In Schleswig-Holstein leben über 70.000 Menschen mit Demenz. Hausärzt*innen haben eine Schlüsselrolle bei der Diagnostik, der medizinischen und psychosozialen Begleitung sowie dem Aufzeigen von weiterführenden Hilfestellen. Spezifische Diagnostik kann Patient*innen dabei helfen, behandelbare Ursachen frühzeitig zu erkennen und anzugehen. Dazu gehören z. B. Stoffwechselstörungen, Schilddrüsenerkrankungen, Hirntumore oder Durchblutungsstörungen. Ebenso hilft die gesicherte Demenz-Diagnose Betroffenen und ihren Angehörigen bei der Auseinandersetzung mit dem Verlauf der Erkrankung, ihren Herausforderungen und den jeweiligen Wünschen für die gemeinsame Lebensplanung. Hierbei können regionale Beratungsstellen, wie Pflegestützpunkte und Alzheimer Gesellschaften wichtige Anlaufstellen sein. „Deshalb begrüßen wir die Zusammenarbeit an der Schnittstelle ausdrücklich und freuen uns über das große Interesse“, betont Anna Jannes.
„Ziel der Veranstaltung ist, dass neben den theoretischen Inhalten und praktischen Tipps für die tägliche Arbeit in den Hausarztpraxen mehr Verständnis für Menschen mit Demenz vermittelt wird. Dies ist im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Demenz und mit dem Demenzparcours sehr gut gelungen“, so Tilmann Schröder.
Der Workshop Demenz ist an weiteren Terminen 2026 am KWA.SH geplant. Alle Ärzt*innen in Weiterbildung im Fachgebiet Allgemeinmedizin wie auch Pädiatrie können sich am KWA.SH registrieren und an den Schulungstagen in Kiel oder Bad Segeberg teilnehmen (www.kwa.sh/startseite.html, Kontakt Andrea Heiden: Tel. 04551 893 723 0).