Montag, 18. Dezember 2017


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Traditionsreicher Universitätsstandort im Umbruch

"IHK vor Ort in Halle (Saale)"

Halle (Saale), (lifePR) - Auf gutem Weg zu einem modernen Dienstleistungsstandort befindet sich nach Auffassung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau die kreisfreie Stadt Halle (Saale). Gute Voraussetzungen seien für die Stadt mit ihren 236.000 Einwohnern auf 135 Quadratkilometern durch die infrastrukturelle Einbindung in den mitteldeutschen Raum gegeben. Sorge bereite dagegen der Bevölkerungsrückgang auf Grund von Geburtenrückgang und Abwanderung.

"Mit den beiden Autobahnen A 9 und A 14 und vier Bundesstraßen ist die Stadt verkehrlich gut erschlossen. Von besonderer Bedeutung für die Stadt sind die zwei weiteren Autobahnen A 38 und A 143. Die Planungen für den zweiten Bauabschnitt der Autobahn A 143 müssen schnellstmöglich beendet werden, Fauna-Flora-Habitat-Gebiete sollten dabei kein Hindernis für den notwendigen schnellen Weiterbau sein", fordert Präsident Albrecht Hatton anlässlich der Veranstaltung "IHK vor Ort in Halle" am heutigen Tag in Halle. Für die Stadt habe der Weiterbau der Autobahn A 143 eine besondere Bedeutung, denn durch die Freigabe der A 38 im Jahr 2009 werde sich der Druck über die Bundesstraße B 80 durch die Stadt hinweg verstärken.

Laut IHK liege die Arbeitsproduktivität in der Stadt mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 42.500 Euro je Erwerbstätigem an letzter Stelle der Landkreise und kreisfreien Städte im IHK-Bezirk. Grund dafür sei der schwierige Strukturwandel. Traditionell vorhandene Industrieunternehmen seien seit dem Jahr 1990 fast komplett weggebrochen, der Industrieumsatz stagniere. Positiv sei aber, dass Halle immer stärker Profil als Medien- und Dienstleistungsstandort gewinne.

Eine von der IHK anlässlich der Veranstaltung durchgeführte Umfrage unter 50 Unternehmen der Stadt kommt zu dem Ergebnis, dass die Kreisgebietsreform kaum Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Unternehmen der Stadt hat. Wichtige regionale Rahmenbedingungen wie Energie, Wasser- und Abwasserpreise, Abfallgebühren und die Höhe des Gewerbesteuerhebesatzes schätze die Wirtschaft derzeit als eher unbefriedigend ein. Für die Zukunft erhoffen sich die Unternehmen ein steigendes Bildungsniveau der Schulabgänger und das Zurückfahren der Aktivitäten auf dem zweiten Arbeitsmarkt. Ein Drittel der Firmen signalisiere bereits jetzt einen Bedarf an Fachkräften, vor allem im gewerblich-technischen Bereich.
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