Donnerstag, 21. September 2017


Pressegespräch zum Ausklang des Sommersemesters 2017

Zahlen - Hochschulpakt - Profilschärfung - Forschungsinitiative - neue Leitung ZWW - Start Master-Studiengang "Fundraising-Management und Philanthropie" - Stand Campuserweiterung

Ludwigshafen, (lifePR) - Im Sommersemester 2017 begannen circa 450 Studierende, davon rund 370 angehende Bachelor-Studierende, ihr Studium an der Hochschule Ludwigshafen. Damit studieren hier derzeit rund 4.300 Studentinnen und Studenten, womit die Zahl der Studierenden trotz eines bundesweit bemerkbaren Abwärtstrends bei den Bewerberzahlen auf dem konstant hohen Niveau der Vorjahre bleibt. „Wir sind mit der Bewerberlage grundsätzlich zufrieden. Unsere Programme sind ausgelastet bis auf wenige duale Studiengänge von klassischem Zuschnitt, wo die Studierenden durch unsere Ausbildungspartner, die Unternehmen, handverlesen werden“, bilanziert Hochschulpräsident Prof. Dr. Peter Mudra beim heutigen Pressegespräch das vergangene Semester, ergänzt jedoch kritisch: „Wir beobachten jedoch sehr genau das sich ändernde Annahmeverhalten der Studienbewerberinnen und -bewerber, die sich mehrfach an verschiedenen Hochschulen und Unis bundesweit bewerben, und den Mehraufwand für das Bewerbungsmanagement durch die Einführung des dialogorientierten Serviceverfahrens, einem Nachfolger der früheren ZVS.“

Sorge bereite ihm auch die Finanzierung der Hochschulen durch den Hochschulpakt: „Der Hochschulpakt ist ein Bund-Länder-Konstrukt, der eigentlich ein Moment der Motivation für die Hochschulen beinhaltet. Doch das System ist nicht zu Ende gedacht, es hat handwerkliche Schwachstellen“, so Mudra. So bekommen Hochschulen eine Pro-Kopf-Pauschale bei Immatrikulation für Erststudierende. Für Studiengangwechsler oder ein Zweitstudium erhält die Hochschule dagegen kein Geld, auch wenn das Studium erfolgreich abgeschlossen wurde. „In unserem Fall ist das durchaus schwierig, da rund ein Drittel unserer Studierenden keine Erststudierenden sind“, ergänzt der Präsident.

Vor dem Hintergrund der sozio-demographischen Entwicklung, Fragen der Hochschulfinanzierung, aber auch und gerade der Qualitätssicherung in Studium und Lehre richtet sich die Hochschule Ludwigshafen darüber hinaus gerade innerhalb ihres Werte- und Fächerkanons neu aus. „Ende letzten Jahres haben wir einen Strategieprozess aufgesetzt, geleitet von Fragen wie: „Was sind die gesellschaftlichen Anforderungen der Zukunft? Wofür steht diese Hochschule aktuell und wie muss und soll die Hochschule in 5 oder 10 Jahren idealerweise aufgestellt sein?“, umreißt Hochschulpräsident Prof. Dr. Peter Mudra die aktuelle Profilschärfungsdebatte. Dabei stehe die Hochschule nach wie vor für ein breites Spektrum betriebswirtschaftlicher Studiengänge mit früher Spezialisierung sowie Sozial- und Gesundheitswesen. Auch die Wirtschaftsinformatik spiele eine wichtige Rolle: „Alle sprechen von Digitalisierung, hier findet sie statt“, so Mudra. Wirtschaft und Gesellschaft seien bei der derzeitigen Profilierung die beiden großen Claims, innerhalb derer sich die Hochschule in ihrem Selbstverständnis verorte.

Forschungsinitiative 2017/2018:

Am 10. Juli 2017 haben die Präsidenten der rheinland-pfälzischen Hochschulen im Rahmen der Landeshochschulpräsidentenkonferenz mit Wissenschaftsminister Konrad Wolf in Mainz neue Zielvereinbarungen zur Fortsetzung der Forschungsinitiative bis 2018 unterzeichnet. Durch die Forschungsinitiative werden seit Sommer 2008 die vier staatlichen rheinlandpfälzischen Universitäten und seit Herbst 2010 die sieben staatlichen Fachhochschulen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit um Personal, Investitionen und Drittmittel gestärkt. Diese auf Strukturbildung angelegte Strategie des Wissenschaftsministeriums sollen vorhandene Forschungsschwerpunkte der Hochschulen fördern und die autonome Profilbildung unterstützen.

Für die Jahre 2017 und 2018 erhält die Hochschule Ludwigshafen einen Anteil von je 90.000 Euro. „Mit den Mitteln aus dem Programm war die Hochschule in der Lage, die eingeworbenen Drittmittel in den vergangenen Jahren um ein Drittel zu erhöhen“, zeigte sich Hochschulpräsident Mudra über die Fortführung der Forschungsinitiative sehr erfreut und hob den Charakter des Programms im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe nochmals hervor. An der Hochschule Ludwigshafen fließen die Gelder dabei unter anderem in die Forschungsschwerpunkte „Nachhaltige Unternehmensentwicklung“; „Employability- Forschung“ und „Neuroökonomie und Konsumentenverhalten“.

Ulf Wacker übernimmt Leitung des Zentrums für Wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW)

Zum 1. Juli 2017 hat Ulf Wacker, Volljurist und European Master in Mediation (Sion/CH), die Leitung des Zentrums für Wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) an der Hochschule Ludwigshafen übernommen. Der 56-jährige ist seit vielen Jahren Seminarleiter in der freien Wirtschaft und Hochschuldozent und von daher ein Kenner der Hochschullandschaft der Metropolregion. Er ist der Hochschule Ludwigshafen seit mehr als 10 Jahren als Dozent im MBA-Studiengang Human Resources Management verbunden. „Ich bin überzeugt von der Qualität der Lehre hier in Ludwigshafen“, freut sich Wacker auf die neuen Aufgaben und ergänzt: „Die Zuverlässigkeit und wissenschaftliche Qualität einer staatlichen Hochschule sind ein großes Plus im Dschungel der Weiterbildungsangebote.“

Das ZWW bietet zertifizierte und akkreditierte Weiterbildungsangebote auf Hochschulniveau – speziell abgestimmt auf die Bedürfnisse von Studierenden mit Beruf und/ oder Familie: Aktuell laufen die Bewerbungsfristen zum Wintersemester 2017/18 für die Studiengänge Wine, Sustainibility & Sales (MBA); Projektmanagement (M.A.) und Human Resources Management (MBA) sowie Internationale Betriebswirtschaftslehre (MBA), Unternehmensführung (MBA) und Finance, Strategie und Accounting (MBA). Darüber hinaus gehört auch der bereits gestartete Studiengang Fundraising-Management und Philanthropie (M.A.) zum Portfolio. Die Weiterbildungsstudiengänge des ZWW können dabei unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne vorheriges Bachelorstudium absolviert werden. (Ansprechpartner: Ulf Wacker; Tel. Tel. 0621/5203-462; E-Mail: ulf.wacker@hs-lu.de)

Neuer Master-Studiengang „Fundraising-Management und Philanthropie“ aufgelegt

In Zusammenarbeit mit der Management Akademie Heidelberg gGmbH (MAH) und der Fundraising Akademie in Frankfurt hat die Hochschule Ludwigshafen mit dem Studiengang „Fundraising Management und Philanthropie (M.A.)“ den ersten Masterstudiengang dieser Art in Deutschland aufgelegt. Das Intensiv-Studienprogramm ist auf zwei Jahre ausgelegt und startete erfolgreich zum Sommersemester 2017. Ziel ist es, Fundraising, also die gezielte Gewinnung von Spenden, Sponsorengeldern und Fördermitteln, auch im gemeinnützigen Sektor zu professionalisieren und so effektiver zu machen. Stiftungsmanagement, Corporate Social Responsibility (CSR) sowie Philanthropie und Ethik sind beispielsweise Inhalte, die interdisziplinär, wissenschaftlich fundiert und aus dem international geprägten Blickwinkel vermittelt werden. (Ansprechpartner: Prof. Dr. Hans- Ulrich Dallmann; Tel. 0621/5203-300/-553; hans-ulrich.dallmann@hs-lu.de )

Campusentwicklung: Neubau und Hochschul-Kita

Beim geplanten Neubau zur Erweiterung der Hochschule kommt es voraussichtlich zur weiteren Verschiebung des Baubeginns um ein Jahr. Grund sind Verzögerungen bei der Prüfung und Freigabe der sogenannten Haushaltsunterlage Bau durch das rheinlandpfälzische Finanzministerium. Aus dem Wissenschaftsministerium verlautete nun aber gestern, dass das Finanzministerium die Genehmigung der HU-Bau gegenüber dem LBB nächste Woche erteilen werde. Voraussichtlicher Baubeginn wäre entsprechend 2018, geplanter Abschluss aller Baumaßnahmen 2021/22. „Für die Hochschule bedeutet jede Verzögerung der Baumaßnahmen enorme zusätzliche Mietaufwendungen für ersatzweise angemietete Räume. Eine Verzögerung über den Planungskorridor 2021/22 hinaus würde außerdem bedeuten, dass viele unsere Mietverträge auch trotz vertraglich eingebauter Verlängerungsklauseln vor den projektierten Umzügen an den zentralen Campus auslaufen, was für mehrere Einheiten kostspielige Zwischenlösungen erfordern würde“, erläutern Hochschulpräsident und Kanzler Klaus Eisold.

Bessere Nachrichten gibt es vom Bau der Kindertagesstätte an der Hochschule Ludwigshafen unter Trägerschaft des Studierendenwerks Vorderpfalz zu berichten: Zwar verzögert sich auch hier der Eröffnungstermin um einige Monate, da einzelne Gewerke neu ausgeschrieben werden mussten, doch ist der Bezug für die erste Jahreshälfte 2018 geplant. Die Kita soll dann zwei altersgemischten Gruppen von je 15 Kindern von rheinlandpfälzischen Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitern der Hochschule sowie aus Ludwigshafen Platz bieten.
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