Montag, 18. Dezember 2017


Sport als Integrationsplattform

Schwedt/Oder, (lifePR) - Der Sportverein Medin Reha- und Gesundheitssport e.V. aus Schwedt/Oder engagiert sich seit mehreren Jahren in der Integrationsarbeit und wird nun vom Landessportbund Brandenburg e.V. als „Stützpunktverein“ im Programm „Integration durch Sport“ ausgewiesen.

Bei Medin e.V. findet man Menschen mit Migrationshintergrund nicht nur unter den Mitgliedern, sondern auch unter den Mitarbeitern. Geflüchtete machen hier u.a. ihren Bundesfreiwilligendienst und arbeiten am Empfang des Fitnessstudios oder als Trainer. „Dabei ist ihre Motivation nicht nur das zusätzliche Geld, sondern der Kontakt zu anderen jungen Menschen und das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.“ berichtet Nadine Kundler, Trainerin im Verein. Sie hat sich dem Thema angenommen und sucht nach Möglichkeiten, Kinder, Jugendliche und Erwachsene Zuwanderer ins Vereinsleben zu integrieren. Ein wichtiger Partner für sie ist die Brandenburgische Sportjugend im Landessportbund Brandenburg e.V. und ihr Programm „Integration durch Sport“, dessen Logo nun auch am Eingang des Studios zu finden ist.

Jörg Schneider von der Brandenburgischen Sportjugend arbeitet seit vielen Jahren mit Sportvereinen zusammen und ist Ansprechpartner für das Projekt. Er weiß, dass Sportorganisationen bei der Integration von Geflüchteten eine wichtige Rolle spielen: „Sportvereine sind Plattformen für Begegnungen, denn hier sind die Hürden für Kommunikation und Integration in eine Gruppe vergleichsweise gering. Sie bieten also gute Voraussetzungen, Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenzubringen.“ Mit dem Programm „Integration durch Sport“ sollen Vereine wie Medin e.V. unterstützt werden, Migranten aktiv ins Vereinsleben einzubinden und den kulturellen Austausch zu fördern.

Wie diese Unterstützung in der Praxis aussieht, ist sehr unterschiedlich. So können neben finanziellen Förderungen für Sportgeräte, Übungsleiter und Weiterbildungen auch Hilfe bei Anträgen sowie bei der Umsetzung von Aktionen geleistet werden. „Dabei geht es jedoch nicht immer nur um die Vereinsinteressen, sondern auch um den sozialen Ansatz.“ so Jörg Schneider. „Es ist wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen und die Chancen für den Verein und für seine Rolle in der Region zu erkennen“, berichtet er weiter. Aus diesem Grund werden auch Feste, Treffen und gemeinschaftliche Initiativen gefördert, bei denen Menschen aus unterschiedlichen Ländern zusammenkommen.

Seit 1992 gibt es das Programm „Integration durch Sport“ der Brandenburgischen Sportjugend, doch mit der jüngsten Flüchtlingswelle hat es wieder deutlich an Bedeutung gewonnen. Waren es bis 2014 ca. 35 Brandenburger Sportvereine, die betreut und gefördert wurden, sind es nun um die 150, berichtet Jörg Schneider. Auch aus der Uckermark werden neben Medin e.V. weitere Vereine, wie der Schwedter Boxverein UBV 1948 e.V., gefördert. Interessierte Sportorganisationen können sich jederzeit an die Brandenburgische Sportjugend wenden und Hilfe für ihre Integrationsarbeit bekommen.

Medin Reha- und Gesundheitssport e.V.:

Seit Oktober 2008 befindet sich der Medin Reha- und Gesundheitssport e.V. im Industrie- und Handwerkszentrum in Schwedt/Oder. Mit über 2500m ² und  über 1500 Vereinsmitgliedern sind wir einer der größten Vereine in Schwedt und Umgebung. Auf verschiedenen Trainingsbereichen mit großzügigen Umkleiden, 4 verschiedenen Saunen und einem separatem Lady Bereich haben unsere Mitglieder viel Platz für individuelle Trainingsplangestaltung. Mit über 45 Kursen für Groß und Klein bieten wir eine breite Palette an Sportmöglichkeiten in der Gemeinschaft an.
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