Die Möglichmacher der Kreisverwaltung

Arbeit, Freunde, Dankbarkeit: Eine Familie aus Syrien ist in Lauterbach angekommen

Haben ihr Lächeln trotz ihrer schrecklichen Erlebnisse in Syrien nie verloren: Ibrahim Alali und Munira Alkurdi – hier mit ihrer Tochter Lorin – sind froh, in Lauterbach eine neue und vor allem sichere Heimat gefunden zu haben / Foto: Jennifer Sippel / Vogelsbergkreis
(lifePR) ( Lauterbach, )
Munira Alkurdi, ihr Mann Ibrahim Alali und ihre vier Kinder sind eine fröhliche, offene und sehr humorvolle Familie. Ihr Lachen ist einnehmend und herzlich. Niemand merkt ihnen an, welch schreckliche Ereignisse diese so unglaublich positiv denkenden Menschen in ihrem Leben durchmachen mussten.

Die Familie stammt aus Syrien und ist aufgrund des Krieges 2015 nach Deutschland geflohen. Seitdem ist Lauterbach ihr neues Zuhause. „Wir haben versucht, in unserer Heimatstadt zu bleiben, doch aufgrund des Krieges mussten wir mehrfach die Stadt verlassen, weil es wegen der Kämpfe immer wieder zu gefährlich wurde“, erzählt Munira Alkurdi in sehr gutem Deutsch. „Irgendwann war klar: Wir können so nicht weiterleben. Wir wollten nicht, dass unsere Kinder so aufwachsen – in Angst und Schrecken, zwischen Kämpfen und Anschlägen, immer den Tod vor Augen. Wir alle hatten Todesangst und unsere Kinder waren traumatisiert. Wir mussten weg von dort.“

Ibrahim Alali gab einem Schleuser seine Wohnung als Gegenleistung dafür, dass dieser seine schwangere Frau, die drei Kinder und ihn aus dem Land herausbringt. Für weitere 5.000 Euro kaufte er „Tickets“ für eines der berüchtigten Schlauchboote, um mit 37 weiteren Menschen die riskante Fahrt über das Meer anzutreten. Auf der gefährlichen Flucht wurde eines der Kinder der Familie sehr krank. „Wir dachten, unser Junge stirbt. Es war schrecklich. Er hat nichts gegessen und nichts getrunken, die Augen nicht mehr geöffnet und nur ganz flach geatmet“, beschreibt Ibrahim Alali die beängstigende Situation. Zum Glück überlebte das Kind.

Nachdem sie die Flucht alle heil überstanden hatten, folgten vier Monate in einem Flüchtlingscamp und eineinhalb Jahren in einem Haus mit insgesamt 25 Menschen. Dann fand die Familie eine Wohnung in Lauterbach. „Während der Zeit im Gemeinschaftshaus konnten wir noch keiner Arbeit nachgehen, deshalb haben wir die Zeit genutzt, um an Sprach- und Integrationskursen teilzunehmen“, berichtet Munira Alkurdi weiter. „Es war uns sehr unangenehm, dass wir Geld bekamen, ohne dass wir dem Land und seiner Bevölkerung irgendetwas zurückgeben konnten“, erzählt Ibrahim Alali weiter. Ihre alten Berufe als Lehrkräfte konnten die beiden in Deutschland nicht ohne Weiteres ausüben, da die Anforderungen hierzulande höher sind.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KVA-Kommunales Jobcenter des Vogelsbergkreises unterstützten das Ehepaar, das dennoch unbedingt arbeiten wollte, in vielen Bereichen und das mit Erfolg: Die KVA förderte Ibrahim Alalis Ausbildung zum Busfahrer und er ist seit einem Jahr mit großer Freude in diesem Beruf tätig. Seine Frau Munira hat ihren Autoführerschein gemacht und arbeitet seit Dezember 2019 in der Schulkindbetreuung der Eichbergschule in Lauterbach. Zudem hilft sie ab und an ehrenamtlich bei der Caritas als Dolmetscherin aus. Während ihres Sprachkurses besuchte Munira Alkurdi Bewohnerinnen und Bewohner der AWO. „Das war gut für die Menschen, weil sie jemanden zum Reden hatten und es war gut für mich, weil ich dadurch meine Sprachkenntnisse erweitern konnte.“

„Wir sind Deutschland so unglaublich dankbar, dass wir hier in Sicherheit leben können und freuen uns, dass wir es geschafft haben, sowohl Freunde, als auch Arbeit zu finden“, bekräftigt Ibrahim Alali. Die Familie ist in Lauterbach angekommen, fühlt sich sehr wohl und hat sich gut integriert. Zwei ihrer Kinder gehen aufs Gymnasium, eins in die Grundschule und eins in den Kindergarten. „Besonders möchten wir uns bei unseren Freunden Wiebke Möller und Stefan Mink bedanken, die uns immer unterstützen und für uns da sind“, erklären Munira Alkurdi und Ibrahim Alali abschließend.

Seit Dezember 2020 ist die Familie auf keinerlei finanzielle Unterstützung seitens der KVA – Kommunales Jobcenter mehr angewiesen – eine echte Erfolgsgeschichte.
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