Donnerstag, 21. September 2017


Kompetenzzentrum Industrie 4.0 startet durch

Osnabrück, (lifePR) - Nur wenige Monate nach seiner Gründung hat das neue Kompetenzzentrum Industrie 4.0 an der Hochschule Osnabrück erste Erfolge zu vermelden: Zunächst ging der DIN-Innovationspreis an eine Spezifikation, die der Sprecher des Kompetenzzentrums Prof. Clemens Westerkamp mitentwickelt hat und vor kurzem wurde die Transfer-Einrichtung auf der Landkarte der bundesweiten Plattform "Industrie 4.0" eingetragen.

Industrie 4.0 ist in aller Munde. „Was steckt dahinter?“, „Muss sich unsere Firma darauf ausrichten?“, „Was bedeutet das für uns und unsere Angestellten?“ - Viele dieser Fragen stellen sich heute Unternehmer im Mittelstand und Handwerk. Die bisherigen Debatten, Forschungen und Studien orientieren sich eher an Großunternehmen. Deshalb ist auch das Wissen über die Chancen und Risiken digitaler Technologien und Prozesse gerade im Mittelstand und Handwerk wenig verbreitet.

Das neue Kompetenzzentrum „I4os - Industrie 4.0 Osnabrück" bündelt das Know-how der Hochschule Osnabrück und ihr partnerschaftlich verbundener Unternehmen im Bereich der Digitalisierung und Vernetzung des Mittelstandes. Es ist der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik angegliedert und wird von den Professoren Clemens Westerkamp, Dirk Rokossa und Siegmar Lampe geleitet. „Wir informieren kleine und mittlere Unternehmen unserer Region über bereits praktisch erprobte Industrie 4.0-Lösungen“, erklärt Sprecher Prof. Dr. Clemens Westerkamp. „Unseren Kunden bieten wir zudem Anregungen, Konzepte, Kontakte und Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Projekte.“

Nur wenige Monate nach der Gründung hat die neue Transfereinrichtung bereits zwei wichtige Erfolge zu vermelden: Zunächst ging der diesjährige DIN-Innovationspreis an eine Spezifikation, die Prof. Westerkamp mitentwickelt hat. Nun wurde das Osnabrücker Kompetenzzentrum auf die Landkarte der bundesweiten Plattform "Industrie 4.0" eingetragen.

DIN-Innovationspreis 2017

Normung und Standardisierung helfen, Innovationen zur Marktreife zu entwickeln und Zukunftsfelder zu erschließen: Darauf macht DIN als Deutschlands nationale Normungsorganisation mit ihrem jährlich vergebenen Innovationspreis aufmerksam. 2017 wurden drei Standardisierungsprojekte ausgezeichnet. Eines davon ist die sog. „DIN SPEC 16593 - Referenzmodell für Industrie 4.0 Servicearchitekturen“. Prof. Clemens Westerkamp, Sprecher des Kompetenzzentrums Industrie 4.0 an der Hochschule Osnabrück, hat diese Spezifikation als einer von zwei Wissenschaftsvertretern mit Fachleuten von SAP, Siemens und weiteren Unternehmen unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) (Dr. Thomas Usländer) erarbeitet.

„Eine DIN-Spezifikation legt Anforderungen an Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren fest“, erläutert der Osnabrücker Informatik-Professor. „Als Ergebnis von Standardisierungsprozessen helfen sie, innovative Lösungen schnell und unkompliziert am Markt zu etablieren.“

In der Industrie 4.0 ist der Begriff „serviceorientierte Architektur (SOA)“ eine seit Jahren akzeptierte und bewährte Technologie. Trotzdem bestand bislang keine Klarheit darüber, was genau unter diesem Begriff und unter dem technischen Konzept „Dienst“ zu verstehen ist. Abhilfe schafft nun die „DIN SPEC 16593“: Sie beschreibt eine sogenannte interaktionsbasierte Architektur als Grundgerüst für die Definition von Diensten und Protokollen. Die Entwicklung der neuen DIN-Spezifikation wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Programm „Innovation mit Normen und Standards“ gefördert.

Eintrag auf der Landkarte der bundesweiten Plattform "Industrie 4.0"

Industrie 4.0 gehört zu den Zukunftsprojekten im Aktionsplan „Hightech-Strategie 2020“ der Bundesregierung. Gemeinsam mit dem BMWi hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vor zwei Jahren die Plattform „Industrie 4.0“, www.plattform-i40.de, gegründet. Die Bundesministerinnen Brigitte Zypries (BMWi) und Prof. Dr. Johanna Wanka (BMBF) steuern und leiten die Plattform gemeinsam mit hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften. In fünf Arbeitsgruppen wollen Fachleute ambitionierte, aber auch realisierbare Handlungsempfehlungen erarbeiten, geeignete Standards und eine einheitliche Forschungsagenda entwickeln sowie aussagekräftige Anwendungsbeispiele aufzeigen, die unterschiedliche Effekte vernetzter Produktionsnetzwerke unmittelbar demonstrieren.

Auf ihrer Landkarte „Testzentren Industrie 4.0“ stellt die Plattform deutsche Einrichtungen dar, in denen entsprechende Anwendungen getestet werden können. Am 17. August wurde das Osnabrücker Kompetenzzentrum als eines der aktuell 55 Testzentren auf der Landkarte eingetragen. „Von der verbesserten Sichtbarkeit auf der Plattform Industrie 4.0 erhoffen wir uns eine verstärkte Vernetzung - sowohl mit Gleichgesinnten als auch mit künftigen Kunden“, so Westerkamp.
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