100 Jahre kbo-Isar-Amper-Klinikum: Von der Landarmenanstalt zum renommierten psychiatrischen Fachkrankenhaus

Chronik in der IMPULSE-Schriftenreihe des Bildungswerks Irsee erschienen

Taufkirchen 1933 / © kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (Vils)
(lifePR) ( Irsee, )
In der Schriftenreihe IMPULSE des Bildungswerks des Bayerischen Bezirketags mit Sitz in Kloster Irsee legt das kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (Vils) jetzt seine Chronik „Landarmenanstalt – Fürsorgeheim – psychiatrische Klinik. Streifzüge durch 100 Jahre Geschichte und Gegenwart“ vor.

Drei Autoren erkunden darin ein Jahrhundert psychiatrischer Gesundheitsversorgung in Taufkirchen an der Vils. Sie zeichnen die Geschichte einer Einrichtung nach, die in der Weimarer Republik vom damaligen Landarmenverband Oberbayern gegründet wurde und sehr bald zu einem Fürsorgeheim mit „Arbeitszwangshäftlingen“ mutierte. Breiten Raum widmet der Historiker und Psychiatriepfleger Christian Pfleger daher der Aufarbeitung der Verstrickungen in die NS-Erbgesundheitspolitik und ihre „Euthanasie“-Morde, die in der Vorgänger-Publikation „60 Jahre Bezirkskrankenhaus Taufkirchen (Vils)“ von 1981 noch nicht im Blick waren.

Aus erfahrungsgesättigter Zeitzeugen-Perspektive berichten der ehemalige ärztliche Direktor Prof. Dr. Matthias Dose (1992 - 2014) und der Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit des kbo-Isar-Amper-Klinikum Region München, Henner Lüttecke, über den Aufstieg der Einrichtung nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem renommierten psychiatrischen Fachkrankenhaus, das nicht nur durch das einzigartige Huntington-Zentrum Süd besondere Reputation genießt.

In seinem Geleitwort hebt Bezirkstagspräsident Josef Mederer hervor: „Menschen zu helfen, die sich nicht selbst helfen können, das ist der Leitgedanke für das Handeln des Bezirks Oberbayern. Im Klinikum in Taufkirchen gibt es die Fachbereiche Allgemeinpsychiatrie, und Psychosomatik, das Huntington-Zentrum, Angebote für Suchtkranke und gerontopsychiatrische Stationen. Außerdem kooperiert die Klinik seit 2020 mit dem Universitätsklinikum Ulm – ein Beleg, dass Taufkirchen auch in der medizinischen Spitzenforschung unterwegs ist.“

Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Peter Brieger, Geschäftsführer Franz Podechtl, stv. Pflegedirektorin Brigitta Wermuth und Standortleiter Rudolf Dengler betonen in ihrem Vorwort, dass aller aktuellen Erfolge zum Trotz nicht vergessen werden darf, dass die Verbrechen der NS-Diktatur auch heute noch spür- und sichtbar sind: „Die Aufarbeitung dieses dunkelsten Kapitels unserer Klinikgeschichte ist ein hohes Gut, dem wir uns als Direktorium verpflichtet haben.“

„Doch an einem Jubiläum geht der Blick nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorne,“ merkt Martin Spuckti, Vorstandsvorsitzender der Kliniken des Bezirks Oberbayern, an: „Ich wünsche allen, die die Geschickte unseres kbo-Klinikums in Taufkirchen lenken, alles Gute für die kommenden Aufgaben und Herausforderungen.“ Erst dank des Einsatzes aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „werden die Menschen, die unsere Hilfe benötigen, in Taufkirchen auch in Zukunft einen zuverlässigen Partner und eine kompetente Anlaufstelle finden.“

Die über 220 Seiten starke Publikation (ISBN 978-3-9821217-3-4) mit 20 historischen Fotos ist im Grizeto-Verlag Irsee erschienen und kann über das kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (Vils), das Bildungswerk Irsee und den Buchhandel zum Preis von € 15,80 bezogen werden.

Info:

Mit seiner wohnortnahen Versorgung und 410 Betten sichert das kbo-Klinikum Taufkirchen (Vils) die psychiatrische, psychosomatische, gerontopsychiatrische und suchtmedizinische Versorgung für die Landkreise Erding, Freising sowie den Flughafen München. www.kbo-taufkirchen.de
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