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Stundenlanges Sitzen erhöht Thrombose-Risiko

IPF rät: Bewegen, trinken, testen

(lifePR) (Frankfurt am Main, )
Forscher der Leicester und Aberdeen University glauben, dass das lange Sitzen während eines Fluges der Hauptgrund für tiefe Venenthrombosen ist – nicht das Fliegen an und für sich. Sie warnen daher vor allen Formen des Reisens, bei denen die Passagiere stundenlang eingeengt sitzen. Die abgeknickten Beine können zu einem Blutstau in den Beinvenen führen.

In einer Studie ließen die Forscher 73 Probanden acht Stunden lang in Kammern mit reduziertem Luftdruck sitzen. Sie durften sich jede Stunde ein paar Minuten bewegen. Eine Vergleichsgruppe saß in einer Kammer ohne Veränderung der Atmosphäre.

Vor und nach jedem simulierten Flug entnahmen die Forscher Blutproben, um Faktoren zu untersuchen, die bei der Blutverklumpung eine Rolle spielen. Es ließen sich keine Unterschiede im Blut der Teilnehmer beider Kammern feststellen. Somit ist aller Wahrscheinlichkeit nach allein das lange Sitzen für das gehäufte Auftreten von Thrombosen nach Reisen verantwortlich.

Das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF) in Frankfurt rät allen Reisenden, die Thromboseprophylaxe nicht zu vernachlässigen.

Personen, auf die mindestens zwei der folgenden Risikofaktoren zutreffen, sind gut beraten, vor der Reise ärztlichen Rat einzuholen und sich gegebenenfalls einer Untersuchung zu unterziehen:

- Thrombose in der eigenen Krankengeschichte;
- Mehrere Thrombose-Fälle bei direkten Verwandten;
- Größere Krampfadern oder chronische Venenschwäche;
- Schwere Erkrankung, z. B. Herzschwäche oder Tumor;
- Schwangerschaft, Einnahme der „Pille“ oder Hormonersatztherapie;
- Entbindung, Operation oder Knochenbruch kurz vor der Reise;
- Alter über 60;
- Starkes Übergewicht;

Prof. Dr. Wolfgang Schramm, Leiter des Experten-Teams der Deutschen Thrombophilie Gesellschaft rät: „Durch eine Vorsorge-Untersuchung können Sie einen wesentlichen Beitrag leisten, um venöse Blutgerinnsel zu vermeiden. Liegt ein angeborener Risikofaktor vor, so sind bei jedem Langstreckenflug oder einer Busreise Vorsorge-Maßnahmen sinnvoll.“

Labortests klären, ob eine anlagenbedingte Thromboseneigung besteht. Die häufigsten Ursachen sind die Veränderungen des Gerinnungsfaktors V oder des Prothrombin-Gens. Die Risikoabschätzung erfolgt mittels Gerinnungsanalysen (Blut- und Plasmatest). Der Arzt kann im Bedarfsfall Kompressionsstrümpfe oder eine medikamentöse Behandlung verordnen.

Grundsätzlich sollte man sich so viel wie möglich bewegen. Fußwippen beim Sitzen und das rhythmische Anspannen der Beinmuskeln setzen die Muskelpumpe in Gang und transportieren das Blut schneller von den Beinen weg zum Herzen. Noch besser sind Bewegungspausen. Außerdem darf das Trinken – möglichst Mineralwasser – nicht vernachlässigt werden.

Zeichen für einen Stau in den Beinvenen sind langsam zunehmende Schwellungen an den Fußknöcheln, Überwärmung, bläuliche Verfärbung und Schmerzen. Treten gar nach einer Reise Kurzatmigkeit, Blutdruckabfall und Schmerzen in der Herzgegend auf, ist sofortige ärztliche Hilfe notwendig.

Am 5. September findet von 14 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 0800 / 4733361 eine Telefonaktion des IPF und der „Neue Apotheken Illustrierte“ statt. Die Experten sind die Fachärzte Dr.Michael Spannagl aus München, Dr. Edelgard Lindhoff-Last aus Frankfurt/Main und Dr. Christian Schambeck aus Kiel.

Das IPF-Faltblatt „Reisethrombose“ enthält weitere Informationen zum Thema. Es kann aus dem Internet herunter geladen werden unter www.vorsorge-online.de.

Informationen zu einzelnen Laboruntersuchungen im Internet unter: www.labtestsonline.de.
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