Dienstag, 20. Februar 2018


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BJV Infos zum Feldhasen kurz vor Ostern

Der Bayerische Jagdverband (BJV) bittet alle, die sich draußen bewegen: Respektieren Sie Ihre Grenzen und lassen Sie der Kinderstube des Feldhasen die notwendige Ruhe

Feldkirchen, (lifePR) - "Dem Feldhasen in Bayern geht es gut, obwohl er es immer schwerer hat" so kommentiert BJV Präsident Prof. Jürgen Vocke die Ergebnisse der Hasenzählungen der bayerischen Jäger. Trotz Wegfall vieler Stillegungsflächen haben die Herbstzählungen in Bayern 2008 einen durchschnittlichen Wert von rund 22 Hasen pro 100 Hektar ergeben. Bayerns Jäger waren wieder mit Scheinwerfern unterwegs und haben die Hasenbestände gezählt. Zum Vergleich, im Jahr 2007 waren es ebenfalls rund 22 Hasen pro 100 Hektar. Die Feldhasenbestände in Bayern sind damit stabil und liegen im Mittel bei über 20 Hasen pro 100 Hektar.

"Die Lebensbedingungen für den Hasen in Bayern sind dabei aber sehr unterschiedlich", so BJV Präsident Vocke weiter. "Der Hase mag es trocken und braucht genügend Kräuter um sich fit zu halten. Sind diese Voraussetzungen gegeben, so geht es dem Hasen auch gut."

Bayerns Jäger versuchen diesen Ansprüchen Rechnung zutragen und säen in Absprache mit den Bauern sogenannte Hasenapotheken aus. Darin enthalten sind die wichtigsten Kräuter die der Hasen zum Überleben braucht, wie zum Beispiel Kulturmalve, Ringelblume, Dill, oder die kleine Bibernelle.

Ein entscheidender Faktor für das Überleben des Hasen ist allerdings die Witterung. Bleibt es weiter so warm und vor allem trocken, werden die ersten in diesem Jahr bereits gesetzten Hasen eine gute Überlebenschance haben. Junghasen sind sehr empfindlich gegen Nässe, so dass in einem feuchten Frühjahr die Überlebensrate sehr gering sein können.

Die vier bis fünf Jungtiere werden einzeln in kleinen windgeschützten Erdmulden mitten auf den Feldern abgesetzt. Sie können von Anfang an sehen und haben auch bereits ein vollständiges Fell, so dass sie bei Gefahr sofort flüchten können. Und Gefahr droht von überall. In der Luft warten Krähen und Greifvögel auf ihre Gelegenheit, am Boden bedrohen Fuchs, Dachs, Marder und natürlich der Mensch mit seinen Haustieren und Maschinen das Leben der Junghasen.

Der Hase lässt seine Feinde ganz nah an sich herankommen und ergreift erst im letzten Moment die Flucht. Dass ausgerechnet er - neben dem Ei - zum Symbol des Osterfestes geworden ist, könnte mit einer Besonderheit in seiner Biologie zu tun haben, der sogenannten "Superfötation". Hasenmütter können nämlich, noch bevor sie den ersten Wurf gesetzt haben, erneut befruchtet werden und stehen damit für eine besonders große Fruchtbarkeit. Das muss dem Hasen erst mal einer nachmachen!
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