanplatten und Folie gegen Beschädigungen gesichert und der Ausbau des Innengerüstes hat am 9. April gestartet. Die Dachdeckungsarbeiten konnten nach Ausschreibung über ein Interessenbekundungsverfahren an einen Handwerksbetrieb im VB vergeben werden. 

Komplettsanierung Vogelsbergschule Schotten - 2 Bauabschnitt

Witterungsbedingt kam es über die Wintermonate immer wieder mal zu Verzögerungen im Bauablauf, aber nun läuft der technische Ausbau der Heizung, Lüftung und Elektroinstallation. Die Planungsmannschaft bereitet aktuell noch die fehlenden Auftragsvergaben des 3. Bauabschnitts vor, so dass einem Einstieg in den letzten Bauabschnitt nach den Sommerferien nichts mehr im Wege steht und spätestens im Herbst 2019 die Vogelsbergschule in Schotten komplett saniert wieder zur Verfügung steht.

Neubau Gesamtschule Schlitzerland

Die Genehmigungsplanung steht vor Abschluss und wird zeitnah eingereicht, die detaillierte Kostenberechnung ist in der Bearbeitung. Im Haushaltsjahr 2018 stehen Mittel zum Start in die Baumaßnahme zur Verfügung. Noch im Herbst soll mit den vorbereitenden Erschließungsmaßnahmen begonnen werden.

Kommunalinvestitionsprogrammgesetz Teil I

Die Schwerpunkte liegen hier nun noch bei dem Erweiterungsbau der Grundschule in Homberg/Ohm, den umfänglichen Sanierungsmaßnahmen an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Herbstein und den haustechnischen sowie energetischen Verbesserungen am sogenannten Bettenhaus unserer Jugend- und Familienfreizeiteinrichtung in Landenhausen. Die Ausführungsplanung zur Erweiterung der Homberger Grundschulpavillons ist abgeschlossen und die Ausschreibung der Bauleistungen folgt nun umgehend. Alle zu einem gesicherten Baustellenbetrieb notwendigen Vorleistungen sind in den Sommerferien vorgesehen. In Herbstein laufen zurzeit die WC-Sanierungen und mit den Umbaumaßnahmen zur Neuordnung der Fluchtwege wird daran anschließend begonnen. Auch wird die bereits im Sonderinvestitionsprogramm 2009 begonnene Fenster- und Fassadensanierung fortgesetzt.

Einrichtung weiterer Ipad-Klassen

Nachdem die Geschwister-Scholl-Schule Alsfeld bereits im vorigen Schuljahr in einer 7. Realschulklasse mit einem Pilotprojekt einer Ipad-Klasse gestartet war und die bisherigen Erfahrungen sehr positiv sind, soll zum kommenden Schuljahr eine weitere Ipad-Klasse an der GSS Alsfeld gestartet werden.

Auch andere Schulen im VBK, wie die Ohmtalschule Homberg und die Haupt- und Realschule Lauterbach möchten dem Beispiel folgen und sind derzeit dabei, ebenfalls Ipad-Klassen zum kommenden Schuljahr zu planen und einzurichten.

Die Teilnahme an einer Ipad-Klasse ist freiwillig. Die technischen Voraussetzungen in der jeweiligen Schule schafft der Schulträger. Das Amt für Schulen und Liegenschaften ist auch mit Beratungen (Elternabende)

von Beginn an in die Projekte eingebunden.

„Blühende Schulen“ im Vogelsbergkreis

Zurückgehende Nahrungsquellen und andere Umwelteinflüsse bedrohen zunehmend die Bienenbestände.

Verstärkt werden deshalb von verschiedenen Seiten, vorrangig von Kommunen, in jüngerer Zeit Anstrengungen unternommen sogenannte Bienenweiden und Blühstreifen sowohl in der Landwirtschaft als auch auf öffentlichen Flächen als zusätzliches Nahrungsangebot für die Bienen anzulegen und zu fördern.

Neben diesem primären Zweck tragen solche Flächen aber auch zur Verbesserung der Landschaft und der Dorf- und Stadtbilder bei.

Sie sind nicht nur eine Weide für die Bienen, Hummeln und anderen Insekten sondern auch eine Augenweide bis in den späten Herbst hinein.

Der Vogelsbergkreis möchte mit dem Projekt „Blühende Schulen“ hierzu ebenfalls einen sichtbaren Beitrag leisten. 

An den meisten unserer Schulen gibt es großzügige Außenanlagen, in der Regel Grünflächen, die intensiv gemäht werden. Hier bietet es sich an, kleinere, repräsentative Teilflächen entsprechende herzurichten und darauf Bienenweiden anzulegen.

Solche Projekte eignen sich auch hervorragend zur Einbindung in den Unterricht.

Das für die Aussaat der Flächen notwendige Saatgut wurde zentral durch den Schulträger beschafft und kann interessierten Schulen in den nächsten Tagen schon zur Verfügung gestellt werden.

Inzwischen ist schon eine rege Nachfrage nach diesem Angebot zu verzeichnen.  

Grundschule Grebenhain  im Pakt für den Nachmittag

Als weitere Schule wurde die Grundschule an der Oberwaldschule Grebenhain ab dem kommenden Schuljahr in den Pakt für den Nachmittag aufgenommen.

Damit sind dann insgesamt 7 Grundschulen des Vogelsbergkreises in diesem Betreuungsangebot: Stadtschule Alsfeld, Eichbergschule Lauterbach, Dieffenbachschule Schlitz, Grundschule Homberg, Gerhart-Hauptmann-Schule Alsfeld, Grundschule Schwalmtal und Grebenhain.

Vergabe Rettungsdienst

Der Kreisausschuss hat in der vergangenen Woche die Vergabe der rettungsdienstlichen Leistungen beschlossen. Erstmals hat die Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband Mittelhessen, den Zuschlag für eines der ausgeschriebenen Lose bekommen – und zwar für die Rettungswache Nieder-Ohmen und für den neuen Notarztstandort Ilbeshausen, dort war sie auch einziger Bewerber.

Alle anderen Rettungswachen in Alsfeld, Lauterbach, Herbstein, Schlitz, Grebenhain, Freiensteinau, Grebenau, Schotten, Köddingen, Homberg und Kirtorf sowie die Notarztstandorte in Alsfeld und Willofs werden vom Deutschen Roten Kreuz Rettungsdienst Mittelhessen betrieben.

Die Verträge werden noch in diesem Monat unterschrieben, sie treten zum 1. Oktober 2018 in Kraft und gelten für 8 Jahre.

Große Tierseuchenübung

Eisig kalt, aber gelungen: Mehr als 60 Veterinäre aus ganz Hessen und weitere Spezialeinheiten von Katastrophenschutz, Polizei und Feuerwehr nahmen an einer groß angelegten Übung am 17. März in Heblos unter der Regie unseres Veterinäramtes teil. Angenommen wurde der Ausbruch der afrikanischen Schweinepest in einem landwirtschaftlichen Betrieb. Bei der Übung wurden entsprechende Einsatzabläufen für einen solchen Notfall erarbeitet. Denn: Wenn in einem Betrieb das Virus festgestellt wird, müssen alle Tiere getötet werden, ein Sperrbezirk muss errichtet werden.

Unterstützung gab es durch den Katastrophenschutz-Stab des Kreises, beteiligt waren außerdem das THW, der Gefahrstoff-Zug, die Feuerwehr Lauterbach und das DRK. Das Dorfgemeinschaftshaus in Heblos wurde zum Logistikzentrum umfunktioniert. Dort traf sich das tierärztliche Personal vor und nach dem Besuch des landwirtschaftlichen Betriebes. Geübt wurde das sogenannte Ein- und Ausschleusen am Betrieb. Dazu gehörte zum Beispiel das korrekte Anlegen und Abdichten der Schutzkleidung.

Zudem wurde die Dekontamination von Fahrzeugen gezeigt. Einheiten des THW hatten zwei Fahrzeugschleusen aufgebaut, um durchfahrende Fahrzeuge mit Desinfektionsmittel zu behandeln – auf Grund der frostigen Temperaturen wurde allerdings auf die Verwendung von Desinfektionsmitteln, Frostschutzmitteln und Wasser verzichtet.

Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens  Mischak berichtet
  • Straßenbau
  • Regionale Gesundheitsplanung
  • Gemeindeschwester 2.0
  • Agrar-Umwelt-Maßnahmen
  • Bergmähwiesen-Meisterschaft
  • Dorferneuerung / Regionalentwicklung Bilanz 2017
  • Unternehmerdialog
  • Runder Tisch Ortsumgehung B 254
  • WLAN Mittelhessen
  • Neugestaltung Hoherodskopf Info-Zentrum
  • Projektmittel für die VHS
Vogelsbergkreis investiert in Straßenbau

Vom Kreisausschuss wurden Aufträge für Tiefbaumaßnahmen von rund 3,0 Mio. € vergeben.

Die Bauvorhaben werden in Mücke, Lauterbach, Grebenau, Schwalmtal und Grebenhain ausgeführt.

In Mücke geht es um die Erneuerung der Strecke von Atzenhain nach Merlau. Rund 870.00 € kostet der Ausbau der Kreisstraße 044. Das Land Hessen fördert das Projekt mit 610.000 €

Im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms (KIP) erneuert der Kreis die freie Strecke K 114 zwischen der Kreuzung Knöppsack und dem Lauterbacher Stadtteil Frischborn. In Frischborn wird zusätzlich auf der K 113 teilweise die Straßendecke erneuert.  Ebenfalls mit KIP Mitteln werden die K 074 zwischen Grebenau-Schwarz und der Landesstraße 3160 sowie die K 101 von Grebenhain-Bermuthshain zur Kreisgrenze erneuert. Über 1,0 Mio. € werden in diese Maßnahmen investiert.

Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte der Kreisausschuss die Arbeiten zur Instandsetzung der Fuldabrücke im Schlitzer Stadt Pfordt (rd. 540.000 €) und die Erneuerung der Ortsdurchfahrt im Schwalmtaler Ortsteil Hopfgarten vergeben. Die OD Hopfgarten wird bei Gesamtkosten von rd. 440.000 € ebenfalls vom Land Hessen mit rd. 310.000 € gefördert. Für die Instandsetzung der Fuldabrücke erhält der Kreis eine Zuwendung aus Mitteln der Denkmalpflege in Höhe von 80.000 €.

Investitionen in dieser Größenordnung waren dem Kreis bisher nur durch die Programme des Landes möglich. Hier zeigt sich, was das KIP-Programm leisten kann und soll.

Künftig wird der Vogelsbergkreis mehr eigenes Geld in seine Kreisstraßen investieren. Mit dem Doppelhaushalt 2019/2020 wird eine Sanierungs- und Investitionsoffensive mit dem Schwerpunkt Freie Strecken starten.

Auf der anderen Seite, auch das möchte ich nicht unerwähnt lassen, wird der Kreis nicht mehr notwendige Straßenabschnitte, die die Verkehrsbedeutung einer Kreisstraße verloren haben,  abstufen. Jüngstes Beispiel dafür ist die K 113 zwischen Dirlammen und Frischborn. Sie wird in die Gruppe der Gemeindestraßen abgestuft, da sie praktisch nur noch als Verbindungsweg zwischen den beiden Dörfern dient. 

Regionale Gesundheitsplanung

Seit November 2017 läuft die Regionale Gesundheitsplanung 2017/2018 im Vogelsbergkreis in Zusammenarbeit mit der OptiMedis AG aus Hamburg. Sie hat das Ziel, die primärärztliche Versorgung im Vogelsbergkreis zukunftsfest zu gestalten, d. h. konkret umsetzbare und bedarfsgerechte Versorgungslösungen zu entwickeln, die einer potentiellen Unterversorgung der haus- und fachärztlichen Gesundheitsversorgung entgegenwirken helfen. Aus den vier lokalen Gesundheitswerkstätten, die im Januar und Februar stattgefunden haben, hat sich eine Agglomeration von Themenfeldern und Lösungsansätzen ergeben, die am 9. Mai in einem kreisweiten Forum konzeptionell vertieft werden sollen. Hierzu gehören u. a.  Delegationsmodelle, neue Praxisformen, Patientenmobilität und die Gewinnung von ärztlichem Nachwuchs. In der letzten Phase der Regionalen Gesundheitsplanung werden die lokalen Akteure die Vorschläge hinsichtlich ihrer Realisierung bzw. Umsetzung in den vier Teilräumen bewerten und projektieren. Die Regionale Gesundheitsplanung soll im Januar 2019 abgeschlossen sein.

Gemeindeschwester 2.0

Der Vogelsbergkreis wird beim Hessischen Sozialministerium Fördermittel für vier Gemeindeschwestern 2.0 beantragen. Die Gemeindeschwester 2.0 kann als aufsuchende Hilfe insbesondere ältere Menschen in den vier Teilräumen des Kreises unterstützen. Sie soll dabei insbesondere psycho-soziale Problemlagen aufdecken und Hilfen organisieren. Sie versteht sich als Kümmerer für isolierte oder alleinstehende Menschen, unterstützt diese bei der Bewältigung des Alltags oder in Krisensituationen und organisiert die verschiedenen Unterstützungsangebote, von der Nachbarschaftshilfe bis zum Arztbesuch. Sie kann somit auch eine Schnittstelle zu den pflegerischen und medizinischen Angeboten im Landkreis sein.

Agrarumweltmaßnahmen (HALM) ausgezahlt

Die HALM-Auszahlung für das Antragsjahr 2017 konnte noch vor Ostern für ca. 85 % der hessischen Betriebe und ca. 90 % der Vogelsberger Betriebe veranlasst werden. Das ist der bisher früheste Termin bei den Zahlungen der Agrarumweltmaßnahmen in Hessen und kann neben dem erfreulich frühzeitigen Zahlungseingang bei den Betrieben auch als ein Erfolg für die dafür verantwortliche Agrarverwaltung verbucht werden.

Insgesamt werden im Vogelsbergkreis ca. 4,4 Millionen Euro im HALM ausgezahlt.

Davon fließt der größte Teil von ca. 2,64 Millionen Euro an die ökologisch wirtschaftenden Betriebe. Für diese Betriebe stellen die Flächenzahlungen mit über 85 % des Betriebseinkommens auch den wichtigsten Einkommensanteil dar. Bei den konventionellen Betrieben beträgt er ca. 54 %.

Derzeit nehmen 227 Betriebe im Vogelsbergkreis am ökologischen Landbau teil, was einer Quote von über 21 % entspricht. Dies ist in Hessen absolute Spitze. Der Landesdurchschnitt liegt nur bei 13,5 %. Auch aus diesem Grund hat sich der Vogelsbergkreis bei der aktuell laufenden Ausschreibung des Wettbewerbes des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz als „Ökolandbau Modellregion Hessen“ erneut beworben. Mit einer erfolgreichen Bewerbung könnte schwerpunktmäßig etwas für den dringend notwendigen Aufbau von nachhaltigen Vermarktungs- und Verarbeitungsstrukturen von Ökoprodukten getan werden.

Insgesamt haben sich allerdings acht neue Regionen auf die drei zu Verfügung stehenden Plätze beworben. Eine Entscheidung ist nicht vor Ende April zu erwarten.

Für die Grünlandextensivierung und die Durchführung von naturschutzfachlichen Sonderleistungen (z.B. späte Mahdtermine, besonderer Pflegeaufwand) erhalten die daran teilnehmenden Betriebe insgesamt ca. 1,5 Millionen Euro. Für die sonstigen HALM-Maßnahmen (Vielfältige Ackerkulturen, Blühflächen, Schonstreifen etc.) werden noch ca. 260 Tausend Euro ausgezahlt.

Bergmähwiesen-Meisterschaft

Auf Initiative des Amtes für Wirtschaft und den ländlichen Raum des Vogelsbergkreises wird zusammen mit der Nachhaltigkeitsinitiative „NÄHE ist gut“ erstmals in diesem Jahr ein Wettbewerb zur Auszeichnung der artenreichsten Wiesen und Weiden unter den landwirtschaftlichen Betrieben in den Gemeinden Grebenhain und Lautertal bzw. der Städte Herbstein, Schotten und Ulrichstein durchgeführt. Insgesamt stehen für die Meisterschaft 5.000 Euro aus der Spendenaktion der Nachhaltigkeitsinitiative „Nähe ist gut“ zur Verfügung. Mit der Bergmähwiesen-Meisterschaft sollen die Verdienste der Landwirte um die Vogelsberger Kulturlandschaft mit ihren artenreiche Wiesen und Weiden gewürdigt werden. 

Jahresbilanz 2017 in der Dorf- und Regionalentwicklung

Dorfentwicklung: Das Bewilligungsjahr 2017 konnte auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr abgeschlossen werden. Mit 2,95 Mio. Euro wurden 80 private und 33 kommunale Vorhaben gefördert. Im Vergleich liegt der Vogelsbergkreis damit auf Platz 2 in Hessen. Insgesamt wurden durch das Dorfentwicklungsprogramm Investitionen von mehr als 6,3 Mio. Euro ausgelöst. Aktuell befinden sich sechs Kommunen des Kreises im gesamtkommunalen Verfahren, eine weitere Kommune wird 2018 aufgenommen.

Regionalentwicklung/LEADER: Weitere 12 Vorhaben wurden 2017 im Rahmen der Regionalentwicklung gefördert. Allein bei diesen Vorhaben werden Investitionen von 3,2 Mio. Euro getätigt. Aus dem EU-Programm LEADER wurden dafür Zuwendungen in Höhe von 270.000 Euro bereitgestellt. Weitere 250.000 Euro flossen aus dem 2017 erstmals in Hessen umgesetzten Programm  „Kleinstunternehmen der Grundversorgung“ in den Vogelsbergkreis

Unternehmer-Dialog

Vergangene Woche haben wir den Unternehmerdialog fortgesetzt, der im vorigen Jahr begonnen wurde und das Regionalimage als ein wichtiges Thema für die Zukunft benannt hatte. Jetzt war es Zeit, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen und einen Einblick in die laufenden Aktivitäten zu geben. Unser Sachgebiet Wirtschaftsförderung und Tourismus, das inzwischen im Studienzentrum Lauterbach seine Räume bezogen hat, organisiert den Prozess und hat inzwischen Leistungen fürs Standortmarketing identifiziert, ausgeschrieben und auch vergeben. Vier regionale Dienstleister wurden beauftragt, Grundmaterialien fürs Marketing zu erstellen – dazu gehören beispielsweise Logo, Design, eine Bildsprache, Fotos, Videos und ein Webauftritt. Jürgen Litzka Design GmbH ist zuständig für das Corporate Design, Webeagentur Habekost für die Bilderwelt, team digital GmbH für die Landingpage der Region und die zweikopf agentur erstellt die Videoclips. Im Sommer soll die Seite im neuen Outfit an den Start gehen.

Runder Tisch Ortsumgehung

Insgesamt 6x hat der von Kreisbeigeordnetem Jürgen Ackermann moderierte Runde Tisch „Ortsumgehung Wartenberg“ getagt und dabei unterschiedlichste Themen besprochen, Bürgerinitiativen und Fachverbände angehört sowie Anwohner über die mögliche Trassenführung informiert. Mit der Visualisierung der Ortsumgehung im Wartenberg‐Oval, bei der über 500 Zuschauer den Ausführungen von Hessen‐Mobil folgten, ist die Arbeit des Runden Tisches nunmehr beendet, die Angelegenheit wird in den Entscheidungsgremien von Lauterbach und Wartenberg abschließend geregelt.

WLAN Mittelhessen

Innerhalb der Kooperation der fünf hessischen Landkreise wurde die Projektstruktur für die Etablierung eines öffentlichen und kostenfreien WLAN  in den ca. 100 Kommunen Mittelhessens erarbeitet. Das Land Hessen hat unter dem Stichwort „Digitale Dorflinde“ das Projekt aufgegriffen und unter Leitung der EKOM 21 die abschließende technische Umsetzung auf gesamt Hessen ausgedehnt.

Die Mittelhessische Arbeitsstruktur bleibt bestehen. Es werden weitere Projekte mit synergetischer Umsetzung in Mittelhessen erarbeitet. Es betrifft dies den Bereich FTTH Ausbauplanung (Glasfaser bis in die Haushalte) und 5 G (Fünfte Generation des Mobilfunkstandards).

Neugestaltung des Infozentrums Hoherodskopf

Die Neugestaltung des Infozentrum Hoherodskopf befindet sich in der konkreten Gestaltungsphase. Der geplante Neu-Eröffnungstermin zum 1. Mai 2018 muss allerdings wegen planungstechnischen Verzögerungen auf den Frühsommer 2018 verschoben werden.

Projektmittel für die vhs

Die vhs hat Projektmittel in Höhe von 137.700 Euro vom Hessischen Kultusministerium bewilligt bekommen für den Projektzeitraum 1.3.2018 bis 31.12.2020. Das vhs-Projekt mit der Zielsetzung: "Weiterbildungsbeteiligung fördern durch lokale Verankerung und Vernetzung über regionale Zweigstellenverbünde der vhs" ist Teil eines Verbundprojekts mit den Volkshochschulen des Landkreises Fulda und der vhs der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH zum Thema "vhs in der Fläche: Grundlagen und Methoden regionaler Bildungsarbeit zur Förderung der Weiterbildungsbeteiligung im ländlichen Raum" im Rahmen des Weiterbildungspakts, an das auch 5 weitere hessische Volkshochschulen als Transferpartner angeschlossen sind. Für die Durchführung des (Teil-) Projekts wurde beim Personal sowohl im Bereich Pädagogik (Projektleitung: 9,5 Wochenstunden, EG 13) als auch im Bereich Sachbearbeitung (Projektassistenz: 9,5 Wochenstunden, EG 5) aufgestockt; diese Personalkosten sind vollständig über die Projektmittel gegenfinanziert.
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