Kloster Irsee will bis 2030 klimaneutral werden

Bezirkseinrichtung ist Gründungspartner im Bündnis Klimaneutrales Allgäu

(v.r.n.l.): Sebastian Uhlemair (eza!) bei der Übergabe des Berichts zur Impulsberatung an Dr. Stefan Raueiser (Werkleiter) und Stefan Schneckenaichner (Haustechnik Kloster Irsee), Foto: Anna Maria Hutter
(lifePR) ( Irsee, )
Schwäbisches Bildungszentrum Irsee legt CO2-Bilanz vor: Treibhausgas-Emissionen vor allem der Deckung des Wärmebedarfs des Denkmals zuzuordnen

Das Schwäbische Bildungszentrum Irsee ist seit Jahresbeginn Gründungspartner im Bündnis Klimaneutrales Allgäu 2030, das unter der Schirmherrschaft von Dr. Gerd Müller steht, dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Das Tagungs-, Bildungs- und Kulturzentrum des Bezirks Schwaben versteht sich damit als Vorreiter in Sachen Klimaschutz und verpflichtet sich, schrittweise bis spätestens zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden bzw. unvermeidbare Emissionen durch zertifizierte Projekte zu kompensieren, die im Allgäu selbst sowie in Entwicklungsländern CO2 einsparen.

“Unser Eigenbetrieb in Irsee will dem Klimawandel etwas entgegensetzen und Verantwortung übernehmen”, erläutert Bezirkstagspräsident Martin Sailer. “Schließlich ist der Bezirk Schwaben der erste Bezirk in Bayern, der am European Energy Award teilnimmt, einem professionellen Management-System, bei dem alle Aktivitäten für den Umweltschutz strukturiert gebündelt werden”.

Bei der Bestandsaufnahme im Rahmen des Bündnisses Klimaneutrales Allgäu durch Sebastian Uhlemair, Projektleitung Unternehmen im Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!), wurde deutlich, dass die Treibhausgas-Emissionen von Kloster Irsee im Kalenderjahr 2019 bei 338 Tonnen CO2-Äquivalenten lagen. Das entspricht etwa 5,8 Tonnen CO2-Äquivalente pro Mitarbeiter. Dabei sind etwa 68% der gesamten Treibhausgas-Emissionen dem Wärmebedarf des barocken Bau-Ensembles von Kloster Irsee zuzuordnen. Mit großem Abstand folgen CO2-Emissionen zur Deckung des Strombedarfs (15%) und für die Arbeitswege der Mitarbeiter (10%).

„Im Beratungsprozess wurde deutlich, welch erfolgreichen Weg wir schon hinter uns haben“, erläutert Werkleiter Dr. Stefan Raueiser: „Beim von Herrn Uhlemair vor drei Jahren durchgeführten, gesetzlich vorgeschriebenen Energie-Audit nach DIN 16247 lagen wir noch bei 546 Tonnen CO2-Ausstoß. Durch die Umstellung auf 100% Ökostrom aus heimischen Wasserkraftwerken haben wir hier bereits 38% CO2-Emissionen einsparen können. Jetzt heißt es, diesen Weg konsequent fortzusetzen.“ Die nächsten Schritte stehen bereits unmittelbar bevor: Die Heiz-Kühl-Decken des Ende Oktober in Betrieb gehenden Erweiterungsbaus Küferei nutzen die Energie des durch das Klostergelände hindurchfließenden Irseer Bachs zu Kühlzwecken. Außerdem werden 19 Gästezimmer und der neue Gartensaal über eine Dachintegrierte Fotovoltaik-Anlage mit Solarstrom versorgt.

Die Mitglieder im Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030 verpflichten sich, schrittweise bis spätestens zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden. Dabei liegt der Schwerpunkt zunächst auf der Reduktion der CO2-Emissionen durch mehr Energieeffizienz und dem stärkeren Einsatz von erneuerbaren Energien. Darüber hinaus sollen unvermeidbare Restemissionen durch hochwertige zertifizierte Projekte, die entsprechend CO2 einsparen, kompensiert werden. www.eza-allgaeu.de/...
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