Mittwoch, 25. April 2018


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Minister Alexander Bonde und IHK im Dialog zum Nationalpark

Pforzheim, (lifePR) - Zu einem intensiven Meinungs- und Gedankenaustausch trafen sich am Wochenende im IHK-Haus in Pforzheim der für den Nationalpark zuständige Minister für den Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Alexander Bonde und Vertreter des Präsidiums und der Geschäftsführung der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald um Präsident Burkhard Thost. "Bei der Diskussion um den Nationalpark Schwarzwald muss die konstruktive Auseinandersetzung mit den langfristigen Auswirkungen dieser bedeutenden Weichenstellung im Vordergrund stehen", erläutert IHK-Präsident Burkhard Thost die Position für die IHK. "Bei einem Nationalpark geht es um mehr als um "Ja" oder "Nein", es geht auch um die Zukunftschancen unserer Region als attraktiver Lebens- und Arbeitsraum." Für das Gespräch mit den IHK-Vertretern nahm sich Minister Bonde viel Zeit, um die Argumente der IHK aufzunehmen. Er stellte seinerseits die wirtschafts- und strukturpolitischen Chancen für die Region heraus: "Die Landesregierung sieht im Nationalpark ein einmaliges strukturförderndes Element für den Nordschwarzwald", so Minister Bonde.

IHK und Landesregierung sind sich in ihrer Einschätzung hinsichtlich der besonderen Herausforderungen für die ländlichen Räume in der Region Nordschwarzwald in allen Punkten einig. Sowohl bei der Fachkräfteversorgung, der unzureichenden Infrastrukturausstattung im Verkehrsbereich, Mobilfunk und Breitband wie auch den Bildungseinrichtungen und bei der Nahversorgung.

Minister Bonde machte in dem Gespräch deutlich, dass die Landesregierung mit dem Nationalpark den Rahmen für zukünftige Strukturentwicklungen schaffen wolle, Investitionen und Engagement über den Nationalpark hinaus jedoch auch von den Kommunen und privaten Investoren kommen müssten.

"Für die Unternehmen in der Region Nordschwarzwald ist es wichtig, dass ein Nationalpark Schwarzwald eine Ergänzung zu unserer Entwicklungsstrategie Nordschwarzwald 2030 als Technologie- und Wirtschaftsraum darstellt und keinen Gegensatz bedeutet", beschreibt IHK-Vizepräsident Dr. Kurt Schmalz, Geschäftsführender Gesellschafter des High-Tech-Unternehmens Schmalz-Vakuumtechnik in Glatten, die Situation. Die Region müsse auch zukünftig als erfolgreicher Innovations- und Industriestandort wahrgenommen werden und gleichzeitig ihr Potenzial als Naherholungsraum und Tourismusdestination erhalten und ausbauen.

"Wenn ein Nationalpark "Schwarzwald" ein Erfolg werden soll, dann wird es von entscheidender Bedeutung sein, dass Natur neben Naturschutz begehbar und aktiv erlebbar bleibt und das Image auch die Wirtschaft in ihrer Vielfalt und mit ihren Entwicklungschancen weit über den Tourismus hinaus einbindet", so Präsident Thost.

Alexander Bonde sieht die enge Verzahnung von Industrie, Natur und Tourismus in der Region. Ein Nationalpark könne nicht alle Probleme lösen, er biete aber viele Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten für Gemeinden und Unternehmen in der Region.

Präsident Burkhard Thost und Minister Alexander Bonde vereinbarten, die Gespräche zu Auswirkungen, Chancen und Gestaltungserfordernissen eines Nationalparks fortzusetzen. Minister Bonde lud die IHK-Vertreter hierzu nach Stuttgart ins Ministerium ein.
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